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Gesetz
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... und was wir daraus machen:

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Wenig kommentiert:  11. Gesetzeserlass von Aipotu von Dart (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Das Gesetz der Zahl von eiskimo (nur 107 Aufrufe)
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Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich schreibe und lese" (Emotionalis)
Kapitel 35_40 Jahre lang...InhaltsverzeichnisKapitel 37_Meltem war aufgeregt...

Kapitel 36_Nesrin weinte wieder einmal...

Roman zum Thema Liebe und Sex


von Ina_Riehl

... Murat schwieg wieder einmal. "Wenn Sie jetzt weinen, Frau Özdemir, um was weinen Sie?" Meltem war immer wieder fasziniert, wie gezielt die junge Türkin ihre Gefühlsausbrüche einzusetzen verstand. Diese war in den letzten Monaten mit der Einrichtung und Dekoration der Wohnung beschäftigt gewesen. Nun gab es nichts mehr zu verbessern. So hatte die Langeweile wieder Einzug in ihr Leben gehalten, denn Murat stand in der Früh schon um 6:00 Uhr auf und kam keinen einzigen Abend vor 20:00 Uhr nach Hause. Die Selbständigkeit forderte ihren Tribut. Selbst an den Samstagen musste sie in die Werkstatt radeln, wenn sie ihn überhaupt einmal zu Gesicht bekommen wollte. "Das hört sich für mich so an, als ob es mehrere unterschiedliche Dinge sind, die Sie derzeit belasten. Das eine scheint zu sein, dass Sie gern mehr gemeinsame Zeit mit Murat verbringen würden".Nesrin nickte und wischte sich die Tränen ab, "und das andere, dass Sie gern wieder ein Projekt hätten, das so sinnvoll ist, wie das, das Sie gerade abgeschlossen haben."

"Genau!" Nesrin spann den Faden nun selbst weiter. Ich will nicht einfach nur die Zeit totschlagen mit bescheuerten Handarbeiten oder Ähnlichem«. Hierbei musste es sich um einen kleinen Seitenhieb handeln, denn Murat warf ihr einen warnenden Blick zu.

"Arbeit kann ja viele unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen, das kann für jeden Menschen anders sein. Was ist Ihnen wichtig Murat?"

"Geld verdienen" stieß dieser mürrisch hervor. Meltem hatte mit dieser Antwort gerechnet, aber sie ließ sie ihm nicht durchgehen. "Na dann hätten Sie sich nicht selbständig machen brauchen, Sie erzählten doch, dass es noch Einiges zu tun gäbe, bevor Sie schwarze Zahlen schreiben könnten.

Etwas schwerfällig dachte er erneut nach. Seine Frau hatte recht. Es musste Spaß machen und natürlich einen Sinn haben. Es wunderte ihn, dass er Nesrin beipflichten konnte, denn früher war er der Meinung gewesen, dass Frauen in ihrer eigenen Welt (der Welt der Familie) lebten und grundsätzlich anders tickten als Männer. "Ich weiß, dass Nesrin das mit der Selbständigkeit nicht gut findet, aber sie muss mich auch verstehen. Ich hab die Nase voll davon gehabt, einen Chef vor der Nase sitzen zu haben."

"Was ist der Unterschied zu Ihrem jetzigen Arbeitsleben? Was macht es befriedigender?, wollte Meltem wissen.

Murat neigte den Kopf ein wenig zur Seite und dachte nach. "Das Gute ist, ich kann alles selbst machen. Ich spreche mit den Kunden, ich mache die Empfehlung, ich repariere , ich liefere aus. - Wenn ich es gut mache, kommt der Kunde wieder, wenn nicht, nicht."

"Dadurch, dass Sie so viele unterschiedliche Aufgaben erfüllen, ist Ihr Tag also recht abwechslungsreich. So wie ich es verstehe, begleiten Sie den ganzen Ablauf von dem Moment an, wo der Kunde sein Auto in die Werkstatt fährt, bis zum Ende. Sie haben die Verantwortung und das mögen Sie.« Murat fühlte sich verstanden. Nesrin hörte aufmerksam zu.

"Nur der Papierkram, das ist ein Problem." gab Murat zu. "Ich hab das Auftragsbuch voll, ich habe einfach keine Zeit, jetzt auch noch einen Buchhaltungskurs zu machen."

"Ich habe Buchhaltung in meiner Ausbildung gelernt!" fiel Nesrin ein. "Soll ich Dir's beibringen?" Nesrin und Meltem blickten Murat erwartungsvoll an.

"Hmmm ja, aber nicht in den nächsten vier Wochen, da hab ich keine Zeit."

"Aber Du kannst bis dahin doch nicht alles schleifen lassen, Murat. Schreibst Du denn wenigstens die Rechnungen jeden Tag?"

"Ich schreib Quittungen, klar!"

"Quittungen?!?" Nesrin war entsetzt. "Wenn Du willst, guck ich am Samstag mal danach, wenn ich Dir das Essen bringe." In Murats Miene zeichnete sich Erleichterung ab. Die unzureichende Buchhaltung hatte seinen Streßpegel unbewusst doch sehr in die Höhe getrieben.

Meltem hatte sich zurückgehalten, während die beiden miteinander verhandelt hatten. Sie war zufrieden. Ganz gleichgültig was daraus würde, die beiden erlebten gerade, dass "Reden" helfen konnte. Und "Zuhörendürfen", dachte Meltem, eingedenk ihres introvertierten Exehemannes, der sie kaum jemals an seinen Gedankengängen hatte teilhaben lassen. Über 10.000 Paarsitzungen hatten sie allerdings gelehrt, gerade in solchen Situationen ihren Optimismus zu zügeln: auch, wenn vieles ausgesprochen werden konnte, wenn weder gelogen noch manipuliert wurde, - auch dann gab es keine Gewähr für beiderseits zufriedenstellende Lösungen: Es gab lediglich: bessere Chancen!

Kapitel 35_40 Jahre lang...InhaltsverzeichnisKapitel 37_Meltem war aufgeregt...
Ina_Riehl
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Kilian Bender verschönert die Welt.
Veröffentlicht am 11.05.2018, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.05.2018). Textlänge: 678 Wörter; dieser Text wurde bereits 143 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
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Beziehungskrise Einübung authentischer Kommunikation
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