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Kapitel 36_Nesrin weinte wieder einmal...InhaltsverzeichnisKapitel 38_Später sollte sie sich fragen...

Kapitel 37_Meltem war aufgeregt...

Roman zum Thema Liebe und Sex


von Ina_Riehl

...Ihr Sohn hatte sich verliebt. Endlich! Tolga war kein echter Spätzünder. Er hatte schon viele Mädchen mit nach Hause gebracht und der ein oder anderen war die Hoffnung auf »mehr« deutlich anzumerken gewesen. Aber Tolga seinerseits hatte sich nie entschließen können, eins dieser Mädchen zu einem besonderen zu machen. Meltem hatte den Unterschied bei Lena sofort gespürt. Aus Tolgas Zimmer erklangen jetzt plötzlich völlig andere Töne (als Death Metal). Er verbrachte deutlich mehr Zeit im Badezimmer und wenn er mit Lena telefonierte, bekam seine Stimme einen fremden, zarten Klang. Das Mädchen war ein wenig schüchtern, aber ausnehmend höflich. Das gefiel Meltem sehr. Sie begann damit, Lena ins Familienleben zu integrieren. Anders, als sie selbst es bei ihren Eltern erlebt hatte, wollte sie dem Paar in ihrem Haus Schutz gewähren. Sie wollte nicht zulassen, dass Faktoren wie die Angst vor Aufdeckung, schlechte Witterung oder Zeitdruck Tolgas Wahrnehmungen beeinträchtigten. Hätte sie Ercan geheiratet, wenn ihr jugendlicher Freiheitsdrang nicht so massiv gewesen wäre? Wenn der Kessel ihrer Lust nicht kurz vorm Überkochen gestanden hätte? Wenn die Heimlichkeit ihr Gewissen nicht so zentnerschwer belastet hätte? - Vielleicht nicht! Tolga war ihr ähnlich. Er war so verletzlich. Sie wusste, dass es einen großen Schritt für ihn bedeutete, Lena sein Herz zu schenken. Umso glücklicher war sie, dass er es nun wagte und das Mädchen es wert zu sein schien. Ganz Türkin oder vielmehr ganz Glucke, hatte sie Lena zusammen mit ihrer Mutter für Freitag Nachmittag zum Tee eingeladen. Sie buk einen Käsekuchen und kaufte aus Sorge, dass Lenas Mutter vielleicht ausgerechnet unter einer Käsekuchen- Aversion leiden könnte, noch 12 Stück Baklava (türk. süßes Blätterteiggebäck) und vier Schneckennudeln.

Tolga war nicht so weit gegangen sich etwas Ansprechendes anzuziehen, aber er hatte sein Zimmer einer Art Ordnung unterzogen. Danach gesellte er sich zu Meltem, um sie darin zu unterstützen den Tisch möglichst »deutsch« einzudecken. Er sorgte dafür, dass neben dem türkischen Tee auch noch eine Kanne Kaffee serviert wurde. Dann begab er sich in Barishs Zimmer, um diesen mit ein paar Euro zu bestechen, das Feld zu räumen. Offensichtlich hatte er Angst vor brüderlichen Attacken. Meltem vereitelte diese Transaktion gerade noch. Erleichtert registrierte sie, dass das Schloss knackte. Kilian hatte sich also doch dazu durchgerungen, an der konventionellen Einladung teilzunehmen. Wenn er Damian mitgebracht hätte, würde, dies das Spannungsfeld zwischen den Brüdern schnell neutralisieren. Aber Damian war nicht dabei. Er hätte abgesagt, weil er Samstag etwas vorhabe. Was Kilian vorhatte, erklärte er nicht. Meltem dachte nicht weiter darüber nach. Sie fuhr noch einmal mit dem Lappen über ihre blitzblanke Arbeitsfläche, rückte ein paar Gegenstände zurecht und unterzog ihr Wohnzimmer einer letzten Prüfung: Wie würde ihr Heim auf Lenas Mutter wirken?

Prompt klingelte es an der Tür. Wie reizend! Christine streckte ihr ein buntes Sträußchen Herbstastern entgegen. Die Anspannung verflog. Man war sich auf Anhieb sympathisch und es gab Themen in Hülle und Fülle. Die Kinder machten keinerlei Anstalten sich zurückzuziehen, es wurde diskutiert und gealbert. Kilian tat mit, aber Meltem merkte, dass es ihm nicht so recht passte, dass Tolga und Lena im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen. Außerdem hatte nicht er Nelly, sondern umgekehrt sie ihm abgesagt. Sie hatte sich vor Damian gestellt, der die Zockerparty mit seinen Freunden einem langweiligen Papa-Wochenende  bei leerem Kühlschrank und schlechtem Fernsehprogramm vorgezogen hatte. Mit seiner Aussage hatte Kilian nur einmal antesten wollen, ob Meltem sich überhaupt noch dafür interessierte, was er so machte: anscheinend ja nicht!

Meltem und Christine hatten viele Gemeinsamkeiten. Beide waren berufstätig, alleinerziehend und chronisch ausgelaugt. Das machte sie einander sympathisch. Aber es gab auch Unterschiede. Christine wohnte mit ihrer Tochter in einer Zweizimmerwohnung an einer Hauptverkehrsstraße, während Meltem ein 180 qm-Haus am Stadtrand ih Eigen nennen durfte. Christines Körper hatte seit 21 Monaten niemand mehr berührt, Meltem hatte gerade erst vor 26 Stunden einen wundervollen Orgasmus erlebt. Verstohlen blickte Christine auf die ineinander verflochtenen Gliedmaßen des Paares, als sie vom Gäste-WC zurückkehrte. Jeder Raum in Meltems Wohnung war so liebevoll und individuell gestaltet. Sie erkundigte sich nach den ungewöhnlichen Dekorfliesen im Bad. Meltem hatte sie über einen Freund ihrer Eltern aus der Türkei einführen lassen. Christine war beeindruckt und es kratzte ein bisschen an ihrem Ego, dass sie es trotz aller Anstrengungen, noch immer nicht geschafft hatte, die Nachscheidungsphase hinter sich zu lassen und ein vollwertiges Leben zu führen. Auch Meltems Freund war so erfrischend anders, als die Kollegen in der Behörde in der sie arbeitete. Er streifte wie zufällig mit seiner Hand über Meltems Hintern, als diese sich anschickte Milch und Kuchen in die Kühlung zu bringen. Kilian warf ihr hinter Meltems Rücken einen charmanten Blick zu, der einerseits nahelegte, dass er sich ertappt fühlte und ein wenig schämte, andererseits aber auch etwas Neckisches, ja Herausforderndes hatte. Als ob dieser Blick sagen wollte: "Und was ist mit Dir Christine? Magst du "es"?" Sie hatte ihre Züge nicht unter Kontrolle. Kilian konnte ihr also die Antwort auf seine unausgesprochene Frage vom Gesicht ablesen: Oh ja, sie vermisste "es" – so sehr ...

Wie konnte es dazu kommen, dass Kilian dicht an dicht bei Meltem saß, eine Strähne ihres dunklen Haares um seinen Zeigefinger zwirbelte, während sein Fuß mit Christines Fuß Tuchfühlung aufnahm, ihn liebkoste und neckte?

Die Tischplatte trennte diese beiden Wahrheiten, wie ein Strich durch die Rechnung. Meltem hatte keine Ahnung, was da unten vor sich ging. Launig erzählte sie von ihrem letzten Schulgespräch, bei dem sie die Streiche ihres Jüngsten als plausible Reaktionen eines 14-Jährigen hatte darstellen müssen.

Christine lachte auffällig laut. Hitze stieg ihr in den Kopf. Sie wusste, jetzt musste sie ihren Fuß zurückziehen, den Platz wechseln, ihre Tochter zum Aufbruch mahnen – irgendwas tun, außer hinzuhalten und zu genießen. – Sie tat es nicht! Über der Tischoberfläche wurden jetzt Sekt und Saft ausgeschenkt, gelacht und gescherzt. Das Liebespärchen, um das es schließlich ging, hatte das Bedürfnis sich zurückzuziehen. Man gestattete es unter Feixen und anzüglichen Bemerkungen. Barish blieb als einziger "Junger" am Kaffeetisch und fühlte sich nun überflüssig.

"Geh doch zu Jonas", schlug Meltem vor. Barish tippte unwillig auf seinem Handy herum. Nach einer viertel Stunde Hin und Her hatte er endlich eine Verabredung fürs Kino. Meltem freute sich für ihn. "Anneeeee, es regnet!" Diese Feststellung schloss die Bitte um Chauffeurdienste natürlich gleich mit ein. Meltem warf Christine einen um Verständnis heischenden Blick zu.

"Fahr ihn doch schnell. Es schüttet ja wirklich wie aus Eimern" unterstützte diese Barishs Anliegen. Meltem machte sich mit ihrem Jüngsten auf den Weg. Wie sich herausstellte, hatte Barish noch nicht einmal genug Taschengeld übrig, um den Eintritt zu bestreiten. Also zückte Meltem auch noch die Geldbörse. "Lasst Euch dann aber von Jonas Mutter abholen. Ich habe Besuch!" appellierte sie an ihren Jüngsten. Sie hatte grüne Welle bis nach der Unterführung! Meltem überlegte, ob sie sich zur Fortführung des Beisammenseins noch etwas beim Italiener bestellen könnten. Sie hatte Lust die neugeknüpften familiären Bande noch etwas zu verfestigen. Es war so schön Kinder zu haben und zu sehen, wie das Leben mit ihnen immer und immer weiterging. Ihre Gedanken flogen im Zeitraffer in die Zukunft: Sie stellte sich Tolga als jungen Papa vor und sich als stolze Großmutter. Sie musste über sich selbst lächeln. So ein Quatsch! Gerade hatte ihr Spätzünder die erste ernstzunehmende Beziehung, da malte sie sich auch schon Babyglück aus.

Inspiriert schwang sie das Gartentor auf und eilte die Stufen hinauf. Die Klinke rutschte ihr aus der Hand, so dass die Tür mit einem unsanften Knall ins Schloss fiel. Als ob der Vorhang plötzlich gefallen wäre, folgte ein ganzes Konglomerat seltsamer Geräusche: Ein Möbelstück, dass geschoben wurde. Ein gestärkter Blusenstoff, der eiligst glatt gestrichen wurde. Schnelles Atmen. Ein leises Klirren.

"Meltem? – Bist Du das?"- Das war Kilian.

Kapitel 36_Nesrin weinte wieder einmal...InhaltsverzeichnisKapitel 38_Später sollte sie sich fragen...
Ina_Riehl
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Kilian Bender verschönert die Welt.
Veröffentlicht am 11.05.2018, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.05.2018). Textlänge: 1.271 Wörter; dieser Text wurde bereits 135 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
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