Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Simian (18.09.), norbertt (14.09.), Fischteig (13.09.), una (07.09.), Smutje (05.09.), Jaika (30.08.), egomone (27.08.), Merlin_von_Stein (24.08.), VogelohneStimme (12.08.), Eule2018 (12.08.), melmis (11.08.), krähe (11.08.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 675 Autoren* und 91 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.889 Mitglieder und 429.509 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 20.09.2019:
Gesetz
Für alle Angehörigen eines Gemeinwesens geltende Norm, die Gebote und Verbote aufstellt, um das Zusammenleben zu regeln.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Antiproporthologisch von Oreste (27.02.19)
Recht lang:  Parteiengesetz von Aipotu, 1. Abschnitt von Dart (483 Worte)
Wenig kommentiert:  11. Gesetzeserlass von Aipotu von Dart (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Das Gesetz der Zahl von eiskimo (nur 107 Aufrufe)
alle Gesetze
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Der Lektor
von PeterSchönau
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil das muss ein Irrtum sein!" (Muuuzi)
Kapitel 38_Später sollte sie sich fragen...InhaltsverzeichnisKapitel 40_"Hey!Hey, was ist los?" ...

Kapitel 39_"Scheurich, Stefan, Scheurich, Guten Tag"...

Roman zum Thema Liebe und Sex


von Ina_Riehl

..."und ich bin Andrea Mankel-Scheurich, Hallo!"

"Sie haben einen Termin für ein Paargespräch vereinbart, wie kann ich Ihnen helfen?« Ein neues Paar saß vor Meltem. Sie hatten sich genau spiegelbildlich einander gegenüber gesetzt. Ihr fielen die abgewinkelten Schuhsohlen auf, die die beiden wie Schutzschilde gegeneinander hielten - zwei Parteien in einem Prozess, assoziierte sie. So manches Mal schon hatte sie fantasiert, sich für solche feindseligen Paare einen Richterhammer zuzulegen. Sie könnte die Stirn in ehrfurchtserregende Falten legen und den Paaren damit vor der Nase herumwedeln: "Im Namen des Volkes, spreche ich folgendes Urteil ..." Pause über drei Atemzüge. Breites Lächeln. Auflösung:

"Da sind wir im falschen Film nicht wahr?"...

Warum nur  kamen so viele Paar mit dem Wunsch, den Partner ganz offiziell zum Schuldigen und sich zum Verlierer deklarieren zu lassen? Selbst Familiengerichte taten ihnen diesen Gefallen nicht mehr. Aber so weit waren die Scheurich's noch gar nicht. Sie waren, wie sie sich beeilten zu erklären, wegen ihres Sohnes Alexanders da, wegen dem sie ihre Ehe nicht einfach so "hinwerfen" wollten. Mehr Beiträge zur Auftragsklärung konnte Meltem allerdings trotz beharrlichen Nachfragens nicht akquirieren.

Sie fahndete nach Zeichen der Bezogenheit und Liebe. Sie hatte bemerkt, dass Stefan in dem Moment, in dem der Name ihres gemeinsamen Kindes gefallen war, zu Andrea hingesehen hatte. Meltem war seinem Blick gefolgt. Aber auch sie erhaschte nichts weiter als ein ausdrucksloses Starren aus sorgfältig geschminkten Augen. »Keine gute Prognose«, dachte sie bei sich, aber sie war keine Wahrsagerin, sondern Therapeutin und hatte sich glücklicherweise schon häufiger getäuscht.

"Gab es eine Art Schlüsselszene, die den Wunsch in Ihrer Beziehung etwas zu verändern ausgelöst hat?"

Meltem warf Andrea einen aufmunternden Blick zu. Jetzt konnte sie sich nicht mehr ausklinken. Ohne es zu wollen, stellte ihr Hirn ihr eine entsprechende Szene zur Verfügung: eine Erinnerung daran, wie sie vor der Trommel ihrer Waschmaschine gekniet war und Wäsche sortiert hatte. Stück für Stück hatte sie den muffig riechenden Inhalt aus dem Wäschekorb genommen und alle Taschen auf Links gedreht, um eine Kontaminierung durch Taschentuchkrümeln zu verhindern. Dabei war ein trockener Kirschkern auf ein Paar Unterhosen ihres Mannes gefallen. Da lag er nun direkt neben dem blaugesäumten Eingriff des Slips und starrte sie anklagend an. Als wollte dieser winzige Kern sie durch sein erneutes Auftauchen daran erinnern, dass sie etwas anderes verdient hätte, als dieses tägliche Einerlei. Dass sie Spaß mit diesem Mann aus dem Supermarkt haben könnte, satt Einöde mit dem Dreckwäscheproduzenten an ihrer Seite... Sie kniff ihre Lippen zusammen. Das, konnte sie unmöglich hier erzählen.

"Ich lasse ihm den Vortritt!" entgegnete sie mit einem kurzen Seitenblick auf ihren Mann.

Stefan räusperte sich. Er korrigierte seine Sitzposition und erklärte einleitend, dass er gar nicht so genau sagen könne, wann es angefangen habe. "Naja", bisher habe er gedacht "alles in Ordnung!", aber jetzt gebe es nur noch Streit oder beharrliches Schweigen. Das Haus sei unaufgeräumt, seine Frau immer schlecht gelaunt. "Wir haben Kommunikationsschwierigkeiten verstehen Sie?" versuchte er sich an einer Problemdefinition, "Wir können einfach nicht mehr miteinander reden." Andrea blickte betont gelangweilt aus dem Fenster. Meltem nickte und wartete geduldig, auf etwas Konkretes. Da mischte sich Andrea, die das Schweigen nun doch nicht mehr aushielt, ein: "Sag doch, dass Du Deine Koffer gepackt und das Wochenende bei Deiner Mutter verbracht hast!"

"Na und? - Da gibt es wenigstens noch was Anständiges zu essen und ein paar freundliche Worte. Ich hab keine Ahnung mehr, warum ich überhaupt noch nach Hause kommen soll. Um der Prellbock für Deine Hausfrauendepression zu sein oder was? Mein Gott noch mal, andere Frauen würden sich von schreiben, wenn sie hätten, was Du hast. Wer kann sich das denn haute noch leisten, seiner Frau so einen Lebensstandard zu bieten ...?" Das brach mit einer derartigen Wucht aus Stefan heraus, dass Meltem fürchtete, er könne Myriams Beratung im Nebenzimmer stören.

"Geld, Geld, Geld - Geld ist nicht alles!", entgegnete Andrea aufgebracht. "Du kümmerst Dich nicht um mich! Du kümmerst Dich nicht um Deinen Sohn! Du kümmerst Dich nicht um Deine Familie! Wir sind doch gar nicht für Dich da!«

Das waren schwere Vorwürfe! Die beiden hatten offensichtlich nicht mehr das Empfinden im gleichen Boot zu sitzen. "Aber auf dem Fluss- der- Liebe philosphierte Meltem innerlich, konnte man nicht alleine bestehen. Da gab es nämlich nicht nur die sichtbaren Hindernisse, die das Schicksal gelegentlich bereithielt, sondern auch noch die Strudel aus den Tiefen des Unbewussten." Meltem hatte den Eindruck, dass die beiden nur noch wenig Lust hatten, den Kampf gegen all diese Kräfte aufzunehmen. Anstatt auf den Fluss waren ihre zornigen Blicke nur noch aufeinander gerichtet: Der Andere (!) hatte sich nicht genug Mühe gegeben!

Kapitel 38_Später sollte sie sich fragen...InhaltsverzeichnisKapitel 40_"Hey!Hey, was ist los?" ...
Ina_Riehl
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Kilian Bender verschönert die Welt.
Veröffentlicht am 11.05.2018, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.05.2018). Textlänge: 761 Wörter; dieser Text wurde bereits 135 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Schlagworte
Beziehungskrise was Therapie nicht kann
Mehr über Ina_Riehl
Mehr von Ina_Riehl
Mail an Ina_Riehl
Blättern:
voriger Text
nächster Text
Weitere 10 neue Romane von Ina_Riehl:
Schwanger Kapitel 50_Sie fächerte den Stapel mit Fotoabzügen... Kapitel 52_Meltems mühsam errungene Ordnung... Kapitel 25_Kilian hatte nicht viel übrig... Kapitel 10_"Wie geht´s ?" ... Kapitel 7_Auch Kilians Tag endete... Kapitel 26_"Da hattest Du ja einen richtigen Lauf" Kapitel 14_Die Tage bis zum 21.Dezember... Kapitel 27_Minutenlang starrte Kilian in seinen Kühlschrank. ... Kapitel 13_Mehrere Tage vergingen...
Mehr zum Thema "Liebe und Sex" von Ina_Riehl:
Kilian Bender verschönert die Welt Letztes Kapitel_Und so ging es weiter... Kapitel 50_Sie fächerte den Stapel mit Fotoabzügen... Kapitel 48_Bang! Kapitel 45_Es duftete schwül... Kapitel 44_In den Tagen vor dem vereinbarten Date... Kapitel 43_Anessa betrachtete das Tatoo genau... Kapitel 42_Gegen Abend kehrten Meltems Söhne ins Haus zurück... Kapitel 41_Die Sonne strahlte... Kapitel 40_"Hey!Hey, was ist los?" ... Kapitel 38_Später sollte sie sich fragen... Kapitel 36_Nesrin weinte wieder einmal... Kapitel 37_Meltem war aufgeregt... Kapitel 35_40 Jahre lang... Kapitel 33_Sie musste sich regelrecht aufraffen...
Was schreiben andere zum Thema "Liebe und Sex"?
Beziehungskiste (Xenia) Ich träumte heut von dir X (kaltric) Du hättest es wissen müssen.... (WortGewaltig) missVerständnis (WortGewaltig) Liebe & Leidenschaft (kaltric) Bruno war der Grund (Teichhüpfer) Die menschliche Hündin (Der_Rattenripper) Der Schrei (WortGewaltig) s... (Bohemien) fantasiere dich. (Bohemien) und 235 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2019 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2019 keinVerlag.de