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Gesetz
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... und was wir daraus machen:

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Kapitel 40_"Hey!Hey, was ist los?" ...InhaltsverzeichnisKapitel 42_Gegen Abend kehrten Meltems Söhne ins Haus zurück...

Kapitel 41_Die Sonne strahlte...

Roman zum Thema Liebe und Sex


von Ina_Riehl

...in ihrem hellsten Morgenlicht. Jetzt schon war es so warm, dass die Oberfläche der Butter eine dottergelbe Patina entwickelte und der Orangensaft, der etwas über den Rand verläppert war, die Karaffe am Holztisch festklebte. Wenigstens konnten so die Eier nicht allzu schnell abkühlen. Kilian, der Frühaufsteher war bereits beim Bäcker gewesen, hatte den Frühstückstisch gedeckt und Kaffee gekocht. Hungrig umkreiste sein Blick das Arrangement auf dem reich gedeckten Tisch. Aber trotz einladendem Sonntagmorgen-Soundtrack und dem Duft einer milden Kaffee-Röstung ließ sich niemand blicken, wenn man einmal davon absah, dass Tolga gefolgt von einer Wolke kalten Rauches, eine Stippvisite auf die Toilette unternommen hatte. Er drehte die Musik etwas lauter. Damit hatte er endlich Erfolg. Meltem huschte im Nachthemd an ihm vorbei, um ihre morgendliche Dusch- und Rasierzeremonie einzuleiten. "Komm doch einfach mal so an den Frühstückstisch!", bat er sie. Sie schüttelte nur den Kopf. Zu peinlich, dass er sie überhaupt im grellen Morgenlicht zu sehen bekam. Zwanzig Minuten später war es dann endlich so weit. Sie weckte Barish und Tolga und setzte sich zu ihm an den Tisch. "Ah, ich muss den Katzen noch etwas geben!", fiel ihr ein. Sie stellte die Tasse ab, die sie gerade zum Mund hatte führen wollen.

"Die haben schon längst etwas bekommen!", brummte Kilian schlechtgelaunt.

"Du bist ein Schatz, Kill!" erwiderte Meltem. In langen Zügen trank Sie das lauwarme Gebräu. Sie hätte gerne Neuen gemacht, aber das verkniff sie sich, mit Blick auf den gereizten Ausdruck auf Kilians Gesicht. Sie schob den stark riechenden Räucherlachs zur Seite, der bei ihr so kurz nach dem Aufwachen eine leichte Übelkeit verursachte. "Schön, dass Du Frühstück gemacht hast!" lächelte sie etwas gequält zu Kilian hinüber. Der antwortete nicht und schob sich eine fünfte, mit Nutella bestrichene Brötchenhälfte in den Mund. Barish und Tolga tauchten auf der Bildfläche auf. Das belebte die Situation etwas. Barish beriet sofort mit Kilian, wie das nächste Level von Mindcraft am schnellsten zu erreichen wäre. Tolga mischte sich ein. Meltem, endlich ein bisschen wacher, betrachtete ihre drei plaudernden Herzensmänner und freute sich auf den Tag mit ihnen. Allerdings wollten die Jungs den Tag gar nicht mit ihr verbringen. Tolga wollte mit Lena an den See und Barish wollte ins Schwimmbad. Eine glückliche Fügung, dann hätten Kilian und sie das Haus (und das Bett) den ganzen Tag für sich. Sie zwinkerte Kilian verschwörerisch zu und stand auf, um ihre Handtasche aus dem Flur zu holen. Sie zückte ihr Portemonnaie und legte jedem ihrer Söhne einen 10,— Euro Schein auf den Tisch. "Ich koch dann heute Abend was Schönes oder wir schmeißen den Grill an", kündigte sie an. "Tamam! "( türk. etwa:"okay"), Barish und Tolga verließen den Frühstückstisch, ohne ihr benutztes Geschirr oder die dringend der Kühlung bedürfenden Lebensmittel zu beachten. Meltem verstaute den Geldbeutel wieder in ihrer Tasche.

"Und ich?"

Meltem lachte, "Wie? - Und ich?"

"Krieg ich keine zehn Euro, wenn alle zehn Euro kriegen?"

"Das ist nicht Dein Ernst oder?", Meltem blickte ihm erstaunt, ins aufgebrachte Gesicht, nur um feststellen zu müssen, dass es Kilian tatsächlich ernst damit war. Sehr ernst! In Kilians Gesicht zeichnete sich unbändiger Zorn ab. Gleichzeitig wirkte er so kindlich und verletzlich, dass Meltem unsicher wurde. "Das kann doch jetzt nicht Dein Ernst sein, dass Du von mir zehn Euro willst. Für was?"

"Für was? Für was? Für was? Was soll diese blöde Frage? Tolga und Barish müssen sich ja schließlich auch nicht dafür rechtfertigen - oder? Bin ich Dir das etwa nicht wert, Frau Therapeutin, Anwaltstochter, Hausbesitzerin? Bin ich Dir noch nicht mal zehn Euro wert? Ist es so, dass ich mir klar machen muss, dass Du seit fast zwei Jahren alles für mich bist und ich Dir noch nicht mal zehn Euro wert bin?"

"Kilian, Kilian ... was soll das. Das sind Kinder und ich habe ihnen ein paar Euro gegeben, für den Tag. Das ist doch nicht der Wert, den sie haben ..."

"Das sind keine Kinder mehr!"

"... wir sind doch zusammen, wir sind hier, wir wissen doch noch gar nicht was wir unternehmen wollen oder?"

"Ach so, und wenn wir es wissen, dann ist klar, dass Du bestimmst, was es kosten darf und was damit gemacht wird?"

"Kilian Du zerrst das alles in ein völlig falsches Licht. Ich bestimme gar nichts und ich verstehe Dich nicht!",

"Was gibt es denn zu verstehen? Was? Wenn ich meinen Schwanz in Dir drin habe, bin ich das Größte und Beste und Wertvollste, was Du hast und wenn nicht, bin ich Dir noch nicht mal zehn Euro wert?"

Meltem hasste es, wenn er so über ihre Intimitäten sprach. Er zog sie damit in den Schmutz. Siedelte sie auf einem Niveau an, auf das sie niemals sinken wollte. Verbissen räumte sie das schmutzige Geschirr zusammen und fing an abzutragen. Um sich wieder zu fassen, vollzog sie alle Tätigkeiten mit größter Sorgfalt. Gründlich streifte sie jeden einzelnen Teller über dem Mülleimer mit einer Serviette ab. Unter fließendem Wasser bürstete sie die klebrigen Eigelbreste weg und stellte die Teller nach Größe sortiert in die Halterungen des Geschirrspülers. Sie sortierte auch die Besteckarten auseinander und zog dies und jenes wieder heraus, um es anders anzuordnen. Ihr Gehirn war wie eingenebelt. Es dauerte Minuten, bis sie kapierte, dass Kilian in dieser gedanklichen Verknüpfung nach etwas aussah, was ... mehr als schwierig war. Noch viel schlimmer war, in welchem Licht sie dabei stand.

"Meine Liebe kostet nichts!", rief sie verzweifelt von der Tür her ins Zimmer hinein! Sie war tränenblind, sonst hätte sie den Triumph, der sehr kurz in Kilians Augen aufgeblitzt war, vielleicht wahrnehmen können. "Weder Barish, noch Tolga haben sich das Geld irgendwie verdienen müssen und Du musst es auch nicht. Ich gebe es einfach! Ich liebe Euch! Das hat nichts mit Geld zu tun. Gar nichts. Du kannst jederzeit alles von mir haben. Alles! Genauso wie Barish oder Tolga"

"Wenn das stimmt, was Du sagst, dann kannst Du mir ja mal beweisen, was ich Dir wert bin!" Kilian war aufgesprungen. Er riss die Balkontür auf und schrie in den Garten "Ich kriege hier keine Luft mehr! Hier gibt es keine Luft mehr für mich. Hier bin ich weniger wert als zehn Euro!"

"Das kann nicht sein, dass Du das denkst!" im Bestreben nicht laut zu werden überschlug sich Meltems Stimme nun fast. Eiskalte Angst griff nach ihr. Bedeutete die offene Tür, dass er mit dem Gedanken spielte, sie zu verlassen? War die Luft eine Metapher für ein freies Leben, um dass er in Wirklichkeit gerade rang? Sie zitterte. "Ich liebe Dich doch", flüsterte sie.

"Du liebst mich, aber ich bin Dir nichts wert!" kam das gnadenlose Urteil von hinter der Mauer ihrer Tränen.

Wie konnte er das glauben? In einer Verzweiflungstat stürmte sie zu ihrem Platz, neben dem noch die Handtasche stand. Sie riss den Geldbeutel auf und nahm alle Scheine, die dort steckten. Dann kletterte sie auf den Stuhl, um die eingestaubte eiserne Reserve aus der Deckenlampe im Korridor zu ziehen. Der nächste Weg ging zur Küchenschublade, in der ein Kleingeldglas für Fahrscheine und Eintrittsgelder deponiert war, und dann fiel ihr noch die zweite Handtasche ein, in der in einer Klemmbörse noch fünfzig Euro verstaut waren. Sie nahm all das, was sie hatte und im Haus war und schmiss es ihm vor die Füße. Sie zählte es nicht. Das tat später Kilian und er kam auf 436 Euro und 72 Cent.

Während Kilian sich auf den Weg zu Andrea machte, fand Meltem sich vor der Tür ihres Elternhauses wieder. Sie wehrte sich nicht gegen ihr Bedürfnis, auf ihr aktuelles Problem erstmal mit heftiger Regression zu reagieren. Sie ließ sich von ihrer Mutter bekochen und das kitschige Sofakissen auf den Bauch gepresst, neben Papa mit türkischen Soaps berieseln. Anne packte ihr die Reste für Barish und Tolga in Tupperschüsseln und legte noch ein Paket Locum dazu.

Anmerkung von Ina_Riehl:

schon: zurück auf Anfang (des Kapitels) und nimm (Ironie) das:
https://www.youtube.com/watch?v=U_O1QKQCsGs


Kapitel 40_"Hey!Hey, was ist los?" ...InhaltsverzeichnisKapitel 42_Gegen Abend kehrten Meltems Söhne ins Haus zurück...
Ina_Riehl
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Kilian Bender verschönert die Welt.
Veröffentlicht am 11.05.2018, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.05.2018). Textlänge: 1.292 Wörter; dieser Text wurde bereits 147 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
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