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Genre des Tages, 20.09.2019:
Gesetz
Für alle Angehörigen eines Gemeinwesens geltende Norm, die Gebote und Verbote aufstellt, um das Zusammenleben zu regeln.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Antiproporthologisch von Oreste (27.02.19)
Recht lang:  Parteiengesetz von Aipotu, 1. Abschnitt von Dart (483 Worte)
Wenig kommentiert:  11. Gesetzeserlass von Aipotu von Dart (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Das Gesetz der Zahl von eiskimo (nur 107 Aufrufe)
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Kapitel 47_Anessa setzte sich mit einem Kaffee...InhaltsverzeichnisKapitel 49_Anessa starb friedlich

Kapitel 48_Bang!

Roman zum Thema Liebe und Sex


von Ina_Riehl

...Da war er, der Stoff, den sein Dealer als legendär angepriesen hatte. Aerosmith schnitt wie glühendes Metall in seinen Gehörgang. Stopp! Stopp! Stopp! - Er traf die richtige Taste nicht gleich. Diese Finger schienen einem anderen zu gehören. Einem fettleibigen Metzger mit Motorsäge und Kettenschurz. Einer, der in der Fleischfabrik täglich Hunderte an Hufen aufgehängte Schweine vom Schritt bis zum Scheitel in einäugige Hälften zerschnitt - wie Butter, heyhey. Er starrte seine Hände an, bis sie wieder seine eigenen waren. Ausnehmend gepflegt, dabei männlich, langgliedrig und virtuos - Musikerhände – mit besonderen Fähigkeiten ... Er schob die Finger vor die Nüstern und sog den Geruch der Vaginalsekrete von Anessa und Mirka ein, wie einen letzten Atemzug. Sein Schwanz zuckte ein wenig. Das war angenehm. Die plötzlich einschießende Erkenntnis war es weniger. »Arrrrrgh! Meltem war nicht erreichbar! Weder auf dem Handy noch auf dem Festnetz. Meltem, Meltem, Meltem, ... die er genau mit diesen eingesauten Fingern hatte verwöhnen wollen. Sein Schwanz erigierte bei diesem frivolen Gedanken zu erstaunlicher Größe. Uh wow! Er leckte über die Fingerspitzen und griff sich in die Hose. Seine Musikerfinger glitten hoch und runter im Takt zu gar nichts, weil die verdammte-Scheisse-nochmal, Musik nicht mehr lief. Herrgott war diese Nacht heute verflucht? Wo war Meltem? Wo sollte Meltem Samstag um drei Uhr morgens bitteschön sein? Wo war sie, wenn er sie so dringend brauchte? Wie konnte sie ihn im Stich lassen, jetzt, wo er sich so zurückgesetzt und missachtet fühlte? »Meltem!!!« Er tippte eine Nachricht an Tolga in sein Handy:

"Wo seid ihr?"

"Bin mit Sebbi unterwegs"

"... und die anderen?"

"Keine Ahnung!"

Keine Ahnung, keine Ahnung. Gab es etwa einen triftigen Grund für Meltem das Handy nicht abzunehmen? Hä? Nur einen oder? Er stopfte seinen halbsteifen Schwanz zurück in die Hose und zerrte kurzentschlossen die Lederjacke über sich. Nicht das Auto, wegen des Koks. Er rannte im Dauerlauf zum Bus und den Kilometer von der Haltestelle zu ihrem Haus. Ihr Wagen stand vor der Tür, als sei gar nichts gewesen. Er trat gegen den Fahrerspiegel, war in einem Satz über dem Tor klingelte Sturm; stieß beim ersten Summen die Haustür auf. Meltem hielt fassungslos ihre linke Hand fest, die von der Wucht, mit der die Finger umgebogen worden waren, furchtbar schmerzte. Kilian stürmte an ihr vorbei, nahm drei Stufen auf einmal in den oberen Stock, riss die Schlafzimmertür auf, die Bettdecke weg, runter ins Badezimmer, zurück zur Tür, wo er in rasender Wut ein Paar Schuhe nach dem anderen hochhob, inspizierte und wieder fallen ließ.

"Was machst Du?", flüsterte Meltem. Die Stimme gehorchte ihr einfach nicht. Wie ein Derwisch kehrte Kilian sich um die eigene Achse und starrte ihr ins Gesicht.
"Hast Du mir nichts zu erzählen Frau Therapeutin? Gibt es da nicht zufällig was zu beichten? Wo ist er denn, Dein neuer Patient? Fickt ihr im Garten oder vielleicht lieber in den Kinderzimmern?"
Schon war er dort und riss Türen und Schränke auf, bevor er zurücksetze, um Meltem erneut anzustarren. Er musterte ihr Outfit von oben bis unten. Sie trug ein Oversize-Shirt mit einer Leggings dazu. Er sah etwas völlig anderes: Arsch-und Tittenbetonung, betäubendes Parfum, zerwühlte Haare und (von Begehren) geweitete Pupillen. "Woooooo warst Du?"

"Wo ich war?" - Empörung kämpfte mit dem Wunsch ihn zu besänftigen: "In der Beratungsstelle, beim Einkaufen, bei meinen Eltern, in der Stadtbücherei, im Bett - glaubst Du ich habe irgendwas zu verbergen?"

"Ich glaube Dir nicht!"
»Ich glaube Dir nicht!", er schrie sich wieder in die nächste Raserei.

Tolga stand im Türrahmen seines Zimmers und beobachtete seine Mutter und ihren ausrastenden Freund. Er hatte tief geschlafen und war noch gar  nicht ganz bei sich. Neben Angst und Sorge löste sein Erscheinen bodenlose Scham in ihr aus. Sie war immer noch keinen Schritt weiter ins Haus vorgedrungen. Gegen die Haustür gelehnt, bemerkte sie noch nicht einmal, dass ihr Tränen die Wangen hinunter liefen. Mit einer unbestimmten Geste in Kilians Richtung murmelte sie etwas von "Zu tief ins Glas geguckt, kann ja mal passieren!"

"Der hat nichts getrunken", stellte Tolga sachlich fest. "der hat was genommen!"

"Was hast Du Dir reingetan?", fragte er, den Verzweifelten, der jetzt von Schluchzen geschüttelt auf der Couch lag: "Waaas?"

"Koks!"

"Kokain" gab Tolga an seine Mutter weiter. Er entfernte sich mit einem Schulterzucken aus der Szene.

"Der wird schon wieder runterkommen.", bilanzierte er mit der Feinfühligkeit eines Zwanzigjährigen.

Meltem konnte nichts erwidern. Sie sah nur Kilian, hörte nur Kilian, fühlte nur Kilian. Kilian und den reinen Schmerz, den er durchleiden musste. Einen Schmerz, den sie ihm, wenn auch unabsichtlich, irgendwie zugefügt hatte. Die Töne, die aus seinem tiefsten Inneren den Weg in seine Kehle fanden, hatten einen unheimlichen, fast tierischen Klang. Sein Körper bäumte sich auf und brach wieder in sich zusammen. Ein großes Erbarmen überkam sie. Er liebte sie mit der gleichen Leidenschaft, mit der er jetzt litt. Jede Träne war für sie bestimmt. Jede Träne war ein bittersüßes Geschenk. Es drängte sie zu ihm hin. Sie wusste, sie hatte jetzt nichts mehr zu befürchten. Vom gegenüberliegenden Diwan nahm sie die weiche Decke und hüllte ihn darin ein. Sie legte ihre Wange auf sein tränennasses Gesicht und atmete in langen Zügen ein und aus, um ihn zu beruhigen. Langsam von den Nachläufern seines Schluchzens unterbrochen, synchronisierte sich ihr Atem. Sie legte sich seine Hand aufs Gesicht, um sich noch mehr mit ihm zu verbinden. Ihre Lippen berührten das blonde Haar. Ihre Nase grub sich zu den Drüsen hinter seinem Ohr, die die Herznote seines Aromas produzierten. Es prickelte sacht durch ihren Körper. Ihre Lippen suchten seinen Mund und fanden ihn weich und warm. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht und sie verbot sich, ihn allzu intensiv zu küssen, denn unter seinen Lidern zuckten die Augäpfel, als ob er bereits schliefe. - Eine Stunde später waren alle Spuren beseitigt. Erschöpft sank sie auf das andere Sofa, las oder sah ohne Ton fern, wann immer sie den Blick von ihm abwenden konnte. Erst um die Mittagszeit übermannte sie der Schlaf.

Anmerkung von Ina_Riehl:

Cocaine - was sonst:
https://www.youtube.com/watch?v=qYS732zyYfU&list=RDqYS732zyYfU&t=148


Kapitel 47_Anessa setzte sich mit einem Kaffee...InhaltsverzeichnisKapitel 49_Anessa starb friedlich
Ina_Riehl
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Kilian Bender verschönert die Welt.
Veröffentlicht am 11.05.2018, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.05.2018). Textlänge: 988 Wörter; dieser Text wurde bereits 146 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
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Randale auf Koks Liebesdroge knallt auch rein
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