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Gesetz
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... und was wir daraus machen:

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Recht lang:  Parteiengesetz von Aipotu, 1. Abschnitt von Dart (483 Worte)
Wenig kommentiert:  11. Gesetzeserlass von Aipotu von Dart (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Das Gesetz der Zahl von eiskimo (nur 107 Aufrufe)
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Kapitel 49_Anessa starb friedlichInhaltsverzeichnisKapitel 51_Tolga und Barish...

Kapitel 50_Sie fächerte den Stapel mit Fotoabzügen...

Roman zum Thema Liebe und Sex


von Ina_Riehl

...auf und wieder zu, bevor sie ihn mit einem Zucken der Mundwinkel überreichte. Kilians Miene hatte sich gänzlich verschlossen. Er schickte sich an, den Stapel ungesehen in seiner Hosentasche verschwinden zu lassen.

"Es sind ein paar sehr interessante Fotos dabei!" ließ Meltem verlauten. Ihr Blick bekam etwas Doppeldeutiges. Kilian sprang sofort darauf an und begann die Bilder im Schnellverfahren durchzublättern. Soweit nur Unverfängliches: Tolga und Barish im Garten, ein Porträt seiner Lieblingskatze, Damian in unterschiedlichen Kontexten eceterapeundpe. Kilian zuckte mit den Schultern
"Danke und auf Wiedersehen!", sagte er, bevor er mit seiner Durchsicht noch ganz fertig war. Doch plötzlich blitzte etwas in den eben noch verhärteten Zügen auf. Erkennen,  Verstehen und ... Kapitulieren! Er legte den Stapel auf dem Tisch ab, aber das geschickt inszenierte Foto ließ ihn nicht los: ein  Wurzelballen war darauf zu erkennen. In der Flucht nach hinten gab es wunderschöne Magnolienblüten zu sehen und Meltems grüne Gartenclogs. Im nächsten Bild war die Perspektive ein klein wenig geändert. Nun blickte man in das durch die Entwurzelung entstandene Loch und schemenhaft auf etwas Weißes, Felliges.

Meltem beobachtete sein Mienenspiel genau, als warte sie auf den besten Moment für ihren Einsatz.
"Tja", sagte sie, "von dieser Ausgrabung gibt es natürlich noch viele andere aufschlussreiche Bilder. Ich verschone Dich mit Details, aber Du kannst Dir sicher vorstellen, dass mir an diesem Tag danach war Fränks Kadaver in ein Postpäckchen zu packen und es Dir hierher zu schicken."

Diese ätzende, klirrende Kälte in ihrer Stimme. Meltem widerte ihn an.
"Was soll das? Willst du mich fertigmachen oder so was? Warum kommst du überhaupt hierher?"

Die beiden standen einander gegenüber, rotgesichtig, angespannt bis in die Fingerspitzen und randvoller Hass. Wenn man es genau nahm, so war dies einer der seltenen Momente, in denen sie einmal auf Augenhöhe kommunizierten. Einmal nicht den Blick von Hingabe vernebelt, sondern: Sehend! Meltem hörte Kilian Bender nicht mehr zu. Sie riß das Wort an sich und spuckte und kotzte Kilian ins Gesicht, was sie in den letzten Monaten von Nelly, Damian und Andrea über ihn herausgefunden hatte. Sogar Christine hatte Rede und Antwort gestanden. Der hatte es einige Genugtuung verschafft, den Sex auf Meltems Couch in allen Einzelheiten zu schildern, denn Kilian hatte sich damals trotz all ihrer Bemühungen nicht zu einem weiteren Rendezvous überreden lassen. Es war entsetzlich gewesen dabei zuzuhören. Mit jeder neuen Information, die Meltem bekommen hatte, hatte sich das Bild, das sie von ihrer Partnerschaft gehabt hatte, in ein schreckliches Zerrbild verwandelt.

In sehnsüchtigen Nächten war es ihr gelegentlich noch gelungen, all die Beteuerungen und Liebesschwüre Kilians aufleben zu lassen. Dann hatte sie ihr Handy hervorgeholt und all die verführerischen, lustigen, romantischen, leidenschaftlichen Botschaften, die er ihr im Laufe der Jahre geschickt hatte, gelesen. Sie hatte das Kätzchen aufgenommen, das er am liebsten gehabt hatte, und liebkost es, als wäre es Kilian selbst. So lange, bis sich das Tier aus Meltems Griff befreite, weil es die salzigen Tränen nicht mochte, die auf sein Fell tropften, wie flüssige Trauer. Alleine zurückgelassen kam dann wieder die Ernüchterung und mit ihr die Schwere des Schmerzes über all den Verrat. Die Monate vergingen und allmählich wurden die Phasen, in denen sie die Realität annehmen konnte länger. Ihr Leben geriet durch Kilians regelmäßig eintreffende Briefe aus der Haftanstalt nicht mehr aus den Bahnen. Die kleinen, großen, dicken, dünnen gelegentlich farbigen Postsendungen landeten ungelesen im Feuer des Kachelofens oder im Schlund der Toilette. Meltem meinte zu wissen, was darin stand. Ihrer Meinung nach handelte es sich um mehr oder weniger raffiniert verfasste Versuche, sie dazu zu überreden ihn mit ihrer Aussage zu entlasten. Ihre Entscheidung das nicht zu tun stand fest. Sie war nicht aus Rache, sondern aus Selbstschutz erfolgt. Solange Kilian im Gefängnis war, würde sie ihm nicht wieder erliegen können.

Anmerkung von Ina_Riehl:

Schulterschluss Schwestern!!! Mit diesem Soundtrack:
https://www.youtube.com/watch?v=Q_oFL_b719g


Kapitel 49_Anessa starb friedlichInhaltsverzeichnisKapitel 51_Tolga und Barish...
Ina_Riehl
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Kilian Bender verschönert die Welt.
Veröffentlicht am 11.05.2018, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.05.2018). Textlänge: 622 Wörter; dieser Text wurde bereits 98 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
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Kilian Bender verschönert die Welt Letztes Kapitel_Und so ging es weiter... Kapitel 48_Bang! Kapitel 45_Es duftete schwül... Kapitel 44_In den Tagen vor dem vereinbarten Date... Kapitel 43_Anessa betrachtete das Tatoo genau... Kapitel 42_Gegen Abend kehrten Meltems Söhne ins Haus zurück... Kapitel 41_Die Sonne strahlte... Kapitel 40_"Hey!Hey, was ist los?" ... Kapitel 39_"Scheurich, Stefan, Scheurich, Guten Tag"... Kapitel 38_Später sollte sie sich fragen... Kapitel 36_Nesrin weinte wieder einmal... Kapitel 37_Meltem war aufgeregt... Kapitel 35_40 Jahre lang... Kapitel 33_Sie musste sich regelrecht aufraffen...
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