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FreiFlug reiner Essenz

Innerer Monolog zum Thema Schreiben


von Nismion

Es ist die Möglichkeit zur Allmöglichkeit, die uns hemmt. Die Angst vor dem Aufprall, die uns gar nicht erst fliegen lässt. Die dargebotene Verletzlichkeit, die verhindert, dass wir unsere Masken abziehen und nur einmal, für einen einzigen Moment uns der Welt präsentieren, wie wir nun wirklich sind. Mit allen Macken, allen Fehlern und ebenso ohne Filter.
Denn das Selbst, der Kern des Menschen, vielleicht auch die Seele, hat die Fähigkeit zu leuchten. Jedes Wort mit einem Zauber zu erfüllen, der ein Licht weiterträgt unter die ganzen Inseln an Persönlichkeiten. Verbunden, sicher auf irgendeine Weise. Mal hier, mal dort. Aber doch nur, macht jeder sein ding. Ist gefangen im Blickwinkel auf die Dinge, die ihm seine Persönlichkeit vorgibt.

So umschließt ein Meer aus Einsamkeit diese Inseln. Sie aber, nehmen es gar nicht wahr. Sie kommunizieren und tun es doch nicht. Leichtfertig etwas hingehaucht in das seichte Wasser der Oberflächlichkeit. Und sogleich fühlen sie sich bestätigt. Sie blicken nicht in eigene Tiefe und ebenso nur nicht, über den Rand der naturgegebenen Grenze. Sie sind Inseln, verdammt dazu auf immer an einem Ort zu verweilen. Und in Wahrheit da wollen sie es auch nicht anders. Ihnen fehlt der Funke, der das Feuer der Veränderung entzünden könnte.

Den Worten obliegt eine Macht. Sie können Träger von etwas sein oder selber der Funke, der das Dynamit entzündet. Drum übt man sich in der Kunst der leichtesten Poesie, als auch der folgenschweren, eiskalten Wahrheit. Zeilen voll Tiefsinnigkeit, die hinab gehen an den Grund der Seele. Als auch ebenso nur der Flug an den Zenit des Geistes.

Nein, nicht jeder. Aber die, die erkennen welche Freiheit das Wort ermöglicht. Für Sekunden darf man erschaffen. Sich selber. ein Gefühl, ein Traum, vielleicht auch eine Hoffnung für Viele. Der Mythos Freiheit, hier darf man ihn leben, sofern man bereit ist, die Möglichkeit zu ergreifen.

Aber was nur tut man damit?

Formt man Geschichten, um den Lesenden in Welten zu entführen von denen er selber nicht einmal geträumt hatte? Oder schenkt man ihm wiederum die Erkenntnis über die Natur der Dinge? Wohlwissend, immer so präsentiert, wie es der  eigene Kenntnisstand zulässt. Dies wiederum setzt voraus, dass das Gegenüber für die Erkenntnis bereit ist. Sich am gleichen Punkt befindet. Das nur, ist aber ein Ding der puren Seltenheit.

So erschafft man im Grunde doch nur sich selbst. Ein Abbild des momentanen Gefühles, Wissens, reine Gedanken und friert sie fest im Fluss der Zeit, auf dass sie von nun an ewig präsent sind.

Unsere Fantasie ist grenzenlos. einzig der Verstand versucht uns in erlernten Bahnen gefangen zu halten. Wissen wir dies, so können wir entgegenwirken. Die wahre Macht ergreifen und nicht nur den Text erschaffen, sondern ebenso auch einen selber. Wir präsentieren uns nicht (und doch tut man es immer) sondern formen unsere Möglichkeiten des Freifluges einer Kreativität um. Eine Idee, mehr braucht es nicht, um den Verstand zu entzünden. Und so malen wir zuerst im Traum eine Variable, die wir dann auf Papier bannen. Ein Schnappschuss einer variablen Zukunft, die für uns möglich werden kann. Aber dafür müssen wir über unseren eigenen Tellerrand schauen. Uns gefangen nehmen lassen vom Urknall einer Schöpfung, dessen reine Essenz in uns beherbergt sein mag.

In diesem Moment des Schaffens, werden wir selber ein Teil von ihm. Während die Idee geboren wird, erfüllt sie uns schon ganz und gar. Und in Fertigstellung dann lebt sie in uns, durch uns fort. Es eröffnen sich Blickwinkel, Möglichkeiten, vorher nicht einmal erahnbar. Und wir alleine sind das Feuer der Veränderung, das nun auch Andere entzünden kann.

Wir sind verdammt in die Grenzen unseres Geistes, gekettet an die Brandung der Gefühle und begrenzt im Fluss der Zeit. Und doch können wir die eigene Unendlichkeit entdecken. Sofern man es wünscht, sofern man bereit ist, die eigenen flügel auszubreiten und den Himmel der Allmöglichkeit erkunden will.

Anmerkung von Nismion:

Dies ist der erste aktuelle Text hier auf KV. Ich habe ihn gerade geschrieben, in Gedanken, in Theorie, im Fluss der Kreativität.


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