Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Trainee (15.01.), Kepler186f (15.01.), Sandkastenkind (14.01.), Paulila (12.01.), worteaussalz (12.01.), cthulhus_hairdresser (11.01.), Lenara (09.01.), Hermann (03.01.), Stimulus (03.01.), Belgerog (03.01.), MinPati (03.01.), Jo-W. (30.12.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 761 Autoren und 122 Lesern. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.
Genre des Tages, 17.01.2019:
Novelle
Die Gattungsabgrenzung der Novelle ist auf Grund der Vielfalt differenzierter, häufig unterschiedlicher Vorstellungen... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  24 von Skala (24.12.16)
Recht lang:  Carl Monhaupt (2007) von autoralexanderschwarz (31260 Worte)
Wenig kommentiert:  VIII von Lala (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Die Umkehr von Bluebird (nur 255 Aufrufe)
alle Novellen
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Lyriker gegen den Krieg
von Symphonie
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich niemanden beleidige." (Schwarzlicht)

Zwischenbild

Kurzgeschichte


von Hilde

.
Beginnen die Tage im Juni unter Wolken, sprechen die Vögel anders am Morgen. Verhaltener. Als unterhielten sie sich über die Zeit, in der Schnee lag, und Eis war, vor dem sie tausende Kilometer entfernt in eine andere Heimat fanden.
Immer wechseln sie Heimat. Nie höre ich sie klagen.
Ende Februar, zu den Geburtstagen von Mutter, die frühmorgendlich am Küchentisch saß, und eine Hand vor ihre Augen hielt, um den Stimmen zu lauschen, kehren die ersten zurück zu uns.
Ich setzte mich zu ihr, und ich tat wie sie, bis es lebendig wurde im Haus, Füße tappten, Türen gingen.

Vor einigen Jahren wollte kein Frühling kommen. Noch Ende April zog Eiswind. Nichts wollte grün werden. Die Februarvögel waren auch im April noch nicht zurückgekehrt. Und ich stand am Fenster, und ich ging die Wege, und würde es nie wieder grün werden, und würden sie nie wieder zurückkehren, so würde ich langsam sterben.



.

 
 

Kommentare zu diesem Text


sandfarben
Kommentar von sandfarben (13.06.2018)
Traurigschön!
diesen Kommentar melden
Hilde meinte dazu am 14.06.2018:
Wie das Leben.
Danke, Christa!
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (13.06.2018)
Diese lyrische Kurzgeschichte ist durch Lyrismen von der traditionellen Kurzgeschichte weit entfernt. Sie liegt zwischen Lyrik und Erzählung und füllt eine Lücke unter den Textsorten.
Liebe Grüße
Ekki

Kommentar geändert am 13.06.2018 um 16:45 Uhr
diesen Kommentar melden
Hilde antwortete darauf am 14.06.2018:
Dass sie eine andere Kurzgeschichte ist, Ekki, das wusste ich.
Aber weshalb genau sie eine andere Art der Kurzgeschichte ist, das weiß ich jetzt durch dich.
Danke dafür!
Liebe Grüße
Hilde
diese Antwort melden
Kommentar von MichaelBerger (13.06.2018)
Wie ein Haiku in Zeitlupe.
diesen Kommentar melden
Hilde schrieb daraufhin am 14.06.2018:
Also als Gegenstück zum Daumenkino zu betrachten, Michael? )

Weißt du, wie ich gelacht habe, als ich deinen kommentierenden Blick las? Einfach toll! Danke!
diese Antwort melden
wa Bash
Kommentar von wa Bash (13.06.2018)
schöne Prosaminiatur, in einem schönen Ausdruck geschrieben...
diesen Kommentar melden
Hilde äußerte darauf am 14.06.2018:
Das freut mich, wenn es so bei dir angekommen ist, wa Bash.
Liebe Grüße, und danke fürs Sagen,
Hilde
diese Antwort melden
Kommentar von Sweet_Intuition (34) (16.06.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
Hilde ergänzte dazu am 17.06.2018:
Liebe Stefanie,

ich finde es so schön, wenn um ein Gedicht herum die Bilder und Gedanken der Lesenden gelegt werden. Ich danke dir für deine Interpretation sehr!
Es hat diese Begebenheiten mit Mutter und Tochter wirklich gegeben, wodurch der Sinn der Tochter für die Natur noch einmal tiefer geprägt wurde.
Sehr viele Jahre später gab es wirklich diesen im Bild beschriebenen April, ich glaube, es war der April 2012 oder 2013, in dem der Frühling mit seinen Stimmen und Bildern nicht anfangen wollte zu leben. Die Möglichkeit, dass es nie wieder Frühling werden könne, löste diese unendliche Leere aus, diese Angst in der nicht mehr erwachenden Natur des Frühlings langsam zu sterben als ein Teil der Natur. Was sicher mit der Wahrnehmung der sich verändernden Naturgeschehen durch Menscheneinfluss zu tun hat.
Ich nehme an, dass du das vorherige Bild der Intensität zwischen Mutter und Kind gesehen hast, den inzwischen leeren Küchentisch -.das verschwundene Bild - den Tod, der sich im zweiten Absatz weiterspiegelt.
Dieses wäre nun meine Interpretation deiner Interpretation.

Liebe Grüße, und danke!
Hilde
diese Antwort melden
Sweet_Intuition (34) meinte dazu am 17.06.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden

Hilde
Zur Autorenseite
Veröffentlicht am 13.06.2018, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 13.06.2018). Dieser Text wurde bereits 208 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.01.2019.
Lieblingstext von:
EkkehartMittelberg, franky.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über Hilde
Mehr von Hilde
Mail an Hilde
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 1 neue Kurzgeschichten von Hilde:
'Ich habe eine Wassermelone getragen'
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2019 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2019 keinVerlag.de