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Eirene

Kurzprosa


von wa Bash

Wir hatten schon immer Geheimnisse. Wohlbehütet liegen sie auf dem Grund unserer Seele und warten darauf: wie eine Kiste oder leicht schaukelnde Flasche im Wasser geborgen zu werden…

Eirene war plötzlich verschwunden und das Wetter spielte  verrückt. Die ganze Vorstellung der Klasse 12b schien somit ins Wasser zu fallen. Sie, die Hauptdarstellerin, spielte den wichtigsten Part. Einer Nymphe gleich erschien sie auf dem Gipfel des Berges Eden in einem weißdurchsichtigen Kleid, um den Frühling zu begrüßen. Sonne sollte es geben und aufblühende Blüten satt. Stattdessen war mehr Sturm und Regen angesagt. Ihre Schwester Eunomia, sehr ordnungsliebend und mit Sinn für Kultur, sah dies alles mit Entsetzen. Ihre Bühneneinrichtung glänzte nass in den Wirren und drohte davonzufliegen. Nur ihr Bruder Polemos betrachtete das Ganze feixend. Er spielte wie immer Krieg auf dem Computer und ballerte seine Gegner scharenweise ab. Ansteckend wirkte dies nur auf jene, die keine Lust auf diese schnulzentriefende Kultur hatten. Zocken, war sein Credo und verführte Diejenigen, die womöglich noch ein Rest Interesse für die Ach so langweilige Aufführung zeigten. Dabei mochten viele seiner Clique Eirene und einige vermutlich mehr als das, aber Polemos hatte die seltsame Eigenschaft alles tot zu reden, was seine Schwestern betraf. Er hasste Eunomia, wenn sie ihn ständig zur Ordnung ermahnte, nur weil sein Zimmer wie ein Schlachtfeld aussah und er betrachtete Dike als Nörglerin, die ständig darum bemüht war es allen recht zu machen. Sie besaß, seiner Meinung nach, die seltsame Eigenschaft alle Tatsachen zu verdrehen, fand sie aber ganz süß, wenn sie ihn vor den Eltern verteidigte. Nicht einmal das Ritalin hilft, dachten die. Polemos hingegen verhökerte eine Pille für 10 Euro auf dem Schulhof. Und überhaupt besitzt er das seltsame Talent, alles zu verkaufen, was irgendwie Geld einbringt und sei es noch so schrottreif. Dies versetzt ihn in die Lage sich für wenig Kleingeld die Gunst seiner Mitschüler zu ergaunern. Polemos pflegte so sich Schweigen oder Reden zu erkaufen. Aber Bitteschön immer seiner Wahrheit entsprechend. All dies machte es seinen Eltern nicht leicht. So auch heute.

Eirene war verschwunden. Als man ihn fragte, wo sie sei, schüttelte er nur stillschweigend mit dem Kopf. Die blöde Kuh, dachte er, will nur mit ihrem schönen Mund und perfekten Körper alle Leute becircen. Allein Eirene besaß die Eigenschaft ihn zu besänftigen, was ihn schon bei dem Gedanken noch aggressiver machte. Er krallte sich in der Computermaus fest und tackerte wild auf der Tastatur herum. Keiner ahnte, dass er sie einfach in der Maske eingesperrt hatte, nur um ihre Aufführung zu boykottieren. Ahnen konnte er jedoch nicht, dass ihn der Hausmeister dabei sah. Jetzt in all dem Chaos ging diesem ein Licht auf und er verhalf der wartenden Eirene aus ihrem Verschluss. Der Himmel brach den Regen auf und die ersten Sonnenstrahlen spielten kleine Farbspiele.

Das Schauspiel konnte beginnen und die Zuschauer versanken in Stille.

Anmerkung von wa Bash:

Diese KG wurde frei nach:  Aristophanes, Der Frieden geschrieben und ist eine Komödie, siehe  hier. Ich frage mich, ob mir der Schluss wirklich gelungen ist und ob ich nicht hätte mehr Figuren mit einbinden sollen, so dass ich noch näher an das Original komme. Zumindest was den Rahmen angeht. Vllt könnte mir dahingehend jemand seine Meinung sagen, würde mich freuen.


 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (19.06.2018)
Mehr Figuren würden den Text -nach meiner Meinung- unübersichtlicher machen. LG
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wa Bash meinte dazu am 19.06.2018:
möglicherweise hast du Recht und inhaltlich ist es ja eher doch sehr weit vom Original entfernt, dort ist es ja der Weinbauer Trygaios der eher eine Hauptrolle im Stück hat, hier eben nur repräsentiert durch den Hausmeister, aber wie gesagt, vllt würden weitere Charakterstudien nur eher zu einer künstl. Verlängerung des Textes führen, danke dir für deine Meinung...
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (19.06.2018)
Auf keinen Fall mehr Figuren. Dass der Frieden dem Zufall geschuldet ist, empfinde ich als tragikomisch.
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wa Bash antwortete darauf am 19.06.2018:
stimmt eigentlich auch wieder, vllt ist es gerade so auf den Punkt gebracht, danke dir für deine Meinung...

PS: obwohl, so zufällig ist das Ganze auch nicht, der Hausmeister sah ja etwas, konnte es zunächst aber nicht richtig einordnen, also es ist wahrsch. so ein Zwischending...aber, da gebe ich dir Recht, ein Täter wird sehr oft überführt und manchmal nur durch einen kleinen Zufall

Antwort geändert am 19.06.2018 um 19:03 Uhr
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (19.06.2018)
wa Bash wartet mit Prosa auf. Selten aber recht gelungen, wie ich finde. Beim Genre hab ich auch noch so meine Zweifel, ob es nicht eher eine Tragigkomödie oder gar ein Drama sein könnte. ;-)
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wa Bash schrieb daraufhin am 19.06.2018:
jau, ab und zu haue ich dann doch mal länger in die Tasten, stimmt KGs kommen eher seltener vor und meist schreibe ich nur dann, wenn ich ein Thema habe. gut es kommt inhaltlich einer Tragikomödie sehr nahe, da sich ja am Ende das gute Ende durchringt und die Figuren sind auch nicht durchgängig komisch überspitzt oder so. aber das ganze kann man eeh nur auf den Inhalt beziehen, da formal zu wenig Dialoge stattfinden und eine Einteilung in Akte oder Szenen auch nicht stattfindet, man könnte daraus vllt. einen Ausschnitt machen, vllt.
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Hilde
Kommentar von Hilde (19.06.2018)
Ich finde die Umsetzung durch deine Sprache in Jetzt-Zeit gut gelungen, wa Bash.
" darauf: wie " - hier brauche ich nun keine Spannung, keinen Doppelpunkt, eher ließ er mich dort zu lange verweilen, stocken.

Was gefällt dir nicht an dem Schluss? Für mich scheint er passend -.
Mehr Figuren einzubringen in diesem kurzen Stück hätte verwirrend sein können, denke ich.

Die Idee der Wiederaufnahme bzw. der Umsetzung finde ich interessant :-)

lG
Hilde

Kommentar geändert am 19.06.2018 um 15:12 Uhr
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wa Bash äußerte darauf am 19.06.2018:
wie oben weiter aufgeführt, war ich mir nicht sicher, da ich auf einige Figurenkaum, bis gar nicht eingegangen bin, aber vllt hätte es den Text eeh nur künstlich verlängert. bei dem Schluss war ich mir nicht sicher, da es doch auf einmal sehr abrupt und schnell geht, aber ich kann mich auch täuschen, danke dir für deine Meinung.
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (19.06.2018)
Du arbeitest in dem Text mit wunderbaren Bildern, wenn auch auf eine andere Art, als wir es von dir kennen. Der Schluss ist gelungen und was mir noch zur Geschichte einfällt : Es sind die Zeiten die sich ändern und nicht die Menschen .
Liebe Grüße
Kerstin
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wa Bash ergänzte dazu am 19.06.2018:
stimmt, man kann davon ausgehen, dass sich Zeiten zwar ändern, aber im Grunde alles nur einen neuen Anstrich bzw. einen neuen Umhang bekommt, freut mich das dir die Bilder gefallen.
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Kommentar von matwildast (37) (19.06.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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wa Bash meinte dazu am 19.06.2018:
vielen Dank für deine Meinung, das freut mich sehr. vllt lag meine Hauptangst darin, durch die Veränderung des Inhaltes, dessen Hauptaussage zu untergraben, die ja immer noch der Erhalt des Friedens, ob im Großen oder im Kleinen, sein sollte.
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wa Bash
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Veröffentlicht am 19.06.2018, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 19.06.2018). Dieser Text wurde bereits 107 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.12.2018.
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