Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
FliegendeWorte (04.07.), Buchstabensalat (04.07.), Lir (04.07.), Schneewittchen (02.07.), Mondscheinsonate (02.07.), hanswerner (30.06.), Gehirnmaschine (29.06.), Jedermann (29.06.), Entscheidungsrausch (26.06.), Unhaltbar87 (14.06.), HerrNadler (10.06.), Franko (06.06.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 614 Autoren* und 69 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.004 Mitglieder und 436.620 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 05.07.2020:
Lebensweisheit
Ziemlich neu:  Weisheit Nr. 893 von AlexxT (30.06.20)
Recht lang:  Versetzt nach Klasse Drei von tastifix (1456 Worte)
Wenig kommentiert:  Ich, nicht so wie du von elvis1951 (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Von Katzen, Spiegeln und Leitern von derNeumann (nur 15 Aufrufe)
alle Lebensweisheiten
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Danke Mutter Natur
von kata
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil hoffentlich jeder neue Schreiber mit offenen Armen empfangen wird." (duluoz)
InhaltsverzeichnisZwei - der zweite Teil

Zwei - der erste Teil

Erzählung zum Thema Winter


von TrekanBelluvitsh

„Sat on our throne
On the top of the mountain
In the nightside of the world
Under an crown of stone
We the doomed
To our boulders we are chained
...“





Der alte Fallensteller stapfte durch den kniehohen Schnee. Die Anstrengung war mörderisch. Der scharfer Wind heulte in seinen Ohren. Dabei hatte er die Kapuze seines Fellmantels fest um den Kopf gezurrt. Er hatte sie tief in die Stirn gezogen und den ausgefransten Schal bis über die Nase gezogen. Außer dem schmalen Streifen um seine Augen setzte er nicht ein bisschen Haut den Naturgewalten aus. Feine Schneekristalle trafen ihn nur dort, stachen dennoch wie Nadeln in seine Haut. Das musste er aushalten. Es schneite nicht mehr. Aber die Böen wirbelten immer wieder die oberste Schicht des Schnees auf. Der Wind kam von überall. Der Schnee kam von überall. Am liebsten hätte er laut vor sich hin geflucht. Er war jedoch kein Neuling und wusste, dass ihn das nur unnötig Kraft kosten würde. Und er brauchte jede Reserve, die er in seinem Körper finden konnte.

Seit zwei Stunden war er bereits unterwegs. Eigentlich machte ihm so etwas nichts aus. Der Fallensteller lebte schon lange allein in den Bergen. Er war die Anstrengungen gewohnt, kannte die Landschaft, kannte sich. Er wusste, was möglich war und was nicht. Dann waren seine Schneeschuhe jedoch zerbrochen, beide, kurz hintereinander. So wurde der einfache Kontrollgang zu einem Überlebenskampf. Gut ein Dutzend Fallen hatte er ausgelegt. Die einzige Frage war, welche ihre Aufgabe erfüllt hatte. Vier hatte er bereits kontrolliert. Leer hatte er sie vorgefunden. Das war nicht erstaunlich. Meistens waren sie leer. In einer von allen fand er allerdings regelmäßig etwas. Diese Mal bestand eine gute Chance, dass mehrere Fallen zugeschnappt hatten, denn der starke Schneefall der letzten Zeit hatten ihn in seiner Hütte festgehalten. Das war kein Problem, passierte immer wieder. Drei Wochen Schneefall waren allerdings selbst hier eine Seltenheit. Es würde ein harter Winter werden, so viel stand fest. Und seine Vorräte gingen zur Neige. Kurz vor Weihnachten würde er sich in das nächste Dorf aufmachen und die Feiertage dort verbringen. Doch bis dahin brauchte er Nachschub. Er brauchte Fleisch. Selbst wenn er nichts tat, zehrte die Kälte an seinen Kräften. Der Schuppen hinter seiner Hütte – er hatte einen tiefen Graben um ihn gezogen, um Raubtiere abzuhalten, die auf leichte Beute hofften und selbst der Schnee hatte ihn nicht gänzlich zu füllen vermocht, weshalb er seinen Zweck auch zu dieser Jahreszeit trefflich erfüllte - war bedrohlich leer. Zum Glück hatte es aufgehört zu schneien.

Also hatte der Fallensteller sich auf den Weg gemacht. Vier leere Fallen und zwei gebrochene Schneeschuhe später war er nun auf dem Weg zu einer kleinen Lichtung. Ein großer Findling lag dort, halb in der Erde versunken. Jetzt würde man nicht mehr viel von im sehen. Von Falle Nummer fünf auch nicht. Ohne Zweifel hatte der Schnee sie unter sich begraben. Allerdings hatten die Tiere, auf die er es abgesehen hatte, eine feine Nase. Sie würden den Köder riechen, selbst durch die weißen Schichten hindurch. Das war nicht das Problem. Ohne seine Schneeschuhe kam der Fallensteller nur schwer voran. Das war nicht das Problem. Er wankte hin und her, so dass ihm sein Gewehr immer wieder von der Schulter rutschte. Das war nicht das Problem. Er hatte genug Erfahrung und konnte gut einschätzen, wie viel Kraft ihm noch verblieb. Das war ein Problem. Denn wollte er noch heil nach Hause kommen, würde er nur noch eine Falle kontrollieren können. Nur noch eine. Unter der Kapuze runzelte er die Stirn. Falle Nummer fünf musste zugeschnappt haben. Sonst würde es eng für ihn werden.



- Fortsetzung folgt -

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (29.06.2018)
Bis jetzt ist so viel klar: Der alte Fallensteller kämpft unter besonders schwierigen klimatischen Bedingungen um seine Existenz einen Überlebenskampf. Wie schwer dieser Kampf sein muss, ist daraus zu entnehmen, dass er nur noch eine fünfte von gut einem Dutzend Fallen zu kontrollieren vermag.
Bei solchen Erzählungen, die auf Handlungsspannung aufgebaut sind, besteht die stilistische Meisterschaft darin, die Spannungserreger so zu dosieren, dass sie nicht zu pathetisch wirken. Dies ist in dem ersten Teil gelungen.
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.06.2018:
Danke. Es sollte auch nicht pathetisch sein. Denn das Beschriebene ist ja - im wahrsten Sinne des Wortes - existentialistisch.

Hoffe du bleibst die (voraussichtlich) 5-7 Teile lang am Ball.
diese Antwort melden
AZU20 antwortete darauf am 30.06.2018:
Ekki trifft den Kern. Bleibe auch am Ball. LG
diese Antwort melden
TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 30.06.2018:
Wer bin ich, dass ich Ekki und dir widerspreche.
;)
diese Antwort melden
TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (30.06.2018)
Nun, hier zu erwähnen dass du Spannung zu erzeugen weist, hieße irgendwelche Vögel nach Piräus tragen
Dass du aber bei dieser Schweinehitze eine bitterkalte Wintergeschichte erzählst, ist ein wirklich raffinierter und gelungener Weiterleseanfütterungstrick!
TT
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 30.06.2018:
Ich habe nichts gegen  Eulen.
;)

Also ist dieser Text antizyklische Literatur.


Und ich bin ein Neodekonzeptualist.


Antwort geändert am 30.06.2018 um 14:17 Uhr
diese Antwort melden
Kommentar von Sabira (58) (01.07.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 01.07.2018:
Ekki hat mir empfohlen, die Erzählung in mehrerer kleinere Teile aufzuteilen. So werden es, wie oben bereits angekündigt, 5-7 Teile, alle (wahrscheinlich) zwischen 500 und 600 Worten.
diese Antwort melden

InhaltsverzeichnisZwei - der zweite Teil
TrekanBelluvitsh
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Zwei.
Veröffentlicht am 29.06.2018, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.07.2018). Textlänge: 602 Wörter; dieser Text wurde bereits 197 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.07.2020.
Lieblingstext von:
EkkehartMittelberg.
Leserwertung
· fantasievoll (1)
· spannend (1)
· stimmungsvoll (1)
· unterhaltsam (1)
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über TrekanBelluvitsh
Mehr von TrekanBelluvitsh
Mail an TrekanBelluvitsh
Blättern:
nächster Text
Weitere 10 neue Erzählungen von TrekanBelluvitsh:
13 - Moritz und Buch und Karl und Frau 06 - Der König 12 - & Co 08 - Am falschen Tisch 07 - Beim König und beim Kanzler 03 - Die erste Jagd 02 - Dorothea Baum 04 - Ein elender Ort 11 - Graf 10 - Schleswigsche Monatsschrift vom Mai 1752 (Auszug)
Mehr zum Thema "Winter" von TrekanBelluvitsh:
Zwei Zwei - der sechste und letzte Teil Zwei - der fünfte Teil Zwei - der vierte Teil Zwei - der dritte Teil Zwei - der zweite Teil
Was schreiben andere zum Thema "Winter"?
Schneewalzer (Ralf_Renkking) Verregneter Winter (hei43) Bis Bald (albrext) es wird (Jo-W.) GS214 Da! Schafe! (kaltric) Morgen (Lluviagata) herr winter ist in eisherstellung meister... (harzgebirgler) Bis bald (Lluviagata) Eisige Zeit (hei43) schneealbtraum im alpenraum (harzgebirgler) und 210 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de