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Erzählung zum Thema Winter


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah:
Ein Fallensteller stapft durch den Schnee. Seine Schneeschuhe sind zerbrochen. Und wenn er nicht in der Kälte erfrieren will, hat er nur noch Kraft und Zeit, eine Falle zu kontrollieren um die benötigte Beute zu bekommen. Schließlich erreicht er diese.




Eigentlich war er ein erfahrener und harter Mann. Nichts brachte ihn so schnell aus der Fassung und überraschen konnte ihn auch niemand, hatte er doch schon alles gesehen. Als er jedoch den aufgeworfenen Schnee erspähte, durchfuhr ihn eine warme Woge. Seine Augen fixierten den kleinen Haufen dicht bei dem Findling. Der Fallensteller grunzte, war mehr als nur zufrieden und es kostete ihn alle Beherrschung, nicht schneller durch den Schnee zu pflügen. Stattdessen wurde er langsamer. Er lächelte unter seinem ausgefransten Schal. Eine Hoffnung wurde zur Ahnung und, als er bei der Falle angekommen war, zur labenden Erkenntnis. Ein Rehbock lag tot vor ihm in dem kleinen Schneeloch. Das Tier war noch nicht ganz ausgewachsen. Genug Fleisch hatte es auf den Rippen, trotz der Jahreszeit. Seine feine Nase hatte den Köder erschnuppert, das Fangeisen jedoch nicht erahnt. Ohne Probleme würde das Tier den Fallensteller ernähren. Zumindest bis der sich zwei neue Schneeschuhe gefertigt hatte und alle Fallen kontrollieren konnte, ganz gleich wie kalt es war. Er war mit sich zufrieden. Seit er allein in der Wildnis lebte, kannte er keinen Hunger mehr. Früher hatte er sich als Schuster, Schauermann, Wagenknecht, Bauer, Soldat, Nachtwächter, Leichtmatrose, Köhler oder Kaplan versucht. Zum Leben hatte es zumeist nur mit Ach und Krach gereicht. Aber wer die Natur lesen konnte, zuhörte, lernte und sich nicht überschätzte, den ließ sie am Leben. Es war nicht das schlechteste Leben, so ohne Knecht- und Herrschaft.

Die Geräusche in der Wildnis sind vielfach und der alte Fallensteller kannte sie genau. Da war der Wind, dieser unstete Geselle. Mal war er stark, kaum zu bändigen. Dann gab er sich wieder als lustiger Kamerad, dem nach einem Spielchen zumute war. Er schlief nur selten. Alles und jeden, den er streifte, versetzte er in Schwingungen: Bäume, Sträucher, oder – jetzt im Winter – den Schnee. Da gab es viel zu hören. Das Unterholz war ständig in Bewegung. Tiere – groß und winzig klein – waren in ihm zuhause. Bäume standen nur selten einfach da. Sie waren standhaft und gleichzeitig voller Spannung. Nicht selten warfen sie einen unnütz gewordenen Ast ab. Menschen fürchteten an solchen Orten die großen Raubtiere. Dabei war es viel wahrscheinlicher, dass einem in einem Wald eben ein solcher Ast auf den Kopf fiel. Schnell war man da tot. Das Gras war eigentlich still, doch eine Land mit Bewuchs hörte sich ganz anders an, als eine Brache. Ganz zu schweigen von den unzähligen Tieren, die sangen, röhrten, klopften, pickten, buddelten, schrien, brummten, grunzten oder schmatzten. All das ergab eine einzigartige Symphonie.

Nicht ein Landstrich klang wie der andere. Die Musik der Gegend, wo er sich niedergelassen hatte, kannte der Fallensteller genau, zu jeder Jahreszeit. Darum hob er auch sofort den Kopf. Ein helles Klacken drang an seine Ohren, durch die Kapuze hindurch. Er drehte den Kopf. Das Geräusch ging weiter, endete jedoch abrupt. Als habe jemand  es verschlungen. Keine Frage, das war ein Steinschlag gewesen, drüben, durch den Wald hindurch am Felsenhang. Der Schnee hatte die Steine an seinem Fuße geschluckt. Darum verstummte es so plötzlich. Es war jedoch seltsam. Viele Steine konnten es nicht gewesen sein, die sich gelöst hatten. Aber eigentlich waren es zu viele gewesen. Steine, die ins Rollen kamen, nahmen andere mit sich. Entweder hatten sie die Kraft dazu, oder nicht. Es gab nur diese zwei Möglichkeiten: viele oder wenige, zumeist gar nur einer. Aber das…



- Fortsetzung folgt -

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (01.07.2018)
Hallo Trekan, sehr schön, wie du dem Leser über den lauschenden Fallensteller die Natur als Klangerlebnis nahe bringst.
Was hat der Steinschlag zu bedeuten, der den Fallensteller so beschäftigt? Ich vermute, dass ein anderer Trapper, ein lebensbedrohender Konkurrent, in die Einsamkeit vorgedrungen ist.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 01.07.2018:
Die meisten von uns sind halt das Dauerrauschen des Stadt, bzw. das Dauerrauschen, verursacht durch unsere Mitmenschen, gewöhnt. Da fand ich so eine Beschreibung angebracht.

Na ja, und es gehört zu Dramaturgie, keine Frage. Außerdem werden wir sehen, ob ich dich überraschen kann oder nicht.
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Kommentar von Sabira (58) (01.07.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 02.07.2018:
Aber nicht bis zum nächsten Teil! Dann kannst du den nämlich gar nicht mehr lesen. ;)
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (02.07.2018)
Interessanter Gedanke, jede Landschaft hat einen eigenen Klang.
Dem modernen Zeitgenossen ist die Wahrnehmung dafür in der Alltagshetze verloren gegangen!
TT
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 02.07.2018:
Da werden wir halt Opfer unseres (genetisch vorgegebenen) Pragmatismus. Klang und Geräusche spielen für den modernen Menschen heute im Alltag keine Rolle mehr - es sei denn, er/sie kann sich darüber beschweren! (Letzteres würde wohl nur ein Misanthrop schreiben...)
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