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Bis der neue Tag anbricht

Brief zum Thema Mensch (-sein, -heit)


von TrekanBelluvitsh

"Die Tage sind grau an diesem Ort, diesem selbstgebauten, wenn auch nicht gewollten Gefängnis. Die Nächte sind ein Silberstreif, weil das Leben da draußen dann ruht und ich mir kurz vormachen kann, dass es den anderen nicht besser geht. Doch der nächste Morgen kommt bestimmt. So gehen mir viele Dinge durch den Kopf. Sehr oft versuche ich dann den Wert menschlicher Beziehungen zu ergründen. Natürlich ist mir klar, dass es von Vorteil ist, das man nicht jeden Tag, an seinem Arbeitsplatz z.B., nicht neue Leute vorfindet. Ganz gleich ob man Müllmann, Lehrer, Arzt, oder der Pate einer Mafiafamilie ist. Aber sind das Beziehungen? Kennen wir diese Leute nicht nur soweit, dass der Alltag leichter von der Hand geht? Ist nicht genau dieses gewollt? Die menschliche Beziehung spielt da keine Rolle. Sie ist höchstens ein Kollateralschaden der Arbeit, der Aufgabe, der Berufung, der man sich gemeinsam verpflichtet fühlt. Man kann unter vielen Menschen sein und ist doch allein. Man ist unter vielen Menschen und ist doch allein.

Aber kann man einen Menschen wirklich kennen? Ist das überhaupt wünschenswert? Arbeiten wir alle nicht ständig an Techniken und Taktiken, um unser Innerstes zu schützen? Wenn dem so ist, können wir uns gar nicht kennen. Ja, mehr noch: Wir wollen uns gar nicht kennen. Bei allem, was wir tun, um Beziehungen aufzubauen, verhalten wir uns wie Agenten, wollen über den anderen nur mehr wissen, um unsere eigene Verteidigung zu verbessern, den neuen Situationen anzupassen. Wir können darüber hinwegsehen, weil Beziehungen uns das geben, was wir suchen: Sicherheit, Geborgenheit, Glaube, Geld, Sex… Doch alles was uns so verbindet, ist letztlich doch nur der kleinste gemeinsame Nenner. Tief in unserem Innersten sind wir allein. Und dann teilt sich die ganze Menschheit nur in zwei Gruppen: Jene, die das wissen, und die, die das nicht tun. Die Ersteren sind die Klugen, die Letzteren die Glücklichen.

Ich schreibe dir das, weil ich annehme, dass du der Einzige bist, der das versteht. Ich weiß nicht, ob uns das näher bringt. Doch die Vorstellung, das jemand es ebenso sieht, hat für mich etwas Beruhigendes. Zumindest bist der neue Tag anbricht."

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (11.07.2018)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 11.07.2018:
Da stimme ich dir zu. Auf der anderen Seite, wenn man sich den Ton des Briefes verdeutlicht, hält der Schreiber wahrscheinlich jede Art von Glück für eine Täuschung. Damit beinhaltet der Text, was du sagst - was es nicht nebensächlich macht, das noch einmal gesondert herauszuarbeiten - wie du es mit deinem Kommentar getan hast. Allgemein hält der Protagonist wohl nicht viel von der Suche nach dem Glück und den Menschen, die sich dem verschrieben haben. Und wenn es nur ist, weil er - zumindest früher - zu ihnen gehörte.
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AZU20
Kommentar von AZU20 (11.07.2018)
Ein interessanter Text, aber ich würde ihm aus eigener Erfahrung nicht so ohne weiteres zustimmen. Nur Agenten? Wollen wir wirklich nicht? Sicher, tief in unserem Inneren sind wir wahrscheinlich wirklich eher allein. LG
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 11.07.2018:
Der Schreiber ersucht sicherlich auch darum den Sinn menschlicher Beziehungen, weil ihm diese fehlen. Es ist nicht zu leugnen, dass dieser Zustand seine Sicht bestimmt/trübt(?).
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (11.07.2018)
Ich finde den Text sehr anregend, aber ich bezweifle ihn in seiner Allgemeingültigkeit. Man kann über sich selbst die Aussage machen, dass man tief in seinem Innersten allein ist. Aber wenn wir wüssten, wie es in dem tiefsten Innersten von anderen aussieht, wären wir nicht so allein.
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 11.07.2018:
Die Antworten, die der Schreiber gibt, sind eigentlich eher Ausdruck seiner Fragestellung, denn Antworten an sich.
Ich finde den Text sehr anregend, aber ich bezweifle ihn in seiner Allgemeingültigkeit.
Über das "anregend" freue ich mich, den Zweifel an der Allgemeingültigkeit sehe ich als konstruktiven Beitrag.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (15.07.2018)
Die Verunsicherung des Einzelnen in der Gesellschaft wächst ständig. Je näher die Menschen zusammengedrängt werden (Großstadtmoloch), desto größer wird die Entfremdung.
Rückzugsgebiete gibt es nur in der Einsamkeit, wenn man sie sich leisten kann, den Anderen bleibt der Traum!
TT
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 15.07.2018:
Der Briefeschreiber hätte dir womöglich entgegnet, dass die Tatsache, dass wir Menschen in Wahrheit nur von einander getrennt existieren, keine Frage der Quantität der Individuen ist, die uns umgeben, dass auch zwei Menschen sich über einen reinen Funktionalismus hinaus nicht kennen können.

Aber das ist, wie gesagt, die Meinung des Briefeschreibers...
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TassoTuwas ergänzte dazu am 15.07.2018:
Aber wer schreibt noch Briefe?
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