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Zum Lobe von Loeb #1: Die Erfindung der Gesprächstherapie

Glosse zum Thema Buch/ Lesen


von Graeculus

Im Jahre 1912 hat der deutsch-jüdische „Schöngeist und Philanthrop“ (wie man damals sagte) James Loeb (1867-1933) in Harvard die Loeb Classical Library gegründet. Deren Ziel ist es, die Werke antiker Autoren vollständig in zweisprachigen Ausgaben zu mäßigen Preisen ans interessierte Publikum zu bringen. Sie tut es bis heute, und es sind Bücher darunter, die der Verlag seit mehr als 80 Jahren lieferbar hält.
Inzwischen sind es ca. 550 Bände, die in der LCL ediert worden sind; sie decken beinahe alles ab, was aus der griechisch-römischen Antike an Texten überliefert ist.

Das Vermögen, das er mit der väterlichen Bank, aus deren Geschäften James Loeb sich 1902 zurückzog, erworben hatte, machte ihm eine Großzügigkeit möglich, wie er sie in seinem Motto formulierte: „Vermögen ist zu erlangen, damit wir es in Fülle an Würdige austeilen.“

Als Dilettant (d.h. Liebhaber) der antiken Kultur und auch als bücherliebender Mensch habe ich den Plan, nach und nach einzelne Perlen aus dieser Buchreihe vorzustellen.


1.
Antiphon – Der erste Gesprächstherapeut

Von dem attischen Redner Antiphon (ca. 480 bis 411 v.u.Z.) berichtet Plutarch („Moralia“, Band X: Vitae decem oratorum) die Anekdote, daß er – wohl im Zusammenhang mit einem Exil – eine Zeit in Athens Nachbarstadt Korinth verbracht und sich dort seinen Lebensunterhalt auf folgende Weise verdient habe: Er eröffnete in der Nähe der Agora (was mehr ist als ein Marktplatz: ein Ort geselligen Zusammenseins von Bürgern) eine Bude, an die er die Aufschrift anbrachte: „Ich heile die Traurigen durch Reden.“
Die zu ihm kamen, horchte Antiphon aus, wo sie der Schuh drückte. Dann improvisierte er eine Rede, um sie von ihrem Kummer zu befreien.

Ich stelle mir das so vor: Du hast bei Wahlen ein Amt nicht bekommen? Wie unverständig sind doch Wähler! Und die Ämter sind nur mit lauter Ärger verbunden! – Dir ist ein Schiff mitsamt seiner Ladung im Sturm untergegangen, und nun steckst du in finanziellen Kalamitäten? Das Glück liegt nicht im Reichtum, nicht im Geld – und nun bezahle mir freundlicherweise meine Rechnung!

Der Erfolg seiner Methode wird nicht überliefert. Aber mir scheint, daß Antiphon der erste Gesprächstherapeut gewesen ist.
Nach einiger Zeit hat er diese Tätigkeit als seiner Fähigkeiten nicht würdig aufgegeben.

Das damalige Athen, für das man die Zahl von ca. 20.000 Bürgern annimmt und das daher nach unseren Maßstäben keine große Stadt war, ist überhaupt voll von fähigen Rednern gewesen, deren Namen – mehr oder weniger – bis heute noch bekannt sind: Neben Antiphon sind es vor allem Demosthenes, Isokrates, Aischines, Lysias, Isaios und Lykurg. Sie redeten im Rahmen der attischen Demokratie in der Volksversammlung oder schrieben für Mandanten Reden, die vor Gericht gehalten wurden.

Die politischen Krisen und Fälle, um die es ging, sind heute vergangen; die Schönheit der Sprache und, mehr noch, die Art der Argumentation, die rhetorischen Stilmittel, also die Rhetorik als Kunst haben die Griechen der Welt hinterlassen. Nachzulesen in Loebs Classical Library.


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Kommentare zu diesem Text


jennyfalk78
Kommentar von jennyfalk78 (12.07.2018)
Ich finde es, tatsächlich, so wunderschön im Sinne des Liebhabers für... Ich bin voll auf Sylvia Plath und Murakami und würde mich nie trauen, Anmerkungen zu schreiben.
Respekt!
Herzlichst die Jenny
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Das hängt ja zunächst davon ab, ob man etwas mitteilen möchte von der Freude, die man an Büchern hat.
Gib es einen solchen Wunsch, Plath und Murakami betreffend, dann versuche es doch einmal.
Antiphon, da bin ich mir sicher, hätte Dir zugeraten.
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Dieter Wal antwortete darauf am 12.07.2018:
E i n e Anmerkung gehört unbedingt unter diesen Essay:

https://www.loebclassics.com/
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Graeculus schrieb daraufhin am 12.07.2018:
Gut! Danke.
Ah, wenn ich diese Buchreihe nur sehe!
Grün für die Griechen, rot für die Römer.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (12.07.2018)
Auf Tafeln mit Keilschrift, stammend aus dem Zweistromland, fand man Anmerkungen für den Umgang mit Kranken. Wahrscheinlich dienten sie der Ausbildung von Ärzten. Auf fast allen wurde entziffert, dass der Behandelnde viel mit dem Patienten sprechen ("Alles wird gut") und dies auch ständig wiederholen soll.

Dies mag geschehen sein, weil für viele Krankheiten keine wirksamen Mittel zur Verfügung standen. (Alles in der modernen Medizin beruht grundsätzlich auf zwei Möglichkeiten, die Ärzte jahrtausendelang nicht hatten: Dem Bekämpfen von Infektionen und dem Ausgleich von Blutverlust.) Aber wie so oft ist anzunehmen, dass einem rein praktisch folgerichtig erscheinender Hintergrund mit der Zeit womöglich zu einem systematischen Ausbau des Betriebenen - mag man es Gesprächstherapie nennen wollen oder nicht - folgte.

Und wie gesagt: Das gab es schon bei Sumerern und Assyrern.


P.S.: Antiphon war bestimmt so schlau, dem, dem das Schiff verloren ging, nichts in Rechnung zu stellen. Bestimmt mehrte das sein Ansehen und dadurch kamen mehr, zahlungswillige Interessenten.
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Graeculus äußerte darauf am 12.07.2018:
Das mit den mesopotamischen Anweisungen wußte ich nicht.
Beziehen sie sich auch - soweit man das erkennen kann - auf psychische Erkrankungen? Denn darum ging es ja bei Antiphon, und nur deshalb habe ich ihn als Gesprächstherapeuten bezeichnet.
Was er seinen Kunden bzw. Patienten gesagt hat, ist nicht überliefert; die Beispiele habe ich mir nur ausgedacht.
Gerne möchte ich wissen, was er z.B. Melancholikern gesagt und ob das geholfen hat.
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 12.07.2018:
Ob es spezielle Psychologen gab, weiß ich nicht.

Bei der Frage, was Antiphon einem Melancholiker gesagt hätte - oder grundsätzlich: was er sagte -, ist zunächst einmal die Frage, was in seiner Zeit als Krankheit bzw. ihr Ursprung angesehen wurde.

(Ich werde jetzt keine Definition anbieten, was heute eine Krankheit ist, denn dann rollen wieder die Superwissenden an, die meinem Vorschlag in der Luft verreißen, ohne zu sagen warum und auch keine Gegenvorschlag anbieten wollen... Hey! Es stimmt ja! Allwissende sind arrogante Arschlöcher!)

Du weißt sicherlich eher, was in der Antike als Krankheit bezeichnet wurde.

Wenn ich mir jedoch eine Gesellschaft vorstelle, die keinen funktionalen Blick auf den Körper hat, wie es bei uns heute üblich ist, sondern z.B. hinter jeder Krankheit eine Zerrüttung der Seele sieht, dann bedarf es keiner Psychologen o.ä., weil jeder Arzt seine Behandlung entsprechend anlegt.
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Die Melancholie - das sage ich jetzt mal als arrogantes Arschloch - galt selbstverständlich auch in der Antike (im Rahmen der "Säftelehre") als Krankheit - sogar der Begriff ist griechisch: "schwarze Galle".
Das Krankheitsbild dürfte sich in etwa mit dem decken, was man heute als Depression bezeichnet. Natürlich war die medizinische Umgehensweise damit eine andere.
Deshalb finde ich es interessant, ob Antiphon auch Melancholiker behandelt hat und, wenn ja, mit welchem Ergebnis.
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (12.07.2018)
Ein Lob auf die Super-Reichen. Kennten wir ohne die Medici auch nur einen Renaissance-Maler?
Darum lasset uns Heckler und Koch u.a. loben, die uns die Welt mit ihren Künstlern nahe bringen ;-)
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Zu was könnte ein Reicher sein Geld besser verwenden?
Die Medici, ja. Eine Parallele aus heutiger Zeit ist Jan Philipp Reemtsma, sich sein Erbe aus der Zigarettenfabrik hat auszahlen lassen und seitdem literarische Projekte verschiedener Art fördert.

Heckler & Koch, was fördern die ... abgesehen von der Menschentötung?

Übrigens ist das Leben von James Loeb in etwa so verlaufen: Bankierstätigkeit --> schwere psychische Krise, Psychotherapie --> Mäzenatentum.
Ich weiß nicht, um was es ging in dieser Krise, vermute aber, daß sie mit der Einsicht zu tun hatte, daß die vom Vater übernommene, eher geistferne Tätigkeit nichts war, was ihn zufriedenstellte.
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LotharAtzert meinte dazu am 12.07.2018:
Wenn du nicht große Teile deiner Zeit damit zubringen würdest, die Rückbindung an den Ursprung zu verdammen, würdest du vielleicht erkennen, daß das schlechte Gewissen die Triebfeder ist.
Sowas nenne ich billig!
Die "Hollywoodkünstlerin" Sandra Bullock hat 1 Million Dollar gespendet für die Tsunamiopfer damals. Nein nein, das ist billig, mit solchen Tricks gibt sich das Gewissen m. E. nicht zufrieden.
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Echo meinte dazu am 12.07.2018:
@LotharAtzert

Etwas gutes zu tun, ist in jedem Fall positiv zu bewerten.
Das Ergebnis zählt, die Motive sind zweitrangig.
Was du hier versuchst, nämlich durch Unterstellung "minderwertiger" Motive, eine große verdienstvolle Leistung zu diskreditieren, das ist so seltsam, dass sich die Frage nach deinem Motiv gerade zu aufdrängt.

Antwort geändert am 12.07.2018 um 11:40 Uhr
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Ja, die Frage nach den bzw. die Unterstellung von Motiven hat immer einen Rückschlag - wie ein abgefeuertes Gewehr.
Oder: Die Hand, deren Zeigefinger auf einen anderen zeigt, zeigt mit drei Fingern auf den Zeiger zurück.

So, jetzt werde ich eine Stunde mit dem Nachdenken über meine Motive verbringen.
Mein Respekt vor James Loeb ist jedenfalls unerschütterlich, weil ich 'seine' Bücher so sehr liebe.
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Echo meinte dazu am 12.07.2018:
@LotharAtzert

Wie kommst du auf die Idee, Sandra Bullock hätte ein schlechtes Gewissen? Sie verdient Geld durch eigene Arbeit.
Was wäre die Alternative, n. deiner Meinung? Soll sie selbst ihre Gage kürzen? Soll sie von der Leinwand wegbleiben? Niemand wird gezwungen ihre Filme zu sehen und auf diese Weise ihr Reichtum zu verschaffen, das beruht auf Freiwilligkeit.
Die Tsunamiopfer haben durch ihre Spende zusätzliche Hilfe bekommen. Hätten sie ablehnen sollen, deiner Meinung nach? Weil Bullock in Hollywood arbeitet, oder weil Schaupielerei in deinen Augen keine Kunst ist, oder was erwartest du?
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Echo meinte dazu am 12.07.2018:
@Graeculus

James Loeb hat das Lob zweifellos verdient. Schon allein die Tatsache solch eine Buchreihe auf die Beine zu stellen, ist eine Leistung, die man nicht hoch genug schätzen kann.
Wer daran herummeckert, kann kein Dilettant sein, der ist ein Banause.

Antwort geändert am 12.07.2018 um 11:55 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 12.07.2018:
Ja, Echo - die berühmten Autobahnen von Adolf Hitler - das zählt, da hast du natürlich recht;-)))))))

(- das ist die Antwort auf deinen ersten Kommentar. Auf den zweiten hab ich keinen Bock mehr)
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LotharAtzert meinte dazu am 12.07.2018:
@ Graeculus

Ich wollte niemanden persönlich diskreditieren, sondern aus einer Notwendigkeit heraus darauf hinweisen, daß die Verdienste eines Menschen oft zwiespältig sind und ich persönlich mit einem Lob aus diesem Grund sehr sehr zurückhaltend bin und auch bleibe.
Das ist halt Steinbocknatur.
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Verdienste sind oft zwiespältig, und kein Mensch ist nur gut.
Hinzu kommt aber, daß Du Dir meines Wissens nichts aus Büchern machst - das Tibetanische Totenbuch vielleicht ausgenommen. Diese Freude kannst Du daher nicht teilen.
Ich sage: Für solche nicht am kommerziellen Massenerfolg orientierte Bücher kommen Verleger in den Himmel, was auch immer sie sonst gemacht haben mögen. (Es sei denn, sie haben ihre Frau geschlagen. Loebs Ehe gilt aber als glücklich, und sie sind kurz nacheinander gestorben, ohne noch das Elend der Juden im Nationalsozialismus erlebt zu haben.)

Antwort geändert am 12.07.2018 um 12:28 Uhr
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Echo meinte dazu am 12.07.2018:
@LotharAtzert
Ja, Echo - die berühmten Autobahnen von Adolf Hitler - das zählt, da hast du natürlich recht


Nein, ich habe weder Autobahnen noch Hitler in diesem Zusammenhang erwähnt. Da verwechselst du meinen Kommentar, womit auch immer.

Falls du vermutest, ich könnte die Autobahn als etwas ähnlich gutes ansehen, wie die Bücher um die es hier geht, dann weißt du viell. nicht, dass die Autobahn als Aufmarschweg für den Krieg diente und somit großes Leid verursachte. Das trifft auf die Buchreihe mit Sicherheit nicht zu.

Und wieder drängt sich die Frage nach deinem Motiv für so einen offensichtlich bodenlosen Vergleich in den Vordergrund.


PS:
Auch für die histor. Beurteilung von Hitler sind die Motive zweitrangig, entscheidend sind seine Taten. Das Ergenbnis seines Wirkens ist Massenmord, danach wird er beurteilt.

Antwort geändert am 12.07.2018 um 14:29 Uhr
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Zum Verstehen eines Menschen gehört schon auch seine Motivation; allerdings muß man sich bewußt sein, daß dies kein Tummelplatz für psychologische Laien ist ... und schon gar keine Waffe in Meinungsverschiedenheiten.
Motive sind - wie Ursachen generell - schwer zu eruieren.
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LotharAtzert meinte dazu am 12.07.2018:
… mache mit nichts aus Bücher? Will mal ein paar aufzählen:
Wolfgang Döbereiners Werke, das sind allein ca. 40 Bücher.
Eben so viele über Theravada, etwas mehr über Mahayana/Zen und ganz viele über Vajrayana.
W.Y. Evans-Wentz "Der geheime Pfad der großen Befreiung" (sehr zu empfehlen) und andere vom Autor.
Das I-Ging
David-Neal: Heilige und Hexer, sowie die Klassiker, Hölderlin, Novalis und und und.
und natürlich L. Atzerts: "Der blaue Eisenhut", "Wortlos ortlos" und diverses ;-)))))))))))))
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Echo meinte dazu am 12.07.2018:
@Graeculus

"Motive sind - wie Ursachen generell - schwer zu eruieren. "

eben! Deshalb finde ich es mindestens unseriös ohne die Personen und näheren Umstände zu kennen von einzelnen Eigenschaften, hier war es "reich" , auf die Motive zu schließen "schlechtes Gewissen".

Antwort geändert am 12.07.2018 um 22:29 Uhr
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Das sehe ich ebenso. Was eindeutig feststellen kann, ist, wie Du schon schriebst, der Effekt, nicht das Motiv einer Handlung.
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
@ LotharAtzert
Das sind in der Tat nicht wenige Bücher.
Aber ca. 40 Bände Döbereiner, alle gelesen? Das ist enorm viel. Ich hoffe, es hat sich für Dich gelohnt.
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LotharAtzert meinte dazu am 13.07.2018:
W. Döbereiner hat alle seine Seminare in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgezeichnet und später im Eigenverlag als Bücher herausgegeben. Das erklärt die hohe Zahl. Möglicherweise habe ich einige fotokopierte Manuskripte noch nicht gelesen, aber die Bände 1 bis wasweißichwas alle gelesen, ja. Außerdem hab ich 3 Seminare besucht, fand das aber für mich nicht so effektiv, da ich zu langsam denke und das Publikum nicht unbedingt toll fand, was aber meiner zur Zurückgezogenheit neigenden Natur entspricht.

Gelohnt - also das siehst du ja an meinen Texten! Tu nicht so, als wäre ich einer von vielen.
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GigaFuchs meinte dazu am 13.07.2018:
Man muss auch den Tsunami loben der die Opfer gespendet hat.
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LotharAtzert meinte dazu am 13.07.2018:
Unbedingt, aber das ist nur Banausen vermittelbar ;-)
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Graeculus meinte dazu am 13.07.2018:
Jeder von uns ist nur einer von vielen.
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LotharAtzert meinte dazu am 13.07.2018:
Dann sind wir aber auch viele vom Einen. Da beißt die Maus ... was nicht ab?
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Graeculus meinte dazu am 13.07.2018:
Wir sind viele vom Einen. Doch ist dieses Eine nicht namenlos, das "namenlose Tao"?
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LotharAtzert meinte dazu am 13.07.2018:
Birgt das Namenlose nicht alle Namen in sich - Yin und Yang?
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Graeculus meinte dazu am 13.07.2018:
Da habe ich das erste Gedicht des Daudedsching anders verstanden (sofern man da etwas verstehen kann):
Das Tao, das enthüllt werden kann, ist nicht das ewige Tao.
Der Name, der genannt werden kann, ist nicht der ewige Name.
Das Namenlose ist das Beginnen von Himmel und Erde.
Das Benannte ist die Mutter der zehntausend Dinge.
Stets ohne Wunsch, sieht man das Geheimnis.
Stets voller Wünsche, sieht man die Erscheinungsformen.
Diese beiden entspringen der gleichen Quelle,
Unterscheiden sich jedoch im Namen: dies erscheint dunkel.
Das Dunkle inmitten von Dunkelheit.
Das Tor zu allem Geheimnis.

Yin und Yang sind ja ein erschautes, erfaßbares Prinzip.

Doch das Gespräch hat uns weit weg gebracht von James Loeb, nicht wahr? In seiner Reihe erscheinen nämlich nur griechische und lateinische Autoren.
Nun, es mäandert so manches Gespräch.
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loslosch
Kommentar von loslosch (12.07.2018)
eine gute gesprächstherapie erschöpft sich ggfs. im zuhörenkönnen. "sicherdatt" und "jodatt" sind die bevorzugten interjektionen des rheinländers.
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Graeculus meinte dazu am 12.07.2018:
Schon daß ihnen jemand zuhört, empfinden einsame Menschen als hilfreich.
Als Redner wollte Antiphon sich aber, der Überlieferung zufolge, damit nicht begnügen.
Gerne hätte ich einmal einer seiner 'Therapiesitzungen' gelauscht.
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