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Abrechnung oder ein ernüchterndes Soziogramm

Beschreibung zum Thema Realität


von eiskimo

Unsere Gesellschaft beschränkt sich aufs Multiplizieren , das heißt kann nur noch vervielfältigen  nach dem die immer gleichen Muster: Massenwaren, Massenreaktionen, Massenmenschen; alle kriegen Alles, aber es sind Kopien von bereits Kopiertem, Remakes von längst Bekanntem.... Kein kühner Fortschritt mehr in der Spitze, nur noch abgesichertes Breitenwachstum, weiter so wie bisher, immer wieder das Gleiche, nie wider den Strich, stets in der vorgefertigten Spur, mit voraussehbaren, leicht erreichbaren und stets passenden Ergebnissen.
Unsere Gesellschaft will keine Überraschungen, keine wirklichen Abenteuer und noch weniger Abenteurer, also Menschen mit Lust auf Unbekanntes, mit Bereitschaft zum Risiko oder mit Lust auf  etwas Neues. So engt sie unser Leben ein, eliminiert die Störfaktoren und begradigt, entschärft, glättet oder erleichtert, was übrig bleibt. Es bleibt jedenfalls nicht übrig Platz für Fantasie, für Widerstand oder gar den Versuch, alternative Gesellschaftsmodelle auszuprobieren. Ausbildung, Berufsleben, Verwaltung, Finanzen, Freizeitangebot, Unterhaltung – alles ist verwoben zu einem engmaschigen Netz, das mit Hilfe der Digitalisierung das Individuum nicht nur kontrolliert, sondern auch steuert.
Wie gesagt: Multiplikation, Massenreaktion, Elimination alles Störenden.
Ach, ja: Für eine Minderheit von notorisch Widerborstigen bietet unsere Gesellschaft Foren an zur  kulturellen oder politischen „Mitgestaltung“. In so einem Forum bewege ich mich gerade. Na und? Kratzt das diese Gesellschaft? Nein. Sie kann sich ein bisschen Exotik leisten. Ihr Breitenwachstum stört das nicht.

 
 

Kommentare zu diesem Text


rochusthal
Kommentar von rochusthal (01.08.2018)
das ist alles richtig, aber nur eine von ungefähr tausend seiten. der maximale massenkonsum ist ermöglicht worden durch wirtschaftsliberalität und sozialstaat, die wiederum auf demokratie mit dem ideal der freiheit fußen. daraus folgt, dass es auch noch nie so viele geduldete individualisten gab. dass sie nicht gefördert werden, mag den einzelnen verunsichern, aber nicht behindern. die foren werden nicht angeboten, sondern schaffen sich selbst, und dass sie da sind, ist ein ausdruck dieser freiheit, die eine eigenartig technische basiertheit hat, so dass es manchmal umgekehrt erscheint: das internet schafft individualität. aber es ist so herum: die individualität schuf das internet.
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Echo (34) meinte dazu am 01.08.2018:
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rochusthal antwortete darauf am 01.08.2018:
in welcher diktatur gibt es massenkonsum, in welcher entstand er? in nordkorea passiert genau das, was ich vorhin schrieb: durch wirtschaftsliberalität ändert sich das system. das internet wurde durch eine massenveranstaltung geschaffen?
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Echo (34) schrieb daraufhin am 02.08.2018:
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Kommentar von Echo (34) (01.08.2018)
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Jack
Kommentar von Jack (01.08.2018)
Klingt nach Erich Baudrillardowitsch Fromm.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (01.08.2018)
Unsere Gesellschaft gibt es nicht. Die Gesellschaft der westlichen Industrieländer war noch nie so pluralalistisch und noch hie war Widerspruch gegen alles so populär.
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eiskimo äußerte darauf am 01.08.2018:
Pluralistisch? Geh in unsere Städte, du findest überall dieselben Läden derselben Kette. Geh in unsere Schulen: Iphones und Ohrstöpsel prägen das Bild. Mach Radio oder Fernsehen an: zu den guten Sendezeiten laufen überall dieselben Quotenbringer, meist aus den USA - Monokultur! Klar, wer ein bisschen sucht und gegen den Strom schwimmt, findet seine Nischen. Aber die Vermassung ist m.E. massiv auf dem Vormarsch
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JohndeGraph
Kommentar von JohndeGraph (01.08.2018)
Was hindert dich denn daran, Abenteuer zu erleben? Warum packst du nicht deine Sachen und brichst auf welche zu erleben? Warum suchst du dir nicht eine Gemeinschaft außerhalb der Industriestaaten, eben eine ohne Rechtssicherheit und auch nur sauberer Trinkwasserversorgung. Dir steht es doch frei woanders hin zu gehen, nach Afrika vielleicht. Dort kannst du andere Gesellschaftsformen nach belieben, solange man dich läßt und du in der Lage bist dich anzupassen, ausprobieren. Mache doch die Erfahrungen, die du hier so bemängelst. Was hält dich denn auf? Du hast das Recht einfach loszuziehen und das ist keineswegs selbstverständlich in anderen Ländern. In anderen Gesellschaftsformen kannst du das nicht so einfach wie hier. Aber hier, zieh doch einfach los und mache die Erfahrungen die du zu vermissen scheinst. Verlasse deine vorgegebene Sicherheit und ziehe deine eigene Spur. Nichts hält dich auf. Nichts zwingt dich hier zu bleiben.

Oder wolltest du dich nur beschweren um des Beschwerens willen? Hindern dich deine individuellen Ängste daran hier alles hinter dir zu lassen?
Erlebe doch ruhig wie es ist, subtrahiert zu werden um deine Metapher von der Multiplikation aufzugreifen. Nimm an allen Überraschungen teil, an allen alternativen Gesellschaftsmodelle, an die du dich anpassen kannst. Erlebe die Unfreiheiten die sich daraus ergeben aus eigener Hand. Mache doch die Erfahrung, wie es ist ohne Rechtssicherheit zu leben. Schließlich bist du ein Scheiß priviligierter Europäer, der sich überall auf der Welt niederlassen kann. Wo du willst, und unter Bedingungen die du dir aussuchen kannst. Frage mal ob das jemand aus Mali auch kann. Nein, das kann er nicht, kann ich dir die Frage beantworten. Aber du? Geh doch, was hält dich den auf?

J.d.G.
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eiskimo ergänzte dazu am 01.08.2018:
Hallo, J.d.G
Danke für den vehementen Widerspruch - ich bin als Scheiß Europäer tatsächlich privilegiert wie kaum jemand anders auf der Welt. Aber man wechselt nicht mal eben seine Heimat, seine Wurzeln, sein ganzes Sozialgefüge. Denn da ist ja auch eine Familie, ein Wirkungsbereich in dem man groß geworden ist. Und just in dem möchte ich mich einbringen... mit den Hindernissen, die ich beschrieben habe
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Echo (34) meinte dazu am 02.08.2018:
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (01.08.2018)
Das kann man so sehen. Muss man aber nicht. Denn dieser Anklage liegt die Annahme zu Grunde, dass alle Menschen verschieden sind. Das stimmt nach meinem Dafürhalten jedoch nicht. Natürlich unterscheiden wir uns. Doch das sind nur Nuancen. In den meisten Bereichen unseres Lebens, ebenso wie unseres Fühlen, Denken und dem daraus resultierenden Handelns, ähneln wir uns. Jeder Einzelne von uns ist nicht so besonders, wie er/sie/es es gerne hätte. Und darum ist jede Gesellschaft - ungeachtet der jeweiligen Ausprägungen - von Massenphänomenen gekennzeichnet. Wenn dem nicht so wäre, könnten wir nicht friedlich - wieder: ungeachtet der jeweiligen Ausprägungen von "friedlich" - zusammenleben.

Viel erstaunlicher/bedenklicher ist meiner Ansicht nach, dass wir - im gesellschaftlichen Kontext - keine Balance zwischen unseren Einzigartigkeiten und unseren Gleichheiten finden können. Gesellschaftliche Utopien1 postulieren stets die Höherstellung eines der beiden Prinzipien. Die Folge ist in beiden Fällen das Gleiche: die Zerstörung von Menschen, immer auf psychologischer, nicht selten auch auf physischer Ebene.


1 Ich nenne sie "gesellschaftliche Utopien", obwohl der Begriff falsche Assoziationen wecken kann.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (01.08.2018)
Man könnte auch sagen, es gibt keinen Mut zur Veränderung..
Der Trend geht dahin, das eigene Wohlbefinden zu mehren oder zumindest zu bewahren, da ist kein Platz für Wagnisse.
Alles Neue birgt zwar Chancen aber auch Risiken, Vollkaskoversicherungen sind gefragt!
LG TT
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eiskimo meinte dazu am 02.08.2018:
Ja, das eigene Wohlbefinden als wichtigstes Kriterium - das erstickt so Manches!
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