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InhaltsverzeichnisIch bin das Phantom

Vorwort

Roman zum Thema Unsterblichkeit


von Nismion

Es gab einmal eine Zeit in meinem Leben, da war ich normal. Bis ich in einen Brunnen fiel …

Nein, aber diesen Hauch an leichtem Sarkasmus konnte ich einfach nicht unterdrücken.

Es gab wirklich eine Zeit in der ich nur Durchschnitt war. Ein Mensch unter Menschen, ein Gleich unter Gleichen, das im Trott der Masse nicht unterging, aber mit ihr schwamm. Es ist lange her und es war eine andere Zeit. Und dennoch war ihr Erleben so einzigartig, dass es eben nur einmal geschehen konnte. Ich möchte und ich werde versuchen, Dir meinem Leser dies in Worten zu zeichnen, zu malen und auf seine eigene Art ihm so Leben zu schenken.

Es kam kein Engel von oben, kein Geist, der mir seine Macht verlieh. Und dennoch geschah etwas Vergleichbares, das sich dem normalen Leben enthob.

Ich spazierte im Wald entlang. Nicht auf der Suche nach Natur, frischer Luft oder dem Hauch dessen was sich Freiheit nennt. Ich war den Häschern meines Rufes entkommen, den nun mal der Reichtum mit sich bringt. Ich schlenderte, schlenderte und umrundete Stein um Stein, Stöckchen um Stöckchen. In Wahrheit wusste ich selber nicht, was ich zu finden hoffte, ersehnte oder mit wünschte. Die Wahrheit war, dass ich der Gefangene eines Lebens war, aus dem ich einen Ausweg suchte. Meine Träume von großen Helden, die Visionen von etwas weitaus Größerem als einer Villa und Bergen an Geld, die ich Dank meiner Eltern besaß, im Geiste schwirrend.

Während ich also in den Welten meiner Gedanken und Träumen spazieren ging, hörte ich ein kreischendes Geräusch, das jede Wirklichkeit zerschmettert hätte. Sofort beendete ich die Welten, die meine Gedanken gefangen hielten und erwachte im tanzenden Sonnenlicht des Frühlings. Ich sperrte die Ohren auf, lauschte und versuchte auszumachen. Erneut erklang das Kreischen und ich folgte ihm. Ganz sicher keine Sirene, die mich rief. Keine Verlockung, aber Gefahr, Angst und vielleicht sogar ein Verbrechen.

Wieder nur etliche Bäume weiter, Büsche und Sträuche, erreichte ich eine Lichtung in dessen Mitte ich sie zum ersten Mal sah.

Ich weiß nicht mehr, was für eine Kreatur das war. Und mit Sicherheit ist dies auch so, nicht von Belang. Ich sah riesige Schwingen, lange rote Haare und feuerrote Augen. Messerscharfe Klauen an den Fingern und Elfenbein weiße Haut. Und sofort wurde mir klar, dass hier kein Opfer zu finden war. Doch in den Minuten, wo ich überlegte, vielleicht sogar noch entscheiden
wollte, übernahm dieses Wesen die Kontrolle über meine Wirklichkeit. Schneller als ich blicken oder auch nur erahnen konnte, was es bei mir, warf mich zu Boden und hielt mich in umklammernden Griff dort gefangen. Ich konnte mich nicht rühren, nichts tun als hilflos ausgeliefert zu sein.

Die Kreatur tat nichts. Sie fixierte mich mit ihrem Blick und ließ die Zeit des Unbehagens einfach vorbei streichen. Dafür bildeten sich Worte in meinem Verstand, die ich erst für meine Gedanken hielt, bis ich begriff, dass sie sie mir schickte.

„Ich gebe Dir, was Dein Schicksal werden wird. Ein Hauch an Freiheit, ein Gefängnis neuer Möglichkeiten.“

Ein Ruck ging durch mein Inneres. Ich fühlte mich aus meinem Körper gerissen und durfte mich selber dort unten erblicken. Mein Körper wurde in die Höhe gehoben, die Kreatur noch immer darauf. Sie legte nun ihre Schwingen ganz um mich. Dann breitete sich ein Leuchten aus, ein Feuer, glühende Lava an tausend explodierender Funken, die ihren Ursprung und ihr Ziel in meinem menschlichen Körper dort unten fanden.

Ich sah mich selbst aufschreien, in Todesqualen, unter Höllen Folter, unter ewiger Pein. Das Feuer fraß alles und brannte glühend bis in das Innere meiner alten Existenz. Aber es zerstörte nicht, es erschuf nur neu. Zeichen, Symbole, wurden in meine Rippen gebrannt, auf die Knochen meiner menschlichen Existenz. Der Schmerz nahm unerträglich zu und ich verlor die Besinnung. Ein Schwarz unendlicher Tiefe fing mich auf, verschlang und verschluckte mich.

Irgendwann erwachte ich. Auf den Armen hatte ich Symbole.

3 auf dem Rechten, 3 auf dem Linken. Es war mein Moment eines Todes, der mich neu gebar.

Die Kreatur sah ich nie wieder und ebenso wenig mein altes Leben. Ich stand auf, richtete meine Kleidung und ging aus dem Wald hinaus. In eine unbekannte Richtung und ich blickte nie mehr zurück.

Jede Geschichte braucht ihre Mythologie. Da ich das weiß, präsentierte ich Dir nun die Meine. Was Du mit nimmst, was Du glaubst, was Du halten und behalten willst, das ist das Geschenk, das meine Worte Dir machen. Ich bin der Maler, aber das Gemälde interpretierst und betrachtest nur Du.

Anmerkung von Nismion:

https://www.keinverlag.de/buch.php?buch=1356


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