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Defensive ist ein HenkerInhaltsverzeichnisChapter Two

Chapter One

Roman zum Thema Unsterblichkeit


von Nismion

Ich weiß, in dem Moment meiner Geburt in meine eigene Wirklichkeit, da sollte ich meine Klingen wetzen. Ich sollte die Schwerter und Messer nehmen, mit genau denen ich das Unheil des schnellen Urteils ganz einfach vernichte. Ich sollte blutend vergelten, was sich der Grausamkeit versprochen hat. Doch wenn Du eines bereits weißt, wenigstens in Ahnung begriffen hast, so hege ich den Hauch einer Hoffnung, so erkennst, dass Vergeltung und Rache nichts sind als das Gift. Und auch wenn ich in Sekunden dann Vollstrecker bin, so verhindere ich nicht das Übel, ich sühne nur rein und sauge als Dank das Gift in mir auf. So vergast zu schnell, was am Anfang schon über mich wusstest. Dass ich so einfach, als auch simpel, nicht einzuordnen bin. In dem Augenblick, dem Portal des einen Momentes, von dem an Du meinen Schritten also folgen darfst, da trage ich die meine an Maske und den schwarzen Umhang samt Kapuze dazu. Das nur hast Du erwartet, vielleicht auch erhofft und so erfülle ich Dir den kleinen Traum. Auch ist es Nacht, die ihr Dunkel in Schwaden des grauen Nebels auf diese Seite der Welt nieder gesenkt hat. Doch noch, da bin ich nicht im Kampf, noch nicht auf dem Weg in die Welt, deren Realität Du greifst, als auch simpel begreifst. Ich befinde mich an einem Ort, den Du mit Sicherheit nur meidest. In der Nacht, im Dunkel des Unsichtbaren, da verstecken sich dort die Schlüssel zu Deinen Ängsten, sofern Du diese bereits erkannt hast. Die Möglichkeit einer Unberechenbarkeit, die Form des Unbekannten, das noch die Schatten verbirgt. Und so bin ich neben Meinesgleichen, das keiner Einordnung mehr unterliegt. Dort erblicke ich die stille Krähe, die vornüber gebeugt in den weißen Stein nur pickt. Steine, kleinste Mahnmale in jeder Variation, die finden sich hier. Die Namen dazu, die Daten als auch die Begrenzung des einst menschlichen Weges. Mein erster Moment, an Tat, an Handlung, besteht darin, mich dem Vergessen zu widmen. Zu schauen und zu betrachten, was einstmals unter den Lebenden war. Sicher, ich halte nicht, was vergessen ist. Aber ich erinnere mich an das, was ein Andrer vergisst. Ich umklammere die Erinnerung an das, was einstmals ein Teil dieser Welt gewesen ist. So sehe ich die Bilder, die Gesichter, Gefühle, die Trennung als auch frühere Gemeinsamkeit. Du magst es für einen falschen Ort zu halten den Moment meiner selbst gewählten Geburt zu verbringen. Aber ich bin niemals, was Du erwartest und doch im Geheimen erhoffst. So verbringe ich die Sekunden mit den Toten, damit in Zukunft sie durch mich die Lebenden besuchen können. Denn was ich bringen will ist nicht der Tod und genau deswegen musste ich ihn zuerst begrüßen. Als Freund, als Begleiter und hoffentlich nur selten, als meine rechte Hand. Aber nun ist vorbei, was Besinnung sich nennt. Ich verlasse diesen kleinen Friedhof, der auf der Welt hätte jeder sein können. Eine kleine Lektion, die hoffentlich schon keine
mehr ist. Ein jeder Moment, ein jeder an Augenblick ist in Form und Umstand simpel egal. Es könnte hier sein oder auch dort, das Leben geht seinen Weg nur ewig fort. Zeit und Ort sind nur die Zufälle an Variation, die die Gleichung Mensch ergibt. Ich aber wähle frei, was ich nur sehen und vielleicht auch Dir zeigen will. Verstehen, das nur muss ich nicht mehr. Aber ich darf erklären, darf formen was ein Augenblick in des Zufalls Hand nur selber ergibt. So wähle ich das Fenster meiner Wirklichkeit und ergreife die Variable des Zufalls, die dadurch so keine mehr ist. Du aber darfst gerne an Fehler glauben. Denn Dein Denken, das stehle ich Dir nicht. Ich lasse die feuchte Erde neben dem hohen Holz, das sich hier Baum nur schimpft, hinter mir und wende mich nun der Bevölkerung zu. Sie sind dort unten. Mit Vielen, mit Wenigen. Im Schlaf, im Traum, in einfachem und auch großen Raum. Ich besitze keine Aufgabe, keine Pflicht, kein Müssen, kein Sollen. Eine Freiheit, die ohne Gefängnis so ist. Was wird, kannst Du nur erahnen. So folge mir Schritt auf Tritt und erblicke den Traum einer Vision, die ihre eigene Allmöglichkeit so malt. So findest Du den Sinn des Unsinns, das Verdrehte zum Abnormen und die Wirklichkeit des Surreralismus. Denn nur was Du bis jetzt nicht kennst, kann Neues ergeben. Ich unterliege den Erwartungen Seines Seins so nicht und dennoch Du mein Zuschauer bist. So spiele ich nicht, als einfach rein, mit meinem eigenem Sein. Du verstehst, erkennst oder tust es dennoch nicht. Bild um Bild, Wort um Wort, Fenster um Fenster einer jeden Wirklichkeit, nur so lebt ein Traum rein fort, dessen Bühne ein menschlicher Geist nur ist.

Ich habe die Stadt noch nicht betreten. Noch lausche ich der Melodie der Nacht. Ihrer Nacht, ihrer Schwärze, dem dunklen Ton, der niemals schweigt. Man kann die Ratten im Park hören, wie sie die Mülltonnen durchwühlen. Hungrig, gierig, voll der gewitzten Emsigkeit. In andrer Ecke das fast lautlose Hoppeln eines Kaninchens, auch es auf Futtersuche im feuchten Gras. Verendende Töne plärrender Fernseher trägt der Wind herüber. Dort das Weinen eines Babys, dort das Schluchzen einer einsamen Frau vor der Liebesschnulze im Fernseher. Schnarchen, Schnaufen, Wälzen, hin und her, das ist ein Teil der Betriebsamkeit, die sich schlafende Stadt nennt. Dazu arbeitet das, was niemals lebt, ein knarrendes Holz, eine quietschende Tür und die Stadt spricht schweigend ohne den Hauch eines Wortes.

Auch ich schweige. Aber ich bin anders, das weißt Du. Und auch wenn es meinem Sein eine unberechenbare Bedeutung verleiht, ist es für mich nur irrelevant. Denn ich bin, was ich bin. Mir gegenüber einfach und unkompliziert, da ich mich selber nun mal nicht zu klassifizieren habe. Und so tue ich hier wieder das reine Etwas, das aus dem Rahmen sticht. Ich beobachte, ich lausche, ich sehe und höre zu. Genau den Tönen und den Stimmen, die ungehört bleiben wollen. Ein jedes Übel, ein jedes Verbrechen,
ist nur so wirksam, wie es im Schleier der Nacht nur, unentdeckt bleibt.

Vor der Menschen Augen, ganz sicher.

Aber nicht vor mir.

Ich bin gespannt auf die Dämonen, die Teufel, die Vampire, Geister und Kreaturen, die das Dunkel niemals fürchten. Nun, nach heute Nacht, wird sich das ganz schnell ändern. Und so warte ich auf den Teufel, der die unschuldige Seele sucht. Ich harre nach dem Bösen aus, um ihm die Angst vor seinen Taten zu lehren. Heute Nacht, da dürfen sie kommen. Da dürfen, da sollen sie grausam sein, blutig, gerissen und hinterhältig. Denn ich werde sie spiegeln. Ihr Antlitz, ihre Taten und gleichermaßen die Konsequenz, die ab heute sich neu offenbart. Ich sehe es nicht als Aufgabe, es ist keine an Pflicht. Keine Gerechtigkeit, kein Heldentum. Es ist meine Stadt, die ich hier wählte. Meine Nacht, mein Dunkel, mein Schwarz und nur meine an Schatten, die ihnen keinen Schutz mehr bieten werden. So bin ich der Mittler einer Veränderung. Das Gleichgewicht, der Rhythmus an Folge und Konsequenz, erst Tat dann Opfer, das ist es was ich als Variable störe und zerstöre. So lausche ich den Tönen dieser Nacht, den Klängen der Stille und harre aus auf ein Erstes, das mein Startschuss sein wird. Ich hebe die Hand, ob rechts ob links, im Grunde ist es gleich. Denn es ist nichts als eine Bewegung mit der ich die Macht ergreife und befehle, was Schatten sich nennt. Ich

tauche hinein in das Dunkel ohne Existenz und tauche auf in einem anderen Licht, das nur ebenso sein Dunkel ergibt. Hier nur leuchtet es im Halbgold und wirft funkelnd seinen Schein auf die feuchte Wiese. So dass glitzert im Schein winziger Diamanten, was grüner Teppich an Wiese sich schimpft. Es faucht, es knurrt, es fletscht nur geifernd seine Zähne. Für mich kein Gegner, aber diesen such ich auch nicht, ebenbürtig werde ich ihn hier so auch nicht finden. Ein kurzer Tritt und die vermeintliche Bestie verzieht sich fauchend in die knackenden Büsche. Dennoch faucht es mich an, als ich mich ihm nähere. Eine arme, kleine, fast hilflose Kreatur. Ein Junges ihrer Spezies der Kategorie Hauskatze, das im Dunkel und Grauen dieses kleinen Wesens, sich verlaufen, verirrt und fast dem Tode präsentiert hat. Ich packe sie einfach, ignoriere die Krallen, die sich in den Unterarm bohren, spüre die Anspannung unter dem Fell dieses kleinen Wesens. Erneut ein Sprung durch die Schatten und ich tauche im Dunkel zwischen Bausteinen und Spielsachen wieder auf. Ich lasse das Kätzchen frei. Es springt herunter, flitzt weg von mir auf das Bett des Jungen, dem es gehört. Von dort aus, faucht es mich an, funkelt gefährlich im spiegelnden Licht der magischen Katzenaugen. Fast, da muss ich lächeln. Ein Hauch an Witz, dass diese Kreatur dem Tode entronnen, als Erstes ihr Herrchen beschützen will. Ich lasse ihr den
Triumph mich vertrieben zu haben und verschwinde wieder durch die Schatten.

Auf einem Hochhaus tauche ich wieder auf. Blicke hinunter in die schwarzen Scheiben der schlafenden Stadt.

Du fragst, warum das Kätzchen? Warum keine Jungfrau in der Not?

Dies ist kein Märchen, es ist ein Teil einer Wirklichkeit, ein Hauch an Möglichkeit, ein Traum als auch Realität. Also frage nicht, ich tue es auch niemals. Fragen ergeben Antworten, Antworten bilden Gedanken, Gedanken dann das Wissen. Eine Kettenreaktion, die Verstand am Laufen hält und dennoch wie eine Gleichung immer folgen muss. Also befreie mich davon. Dieses Buch von dem Gedanken des Zweckes als auch der Lösung. Eine jede Zeit hat ihre eigene Bedeutung. Nicht des Verstehens, des Erlebens, des Aufnehmens, als rein Mittel menschlicher Produktivität. Jetzt war es eine Katze, deren Schicksal es war, nicht zu sterben. Morgen ist es ein Junge, der freudig erwachen wird, da sein Gefährte wieder da ist. Ein Junge, ein Puzzle Teil, dessen Bild Du im Ganzen noch nicht siehst oder sehen kannst.

Die Stadt schläft und spricht, wie vorher schon. Das weißt Du, das weiß ich.

Und so nehmen wir uns erneut Minuten des Beobachtens.

Ich springe vom Dach herunter und lande auf dem grauen, harten Beton, der durch die späte Stunde ausgestorbenen Straße. Ironisch, dass wir von Sterben sprechen. Nennen wir es leer gefegt durch die Wüste einer Nacht. Denn das Zeichen der Wüste ist die Leere, die greifbare Stille und ebenso die Endlosigkeit nicht greifbarer Weite. Alles, nur in anderer Präsenz, finden wir hier. Keinen feinkörnigen gelben Sand, dafür von der Menschheit in Form gepresster Stein. Sicher willst Du das nicht wissen, extra erzählt, vielleicht auch definiert bekommen, aber was in Worten sich formt ist die Möglichkeit an Bildsamkeit einer Wirklichkeit. Und so nur, gibt es Rahmen, gibt es Fenster, an Aussicht, Vorsicht und auch der Rücksicht. So spiele ich mit Dir, als auch der reinen Bühne, die sich auf die Sicht konzentriert. Wechseln wir also den Rahmen der Aufmerksamkeit und folgen dem Pinsel meiner kleinen Malerei, damit Du Bühne an Schauspiel betrachten kannst, was sich mir in diesem Moment der Stille einer schwarzen Nacht hier offenbart. Denn es muss das Dunkel sein, das Schwarz, das Nichts, dass dieses Ereignis ergibt. Denn zum Tage, da entschwindet und windet sich, was neben dem Alltag, der Hektik, so nicht kann sein.

Deiner Geschichte und auch der Zeit Deiner Legenden nach, würdest Du es die Magie der Geisterstunde nennen. Aber der Gang zur Mitternacht ist lange vorbei. Der normalen Uhr nach, befinden wir uns im Kreis der 2 oder auch schon der. Nehmen wir die Hälfte und formen wir eine halb an drei. So
gefällt es mir, so passt es und hat zu später Stunde dunkler Nacht, einen Hauch an Geheimnis und Mysterium.

Wir befinden uns an einer Promenade, wo am Tage im hellsten Sonnenschein, die Pärchen die Minuten des Spazieren Gehens genießen. Manche beschwichtigen ihren Streit, während sie dem vereinzelten Flug einer Möwe folgen. Wie verirrt an diesem doch breiten Fluss zieht sie kreisend ihre Bahnen, erhebt ihr einzigartiges Krächzen in den Himmel und bildet ab und an, das Symbol einer Freiheit. Genau deswegen finden wir sie zu ewigen Massen an den ewigen Weiten der Meere, die sich in Strömung in diesen unendlichen Horizont ergießt. Hier, neben dem breiten Fluss, der die kantigen Steine dieser Stadt in zwei Teile teilt, finden wir sie des Tags, nur nicht bei Nacht. Und mit Sicherheit sind hier auch jetzt keine Pärchen, nur die Stille an singendem Wind. Er fegt hinweg, kommt im Wirbel dann wieder und dreht sich in Variation auf der Oberfläche des dunklen Wassers. So spiegelt es sich wie in tausend zerbrochenen Glasscherben, die in schwarz dennoch auf und nieder wippen und das Abbild eines Spiegels malen, der die Silhouette von

Lichtern präsentiert. Denn in der Stille singt rein das Wort, im Dunkel da malt nur ein Licht. Und so erkennst Du die Brücken, die hell erleuchtet sich über das Wasser ergießen. Eine Seite mit der Anderen verbindet, damit in Betriebsamkeit Mensch seiner selbstgewählten Pflicht folgen darf. Aber diesmal ist dieser Koloss aus Stein im Grunde nur irrelevant. Denn was ich will, was Du siehst, ist darunter auf der Fläche des Wassers, die kein Mensch betreten kann. Und nur deswegen bildet das Spiel der Lichter, die eigene Bühne, nicht zu zu ordnender Magie. Wie eine tanzende Fläche an goldenem Schein, präsentiert sich hier die Einladung unmöglicher Variation an Wirklichkeit. Du kannst nicht sehen, was ich erblicke. Du bist Mensch, im Grunde, da schläfst Du zur Nacht und folgst den Gebilden Deiner faszinierenden Träume. Ich aber sehe mehr. Mit Wissen, mit Möglichkeit und auch dem Hauch nicht menschlicher Freiheit, verändert sich als Erstes Deine Wahrnehmung. So betrachte ich mit Dir, was Du so niemals erblickst. Einer der Gründe, warum ich den Pinsel nun schwang. Wir sehen also die goldene Fläche an spiegelnden Lichtern. Nur sind es nicht die Lichter, die unsere Aufmerksamkeit fesseln. Es sind die Nebel, die im Grunde ohne Präsenz darüber fegen. Wesen, die den Sphären entspringen, wo sich nur die Seelen der Verstorbenen einfinden. Sie reisen hindurch, finden ihren selbstgewählten Pfad an Verdammung oder ihre eigene Erlösung. Ab und an, bleibt etwas zurück, ein Dazwischen, ein Reich daneben. Du nennst es Geist, das Wesen für sich, weiß rein gar nichts von seiner Existenz. Und so nennt es sich nicht, ordnet nicht ein und ebenso wenig versklavt es sich. Es tut, es macht die Sekunden eigenen Seins. So wie auch jetzt, an einem Ort weitab
sonst nötiger Zivilisation. Sie tanzen umher, drehen sich spiegelnd und funkelnd im Licht der Nacht. Ein Tanz, den zu beobachten, ich Dir wünschen würde. Er erinnert an den Hauch von Fabeln und Märchen, wie es Feen und Elfen sonst nur tun. Hier findet dieser magische Reigen aber direkt nur neben der schlafenden Bevölkerung statt. In anderer Nacht, anderem Licht an magischer Situation, da würden sich auch die Figuren aus Stein dazu gesellen. Mit Leben erfüllt, würde ein sonst majestätischer Adler in Form gegossen, seine Schwingen weiten und sich stolz präsentieren und über die Fläche des Wassers erheben. So findet ein jedes Sein, eine jede Form an Existenz, seine Zeit der Aufmerksamkeit als auch des tanzenden Lebens in Unendlichkeit. Denn was nicht gesehen, erblickt, erkannt und definiert, hat dennoch eine Form an Präsenz, die sich selber malt.

So zeigte ich Dir jetzt Eines, ein menschliches Keines, dass dennoch vielleicht gerade nur deswegen, voll des Zaubers einer Magie nur ist. Male es weiter, wenn Du magst. Mit den Blasen Deiner Phantasie, Deiner Vorstellung und dem Vorhang einer Bühne, die sich geistige Freiheit nennt.

Ich befinde mich nicht mehr auf einem Dach. Wie ein Wanderer streife ich durch die dunklen, stillen Gassen. Der Vergleich zum Wanderer passt einfach perfekt, denn es gibt kein Ziel, keine direkte Suche und niemals nur eine Pflicht. Ich streife durch die Straßen, lasse meinen Blick über die Schaufenster streifen. Die Angebote, Verlockungen, Schnäppchen und ebenso honigsüßen Träume, die sich da Konsum nennen.

Nein, ich urteile nicht.

Ich bin kein Mensch. Ich beobachte nur, verstehe und ziehe manchmal auch Rückschlüsse zu einer Lösung, die für mich von gravierender Bedeutung sind. Sicher könnte man es nach menschlichem Verstehen als Langeweile bezeichnen, was mich durch die Pfade schickt. Aber das wäre nur ein Rückschluss an menschlichem Fehler. Denn auch wenn es keine gestellte Aufgabe, keine Pflicht, keine Sorge oder direkte Last mehr gibt, so besitze ich ein Andres, das sich Freiheit schimpft. Die Freiheit zu tun, zu lassen, zu streifen oder auch zielgerecht zu lenken. Ich darf wählen, muss es aber nicht. Ich kann dem Zufall das Steuer übergeben und simpel einfach folgen, was Kette an Ereignis sich selber schreibt. So halte ich es gerne, immer und doch auch nur manchmal. Eine Möglichkeit an Variation, die ich Dir auch gerne vorschlagen will. Denn nur unerwartet bildet sich das, was nicht erwartet wird. Ein andres Portal an Freiheit, das menschlichen Geist befreit.

Wir sind ein paar Tage weiter, das wusstest und bemerktest nicht.

Wie denn auch?

Du folgst dem Fluss an Worten, der Strömung, die ohne Richtung, dennoch
immer vorwärts treibt. Und auch wenn die Zeit Dir zur Einteilung gereicht, in Stunden, Minuten, Sekunden vielleicht, auch Wochen oder Monate, so ist sie für mich nur ein Zweck, dem es ein menschlicher Sinn bedarf. Sicher, bin ich nicht frei von der Zeit. Denn so lange ich in der Wirklichkeit Deiner Realität mich befinde, solange unterliege ich auch den Grenzen, Formeln und logischen Schlüssen, die menschliche Existenz sich selber definiert. Andersrum im Denken, verstehen und ahnendem Begreifen, gibt es nur das, was Du Dir greifst. Du brauchst die Zeit als Mahnmal, als Größe, die Bewegung und Verfall definiert. Ohne Dich, Dein menschliches Sein, ohne die Masse Deiner Welt, ihrer eigenen Realität, ganz einfach, da gäbe es keine Zeit.

So definiert ein Mensch sein Sein, Gleichung um Gleichung, Formel um Formel, Gesetz um Gesetz. Sie brauchen es für das simple Verstehen, das sich dem

Verstand nur so anschmiegt. Die Ironie, die das nur alles verbirgt, ist simpler Gleichung komplizierter Schluss. Du suchst eine Formel, eine Gleichung, die einfache Gesetzmäßigkeit. Du verstehst, ziehst Zusammenhänge, Parallelen und Gleichungen. Das bildet dann ein Ergebnis, das Du verstehen kannst. Aber dieser Weg, dieses Verstehen, erschafft Dein Denken, Dein Begreifen und ebenso den Sklaven einer Realität.

Ich versuche es einfach und kann nur kompliziert formulieren, präsentieren, was Deine Welt Dir gibt.

Du denkst, Du begreifst und ergreifst, dann bildet sich Dein Verstehen und die Gedanken dazu, die einen Sinn ergeben. Für Dich, für nur Deine an Wirklichkeit. So formst Du aus einer Variable als Beispiel ein X, eine feste Zahl, die Du nur so erkennen kannst. In Wahrheit wäre neben dem X, ein unscheinbares Y ein z und vielleicht noch eine kleine an Zahl. Das nur übersiehst Du, da das X alleine plausibel scheint. Gibt es Fehler, hinkt Deine Gleichung, so passt an und formt um, bis Ergebnis wieder stimmt und Du alleine das X behalten kannst. So übersiehst aber die kleinsten Facetten, die sich nur freiem Blick, aufgeschlossenem Geist und dem Fortschritt Deiner Zukunft ergeben. So läuft es mit der Zeit, mit Deinen Größen und Gleichungen, die alleine in Deiner Wirklichkeit Sinn als Ergebnis liefern. Du selber trägst keine Schuld, mit Sicherheit nicht. Und auch das Wort Schuld ist wieder eine Variable, die ganze Wahrheit verkennt. Denn was du nicht kannst, nicht erahnst, das nur kann kein bewusster Fehler sein. Und die hellsten, die intelligentesten Größen Deines Planeten, sie geben Dir einen Teil ihres nur teilweises Begreifen voraus.

Also niemals schuld. Nur ein Greifen nach einem Horizont, dessen Tiefe selbst Deine Wahrnehmung so nicht ganz erkennen kann. Tja und so tat ich
es doch.

Ich erklärte und definierte, was ich nicht wollte. Mit Sicherheit kein Fehler, aber gekonnter Hinweis auf die Keine an Oberflächlichkeit.

Es ist mit den Gassen dem Streifen in dunklen Ecken oftmals so, dass außer Wind so nichts zu sprechen vermag. Dort huscht im Dunkel, eine Maus oder Ratte vorbei. Aber hast Du keine Angst, so ergibt sich ein Wort, ein Laut, der auch Deinem Innern an Dein Ohr Dir greift. So findet Stille und Dunkelheit, manchmal die unsichtbare Bühne, die nur Dich zum Betrachten einläd. Du alleine, applaudierst, siehst weg oder betrachtet schweigen die Worte Deines eigenen Schauspieles.

So wählst den Ort Deiner Wahrheit, Dein Begreifen und den Rest bekommst

geschenkt dazu. Sei es Zeit, Wirklichkeit und ebenso, das auf immer kostbare Wisse. Nenn es einen Hauch an Ahnung, Portal in eine Variation Deiner alten Möglichkeiten, die ich Dir nur in anderem Licht präsentiere. Wir sind aber nun in den Gassen einer stillen Stadt, einem Hauch an Dunkelheit, das Schatten verbirgt und ebenso sind wir bereits Tage weiter als zu Anfang des Weges, in den Du freiwillig Dich mitnehmen ließest. Wir haben den Vollmond in all seiner Pracht und auch eigenen Blüte. Ein Zeitpunkt, der manch Wahres offenbart. Deine Mythologie kennt diese Geschichte bereits. Denn dem Planeten dort oben, der sich nur einmal in Deiner Einteilung von den Tagen eines Monates sich präsentiert, wohnt eine unsichtbare Macht inne.

Du erlebst es bei Ebbe und Flut der Meere, um Eines als Erstes zu nennen, dass sich Deinem Verstehen des Verstandes ergibt. Aber da ist noch viel mehr. Das kannst Du spüren, wenn Du hinauf zum Himmel blickst.

Der pechschwarze Himmel und darin prunkt die magische Scheibe voll silbrigem Licht. Es mag Magie genannt werden. Ein anderer Glaube sieht in dem Planet ein Abbild seiner Göttin, sei es Luna oder auch Diana.

Nie ist etwas falsch.

Denn der Glaube ist eine erste Spur, um die Fesseln der Rationalität, wie auch des Verstandes, von innen heraus zu umgehen. Auch neben Mathematik und Formeln, hat der Mond eine bedeutende Macht, die direkt in Dein Inneres greift. Er verstärkt und beeinflusst, vielleicht zieht er es auch aus den tiefen hervor, was sich Gefühle und Triebe nennt. Dein höchstes Glück, dein tiefster Ärger, die schlimmsten Schrecken, die Dein Inneres verbirgt. Der Mond verstärkt sie Dir, ob Du es willst oder auch nur nicht.

So ist der Planet, die reine an Vollmondzeit, ein Moment, wo Du einen Hauch Deiner verleugneten Teile erblicken kannst. Die Macht einer äußeren
Welt, die auch ein Teil Deines Inneren ist und bleibt. Der Sinn, dass ich es Dir erkläre, ist nichtig wichtig.

Aber ich weiß, dass Du von nun an zum Himmel blickst und gleichermaßen auch in Deine eigene Tiefe. So hat sich ein Zweck nur selber erfüllt.

Widmen wir uns wieder mehr der Handlung und weniger dem reinen Wissen. Ich weiß, dass auch Dir das besser gefällt.

Defensive ist ein HenkerInhaltsverzeichnisChapter Two
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