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Chapter 3InhaltsverzeichnisChapter 4

Veronas Velvet II

Roman zum Thema Unsterblichkeit


von Nismion

Es war eine Nacht, wie jede Andere auch. Mit Sicherheit zählte sie die dunklen Stunden nicht. Wozu auch? Vergehende Lebenszeit, die sich aneinander reihte und paarte und so einen Fluss ergab, an dem eine jede Existenz sich nur anpresste. Sicher war sie keine Gelehrte und eine Philosophin schon gar nicht. Dennoch füllte sie die Stunden den langen Nächte manchmal mit Gedanken, die eben diese wieder verschwinden ließen. Ihr Blick huschte über die Bildschirme der Kameras. Sie beobachtete die Massen an Menschen, wie sie in den Eingang strömten, sich aneinander und miteinander in der Masse bewegten. Manche waren betrunken. Andere voll Vorfreude, gerade eben darauf. Für eine Nacht würden sie den Tag und die Pflichten der Menschlichkeit ganz einfach vergessen. Matrischka war das egal, solange sie in ihren Club strömten. Sicher verdiente sie gut Geld mit dem Club. Die Kasse stimmte und trotz anfänglicher Schwierigkeiten, schrieb sie mittlerweile große grüne Zahlen. Sie aber interessierte sich nicht für Geld. Dafür hatte sie schon zu viel gesehen, erlebt und besessen als auch verloren. Im Laufe der Zeit halt, verlor Einiges an Bedeutung und Anderes gewann dazu. Das zumindestens hatten sie die Jahrzehnte bereits gelehrt. Ebenso war das gekonnte Verwischen von Spuren zu ihrem zweitbesten Handwerk geworden. Das Verstecken, das Verbergen ihres wahren Naturells, auch wenn es ihrer Person absolut nicht entsprach, war zur zweiten Lebensaufgabe verkommen. Genau deswegen dieser Club, die Nächte vor dem Bildschirmen der Kameras. Das Betrachten der Masse, ohne sich zu sehr selber darin zu tummeln. Sicher bedeutete das nicht, dass sie keinen Spaß haben durfte. Sie musste nur leider mehr mit dem Dunkel spielen als ihr es selber lieb war. Sie nahm das Micro vom Schreibtisch und rief Bernhard zu sich. Sie zeigte ihm auf der Aufnahme einen Ausschnitt und er wusste, was er zu tun hatte. Ohne Murren machte er sich auf den Weg und erledigte das Geforderte. So, wie ein Jedes Mal in den Jahren, in denen er ihr schon zur Seite stand. Als Bodyguard, als Gehilfe, als Diener und auch eben als ein Stück weit ein Vertrauter. Wenigstens Einen auf den sie sich in all den Jahren verlassen konnte. Ihr eigener Fels in der Brandung. Ein Stein ganz sicher. Muskulös, durchtrainiert, ein Ex Soldat halt, den sie weit ab der Zivilisation aufgegabelt hatte. Er lag im Sterben. Von den engsten Vertrauten verraten und zurück gelassen. Etwas von ihrem Blut, geheilt und mit neuer Kraft, war er ihr von nun an zur Seite. Sie wandte sich von den Kameras ab und ging in ihre Umkleide. Vor dem großen Spiegel musterte sie sich. Sie war nicht selbstverliebt, aber dennoch gefiel ihr, was sie dort sah. Sie war eine unscheinbare Frau. Sanfte Züge, braune Haare. Das Abbild der Verletzlichkeit, die Weichheit, die bei Männern den Beschützerinstinkt erweckte. Einer der Gründe, warum ihr Jeder vertraute und eben niemand
misstraute. Sie kämmte sich durch das Haar, sah es kurz grün aufleuchten in den braunen Augen. Das kurze Züngeln einer Flamme, die ihr Innerstes verbarg, bevor sie erlosch. Dann nickte sie sich kurz zu und verließ den Raum. Bernhard hatte sicher schon alles vorbereitet. Es wurde Zeit für den Augenblick dieser Nacht.

Chapter 3InhaltsverzeichnisChapter 4
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