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Mein Vampir [...]

Brief zum Thema Vampire


von Nismion

Mein Urgeschöpf der Dunkelheit Du bist. Meine Erlösung, als auch die Reine an Verdammung. Engel ohne Flügel und Dämon abseits des Lichtes. So scheinst alles zu sein, ein Kein und doch auch nichts. Du bist (m)ein treuer Begleiter, bei Nacht oder im Schlafe auch bei Tag. Du bettest Dich sanft hernieder in die Arme des Todes. Das Wiegenlied der Unsterblichkeit. Und obwohl die Unsterblichkeit Dir anzuhaften scheint, so bist keinesfalls unendlich. Der Verfall der Welt, er macht vor Dir halt aber dennoch versucht er Dich unentwegt zu ergreifen, zu berühren, mit zu reißen. Alleine Deine Übernatürlichkeit und ewige Verdammung rettet Dich vor dem Schicksal alles Lebenden.

So bist das Schwarz der Dunkelheit. Das Licht der Erlösung von dem ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens. Der Engel ohne Flügel. Die Krähe in tiefster Nacht, die ihren Ruf in die Schwärze hinausschreit. Der Rabe, der einsam am dunklen Horizont seine Kreise zieht auf dass das Leben ihn doch noch erreiche. So bist Sukkubus der von dem Odem der Lebenden kostet und nur so sich ewig am Leben erhält. Verführer, der Unschuldigen. Die Unwissend, naiv, sich von Deinen Liebkosungen verführen lassen. Bis sie verlieren, was sie am Lichte hält und auf den Pfad des Lebens kettet.

Und obwohl Dämon Dich schimpfst, bist ebenso verdammt, wie auch nur nicht. Du hast die ewige Freiheit gewählt, auferlegt bekommen, niemals im Strudel der Zeiten verloren zu gehen. Von Schicksal befreit, von Zwängen, Müssen und Sollen, suchst auf ewig nur den eigenen Zweck, der sich Dir so leichtfertig niemals präsentieren will. So hast keinen Pfad als rein den eigenen Weg, der dich abseits des Lebenden in die Dunkelheit treibt in der Du aber nichts mehr zu finden hoffst. So folgst auf ewig nicht dem eigenen Weg, der Dich nur vereinsamen und ketten will und bleibst als Beobachter der Lebenden im Zwischenreich. Unbeweglich, eiskalt, ohne den Atem des Lebens, den Leichen gleich vegetierst ohne die Seele der Menschen, die alleine Dich zu entzünden wissen. Deswegen nur gesellst Dich in Lebzeiten zu Individuen, die dein kaltes Herz erwärmen und neu zum pulsieren bringen.

So bist meine Verdammnis, meine Verführung, mein Sklave aber auch, da an mich gebunden, verbunden, bist. Wirst mir folgen, Seite an Seite in des Schicksals Pfaden. Wirst Leben erleben, Hoch und Tief tauchen, wie es alleine nicht mehr zu ertragen hast. So bist mein Schutz als auch meine eigene kleine Gefahr. Denn auf immer nur, kann unser Pakt leichtfertig geopfert werden für den kleine Trank, den Schmaus, den Nektar des Lebens. So befinden wir uns auf dem hauchdünnen Seil das uns gemeinsam über den Schlund der Reiche trägt. Einzeln verbleiben wir in unseren Reichen, Welten. In Verbindung aber bereisen wir auch die anderen Reiche, die uns sonst verschlossen wären.

Wer die Wahl hat, der wähle. Wer die Entscheidung sucht, der entscheide. Wer leben will, der lebe ewig. Auf dem Pakt des dunklen Pfades, der fordert und verlangt. Seinen Tribut, seinen Pfand, der dann und wann zu entrichten ist. Wisse, Du zahlst mit dem Licht Deiner Seele, wenn dich mit dem Abgrund der Verdammung als Lebender einlässt. Nichts desto trotz sind es unendliche, die der Verführung dieses Traumes verfallen. Bücher und Filme, verkaufen es als das Paradies. Aber die Wahrheit, die verschweigt man Dir, weil sie selber keiner kennt. Du magst mit dem Verstand selber und seinen Bahnen einen Tribut entrichten. Dass Träume nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden kannst. Ein wohlweisliches Spiel der Anderswelt, die Dich zu verwirren sucht um dich an sich zu ketten. Dein Schicksal zu verschlingen und Dich zum Sklaven der dunklen Treibe zu machen. Und ehe du dich versiehst, magst verloren zu sein. Du wirst es vor dem Fall in den Abgrund nicht bemerken.

So, mein Vampir. Bist mein Erretter und meine Verdammung. Mein Begleiter als auch mein Wegweiser durch die Dunkelheit und die Hölle der dunkelsten Seele, die wispernd mich zu verführen sucht. Mein gefallener Engel der ohne Flügel für mich die schwarzen Schwingen ausbreitet um mich in die Schatten zu hüllen. Auf dass ich mich nicht fürchte, sondern sie als meine Brüdern und Schwestern annehme. Die Flüche der gemarterten Seele, die sich selber alleine nur verflucht. Bist Wesen und Übernatur zugleich. Auf dieser Erde und doch im Zwischenreich abseits jeder natürlichen Ordnung. Und durch Deine Berührung bin auch ich ein Wesen in der Berührung der Anderswelt. Man weiß jetzt um mich, kennt meine Existenz und verfolgt meinen Weg durch die Gezeiten der Schicksale. So sind wir Begleiter auf dem Pfad durch die ewigen Gezeiten. Mich zerfrisst die Zeit und der Verfall, Dich berührt es nicht einmal. Gekettete Wesen wir sind und verbleiben. In Schicksal und Weg verbunden. Was wir suchen, wissen wir nicht. Was wir finden, sind wir, verschlungen im ich.

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