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Ich überlebte mein begehren (Alexander S. Puschkin)

Gedicht zum Thema Vergangenheit


von Hecatus

Ich überlebte mein begehren,
lieb meine träume nun nicht mehr,
es bleiben mir nur leidenszähren,
des herzens früchte hohl und leer.

Und unter grausen schicksalsstürmen
da wurde welk mein kranz und rahn,
ich leb allein auf trauertürmen
und warte: kommt mein ende? wann?

So, von der kälte spät getroffen
hört man des winters sturmgepfeif,
zittert in einem kahlen, schroffen
gezweig ein blättchen, überreif.

Anmerkung von Hecatus:

24 VII 2018

Я пережил свои желанья,
Я разлюбил свои мечты;
Остались мне одни страданья,
Плоды сердечной пустоты.

Под бурями судьбы жестокой
Увял цветущий мой венец —
Живу печальный, одинокой,
И жду: придет ли мой конец?

Так, поздним хладом пораженный,
Как бури слышен зимний свист,
Один — на ветке обнаженной
Трепещет запоздалый лист!..


 
 

Kommentare zu diesem Text


Jack
Kommentar von Jack (07.08.2018)
Puschkin kennt man eigentlich, aber Russisch können nicht so viele, insofern können die meisten nichts dazu sagen, ob die Nachdichtung gelungen ist, weshalb auch nicht kommentiert wird.

Das ist (wieder) ziemlich gut, nur verstehe ich nicht den Sinn der Nichtgroßschreibung da wo sie üblich ist (bei Nomen nicht, bei Zeilenanfängen ist ok).
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Hecatus meinte dazu am 09.08.2018:
Ehrlich gesagt hätte ich gedacht, dass hier doch ein paar russisch können. Aber anyways..
Das mit der nichtgroßschreibung ist geschmackssache und hat als solche (wie so vieles) keinen eigentlichen »sinn«. Ich orientiere mich dabei teils an Stefan George, den Grimm-brüdern und dem rest europas (plus ein bisschen typographie).
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