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(3) - Im SiechbettInhaltsverzeichnis(5) - Manuka

(4) - In der Betäubung

Lyrischer Prosatext


von autoralexanderschwarz

I

In gläsernen Tauchglocken stehen wir wie Treibgut unter Wasser,
wir schweben, wir strömen, wir sinken so tief;
friedlich ist es hier unten, leise
und kühl an den Fingerspitzen.

In der Betäubung ist es noch schön,
in der Betäubung ist es noch ganz Vergangenheit,
hier ist noch Schutz, Zärtlichkeit und Embryonalhaltung,
hier riecht es noch so unschuldig wie früher:
bis hierhin ist die Finsternis noch nicht vorgekrochen;


aller Schmerz ist auf anderen Planeten
zurückgeblieben.

Stattdessen fühlen wir uns merkwürdig frei,
spüren unsere Kräfte an den Nervenenden
und drängen an die Spitze silbrig-glänzender Fischschwärme;
wir sind ganz in unserem Element,
wir riechen, wir schmecken, wir atmen das Meer,
niemals wird das Wasser uns hier trüb:
und das Licht glänzt so schön wie in Südseekorallen.


II

Dann klettern wir in eine große dunkle Muschel,
die unten auf dem stillen Grund für uns bereitliegt,
von innen schließen wir die Mantellappen ganz fest
und horchen dabei auf das Meer,
lauschen,
wie sich das Atmen der Wellen
mit dem eigenen Herzschlag
verbindet,
so machen wir es uns für eine lange Weile gemütlich;
nur irgendwo an der Seite drückt ein verborgenes Sandkorn.


III

Als wir erwachen, spüren wir es sofort:
man hat uns etwas weggenommen.
Dort, wo unser Abszess in den schönsten Rottönen pulsierte,
ist nichts als eine hässliche, offene Wunde zurückgeblieben,
alle Abwehr war sinnlos, nur ein Schattenkampf,
das Schlachtfeld liegt verborgen unter Jod und Mull:
so viele weiße Blutkörperchen sind uns so gänzlich umsonst gestorben.

Man hat uns beiseite und neben andere Patienten geschoben,
gemeinsam aber hauchen wir unsere Anklage in den Aufwachraum:

„Während wir schliefen, nahmen sie uns ein Stück von uns selbst“, hauchen wir,
„und es war ihnen dabei vollkommen egal, ob es gut- oder bösartig war.“


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Kommentar von Piroschka (55) (19.11.2018)
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(3) - Im SiechbettInhaltsverzeichnis(5) - Manuka
autoralexanderschwarz
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Dies ist ein Gesang des mehrteiligen Textes Elfenbeinsplitter.
Veröffentlicht am 08.08.2018, 12 mal überarbeitet (letzte Änderung am 26.08.2018). Textlänge: 286 Wörter; dieser Text wurde bereits 176 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.08.2020.
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