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wetterzwischenbericht

Tragödie


von Habakuk

wortgesülze trudelt grützendseicht ins bodenlose,
mohnrot stürzt sich erbrochnes blut aus magren hälsen,
bläst der silbensturm den göttern geistlos tief ins hirn,
den wörternutten fallen die vokale aus den brüsten,
ein jeder scheißt sich in die hose, aus dürren kehlen

singsang in die magren wolken steigt, wir ham’s vergeigt,
doch es will einfach nicht regnen, auch an den küsten,
selbst beim hörsturz, kennt die sonne kein erbarmen,
sinnzerbröselnd krächzen heiser raben mir die scheiben zu;
des kaisers neue kleider stehen hell in flammen,

wer keinen kreis kann, malt ganz sicher eine raute,
da steht er nun ganz nackt auf flimmerndem asphalt,
es ist ja sommerflaute, und ihm wird kalt, den geigen
hängen die zerrissnen saiten gar zum maul heraus,
der lippensaum wirft blasen unterm sonnenstich, applaus,

die scheiße tropft nur so ins sphärenblau, wann wird mal
endlich wieder sommer, sei’s auch nur für lau, kein schwein
grunzt mehr die schönen klänge, so trostlos die gesänge,
grau in grau, ein jeder freut sich auf den nächsten winter,
gottlob, dann hat mans endlich hinter ... sich.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von LottaManguetti (59) (09.08.2018)
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Habakuk meinte dazu am 09.08.2018:
Thx, Lotta, du hast die Qualität dieses Werks erkannt, gehörst also nicht zu denen, die einen Mückenstich nicht von einem Sonnenstich unterscheiden können. Respekt.
Natürlich hätte es diese S-Wörter nicht unbedingt gebraucht, doch in der Not schreib ich statt Kot nur Scheiße. Einst kroch der Mensch ja noch auf allen vieren, auch stammt er ab wohl von den Tieren, und hatte gänzlich unbeflissen, statt Stuhlgang einfach nur geschissen, und daran ändern auch die feinen Kleider nun mal leider nichts.
Next time wirds wieder besser beim Sprachgebrauch. Ährlich. Die Hitze geht halt an keinem völlig schadlos vorüber.

Gruß
H.
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (09.08.2018)
Verklingen leis auch alle Laute:
Kann weder Kreis, noch jemals Raute.

Nun ja, scheißen geht immer, Bruder.
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Habakuk antwortete darauf am 09.08.2018:
Yeap, du fünfeumeliger Bruder, solange ich noch scheißen kann und kühles Bier im Kühlschrank lagert, soll mir keiner kommen und behaupten, Hopfen und Malz seien verloren.
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Kommentar von MichaelBerger (44) (09.08.2018)
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Habakuk schrieb daraufhin am 09.08.2018:
Pinke Fehlanzeige.
Benn konnte noch zu seiner Zeit dichten: „Du, ich lebe immer am Strand und unter dem Blütenfall des Meeres“.
Die Zeiten sind vorbei. Heute heißt es: „ Du, ich lebe immer im Kühlschrank und unter dem Blütenfall der Biere.“
Reykjavík, yeap, die kriegen früher oder später Probleme mit den einfallenden Hitzehorden.
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (09.08.2018)
allein den Anfang finde ich schon fantastisch, den muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...gerne gelesen
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Habakuk äußerte darauf am 09.08.2018:
Danke dir.
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princess
Kommentar von princess (10.08.2018)
Ui. Das ist wortprall, bilderprasselnd, gedankenblitzig,
sommersatt, a bisserl zu fäkalisch aber richtig cool!

Liebe Grüße
Ira
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Habakuk ergänzte dazu am 11.08.2018:
Königlichen Dank, Prinzessin. Ja, a bisserl feekahlisch ist es schon. Aber wie sagt der zünftige Pöt: Scheiß drauf!.

BG
H.
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (27.08.2018)
Hallo hbq, zum Glück ist es nur ein Wetterzwischenbericht. Nicht mehr und nicht weniger. Alles, was sonst noch herum hängt, stürzt, trudelt, bläst, fällt, steigt, krächzt, malt, steht, wirft, tropft, grunzt, sich freut oder auch nicht, alles das ändert, bleibt oder ist aus dem Wörterbuch der vornehmen Deutschen Sprache entnommen; der Rest ist geistiges Eigentum. Schön von dir, für uns und den Rest der beknackten Welt. Herzlich grüßt Iltis.
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Habakuk meinte dazu am 27.08.2018:
Thanks, Gil. Ich beabsichtige, noch einen Wetterendbericht zu schreiben, worin ich natürlich wieder viel geistiges Eigentum verarbeiten werde, da ich das Wörterbuch der vornehmen deutschen Sprache verlegt habe,

BG
H.
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Kommentar von Piroschka (55) (19.11.2018)
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Habakuk meinte dazu am 19.11.2018:
Ich denke nicht, dass es kryptisch ist. Es ist ein Text gegen Wortgesülze. Töleranz ist immer gut. Wer nicht ab und an sülzt, der werfe den ersten Stein.

LG
H.
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Habakuk
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Veröffentlicht am 09.08.2018. Textlänge: 175 Wörter; dieser Text wurde bereits 250 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.08.2019.
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