Stirndunkeln.

Erlebnisgedicht

von  Vaga

bei Anbruch der Dunkelheit
erstiegen wir die Sternwarte
noch auf der Wendeltreppe
war ein Schwindel spürbar
das Immerfort als Bewegungsmittel-
weg vom Boden nach ganz oben

durch den Spalt der Kuppel
drangen längst vergangene Ewigkeiten hinter unsere Stirn

[der Vorführer hatte die Taschenlampe vergessen
das Justieren des Spiegelteleskops
gelang ihm nur mühsam]

im Stillstand auf kleinstem Raum
wurden wir willkürlich zu Geduldigen

sahen die Gestirne ganz weit oben
spürten das Schweigen der Zeit
und im Restlicht unsere Unzulänglichkeit.

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Kommentare zu diesem Text


 Bergmann (19.08.18)
Ein mal ganz anderes Gedicht von dir. Sehr schön: der gestirnte Himmel über dir/uns, und du/wir so klein unter der Kuppel!
Di cuore - Uli

 Vaga meinte dazu am 21.08.18:
Danke sehr für deine Worte, Uli. Ebenso herzlich - Vaga.

 W-M antwortete darauf am 26.08.18:
ich kann mich Uli nur anschließen, ein sehr schönes und gutes Gedicht! habe Dich lange nicht mehr gelesen ... herzliche grüße, werner

 Vaga schrieb daraufhin am 29.08.18:
Ich freu' mich über deinen Kommentar, Werner! Liebe Grüße - Vaga.
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