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Niemals aufgegeben

Sonett zum Thema Sucht


von EkkehartMittelberg

Dein Pseudonym entstammt der Märchenwelt,
verbindet Hans im Glück und Gänsemagd,
zum Sterben hast du ein Duell gewagt,
warst wegen Totschlags vor Gericht gestellt.

Dem Alkohol und Morphium verfallen,
in Haft und Klinik wechselvoll dein Leben,
doch kampflos hast du niemals dich ergeben,
man muss als kleiner Mann den Gürtel schnallen.

Du hast den Nazis Schnippchen oft geschlagen,
dem Blechnapf konnten sie sich nicht versagen.
Selbst Goebbels hat fürs Wolfsbuch sich verwandt.

Der Kämpfer hat die Sucht niemals bezwungen,
Beachtung ist ihm weithin doch gelungen.
Man stirbt für sich allein ist weltbekannt.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Sätzer
Kommentar von Sätzer (19.08.2018)
Schweres Thema - eine Geissel der Menschheit, gut umgesetzt.
LG Uwe
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2018:
Merci, Uwe. Mir scheint, dass es unter Dichtern mehr Suchtkranke als im Durchschnitt der Bevölkerung gibt, als geißelten sie sich selbst.
LG
Ekki
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (19.08.2018)
Hallo Ekki,
du erinnerst, dankenswerter Weise, an einen ganz großen Erzähler!
Seine fesselnden Romane habe ich verschlungen und dabei gedacht, kleiner Mann was nun?
Herzliche Grüße
TT
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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 19.08.2018:
Gracias, Tasso. Was hat ihn groß gemacht? Zum einen die authentische Darstellung der Welt der kleinen Leute und zum anderen die Sprechweise, die seinen Figuren genau angepasst ist.
Herzliche Grüße
Ekki
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (19.08.2018)
"O du Falada, da du hangest ..."


Ich war schon immer der Meinung, dass diese Welt sich nur durch zwei Dinge ertragen lässt. die Betäubung durch Drogen oder Geisteskrankheit. Es gibt noch die Möglichkeit, sich durch Religion ins Glücksbärchenland befördern zu lassen, aber das macht einem nur zum Teil der Welt. Bäh!
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EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 19.08.2018:
Merci,Trekan. Zugegeben, die drei Verführungen sind groß. Erstaunlich, dass es dennoch so viele ohne sie schaffen.
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (19.08.2018)
Rowohlt tb veranstaltet aktuell eine groß angelegte Taschenbuch-Kampagne seiner Werke, die alle miteinander in ähnlich gestaltetem Design gleichzeitig in Buchhandlungen ausgelegt werden und dadurch eine Fallada-Rénaissance einleiten. Mich schreckten bisher die in meinen Augen zumindest eher abstoßenden Titel seiner Romane ab, einen ganz zu lesen. Doch diese Kampagne spricht mich an, zumal auch noch sämtliche Titel und der Autorenname durchgängig klein geschrieben wurden, um damit indirekt potentielle Leser darauf aufmerksam zu machen, dass die Bücher völlig modern sind. So etwas spricht mich an. Kaufte: "jeder stirbt für sich allein", sein erschütterndes letztes Buch. Zwar wurde die Lektüre schon ab S. 18 zur Seite gelegt, ich hasse Romane über den 2. WK, ich hasse Nazigeschichten und hasse Nazis, da mir Geschichten der Eltern und Großeltern diesbezüglich mehr als genügen, dennoch ist der Roman selbst noch in meinen quasi "posttraumatisierten" Augen atemberaubend geschrieben.

Ich danke dir für dein würdiges Sonett auf fallada. Ich hätte an deiner Stelle seine "Drogenkarriere" darin unerwähnt gelassen. Seine Romane haben in meinen Augen kaum mit seiner individuellen Suchtthematik in seinem Privatleben zu tun, so wenig wie Kästners Alkoholismus das Geringste mit seinem literarischen Werk zu schaffen hatte, allenfalls Ausdruck seiner persönlichen Lebenstragik als "starkem Mann" unter lauter Nazis war, der unbeugsam und hochintelligent sich bewahrte und zu einem sehr hohen Preis sich weder verbiegen noch ermorden ließ. Ich würde auch kein Sonett über Baudelaire schreiben, das seinen Opium- und Haschischkonsum erwähnt, weil B. das selbst viel besser in Prosa darstellt.

Ich würde dagegen nach längerer Überlegung wahrscheinlich doch eher theoretisch ein Sonett über Walt Whitman verfassen, in dem der Literat auch mit seiner offen gelebten Bisexualität dargestellt wird. Whitman teilt uns darüber alles selbst in "Leaves of Grass" mit.

Wahrscheinlich wäre wohl auch das beste Sonett über Whitman unangemessen, da er Grashalme schrieb. Schade? Och nö. Whitman did his job quite well.

Kommentar geändert am 19.08.2018 um 10:39 Uhr
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 19.08.2018:
Vielen Dank für deine persönlichen Erfahrungen zu Fallada, Dieter. Besser hätte ich mein Sonett gar nicht bewerben können.
Was man bei einem Autor besonders hervorhebt, ist letztlich eine Frage der persönlichen Betroffenheit. Aber das siehst du ja nicht anders.
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Kommentar von LottaManguetti (59) (19.08.2018)
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EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 19.08.2018:
Gracie Lotta. Ja, Fallada ist ein Zauberer der Atmosphäre. Aus meiner Sicht verbindet ihn mit Dostojewski das Mitleiden mit dem Schisal der kleinen Leute.
Liebe Grüße
Ekki
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (19.08.2018)
Es sind wohl gerade die Sensiblen, die Dünnhäutigen, die Kunst erleben und für uns darstellen können. Sie erleben das Leben in vieler Hinsicht intensiver und sind wohl deswegen auch suchtgefährdet. Dein Sonett ehrt einen solchen Menschen.

Liebe Grüße
Kerstin
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2018:
Merci, Kerstin, dein Kommentar trifft es auf den Punkt.
Liebe Grüße
Ekki
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Kommentar von Graeculus (69) (19.08.2018)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2018:
Vielen Dank für den Hinweis auf die Renaissance, Graeculus. Kannst du mit einer Quelle weiterhelfen?
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Graeculus (69) meinte dazu am 19.08.2018:
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Graeculus (69) meinte dazu am 19.08.2018:
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (19.08.2018)
Angenehm zu lesen. Ein Lebenslauf in Sonettform, in dem die wichtigsten Stationen seines Lebens Erwähnung finden. Eine angemessene Würdigung eines würdigen Schriftstellers.

BG
H.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2018:
Vielen Dank, Habakuk, wir haben gelernt, dass über die Würde eines Schriftstellers nicht in erster Linie die bürgerliche Etikette entscheiden sollte.
BG
Ekki
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (19.08.2018)
Naja, der hätt mal was von seinem Ego aufgeben sollen, hätt er keinen Alkohol und kein Morphium gebraucht.
Am Gedicht ist formal nix auszusetzen.

LG
Lothar
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Graeculus (69) meinte dazu am 19.08.2018:
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2018:
@Lothar und Graeculus.:Deine Ironie ist angebracht Graeculus,. Ich vermute freilich, dass Lothar sie provozieren wollte, er also weiß, wie schwierig das mit der Reduzierung des Ego ist.
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LotharAtzert meinte dazu am 19.08.2018:
@ Graeculus.

Nirgendwo ist die Rede von "einfach". Ich erwarte nur von einem, der vorgibt, Mensch zu sein, daß er nicht nur gegen äußere Feinde kämpft (Windmühlen, wie ein berühmter spanischer Don) - in dem Fall die Nazis, dagegen ist nichts zu meckern - sondern auch und zuerst gegen die inneren und das hat er versäumt. Das ist ja üblich in unserer Welt, kann ja auch jeder halten, wie er will.
Aber wer nicht den betrachtet, der die äußere Welt kritisiert, wird von mir nicht ernst genommen. Und wenn ich dann sehe, wie in der Umkehrung, ich, der Mahner, nicht ernst genommen werde, dann weiß ich, was die Stunde geschlagen hat.
@ Ekki - so ist es. Bloßes Provozieren ist was für Deppen. Aber das herauskitzeln, was knapp unterhalb der Oberfläche ist, ist manchmal harte Arbeit. Der liebe Habakuk versteht das leider auch nicht.
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Echo meinte dazu am 22.08.2018:
@LotharAtzert
Das ist doch etwas zu oberflächlich geurteilt. Er versäumte keineswegs gegen seine inneren Feinde zu kämpfen. Er konnte diesen Kampf nicht gewinnen, und das kann jedem passieren.
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Kommentar von harzgebirgler (19.08.2018)
der gute mann hat sich echt nicht geschont
was sich des werkes wegen aber lohnt'.

beste abendgrüße
henning
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2018:
Ja,danke Henning, darum geht es mir, die Dopplung von Rauschgiftsucht und Alkoholsucht zu bekämpfen ist unendlich schwierig,
Beste Grüße zurück
Ekki
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Kommentar von Sin (53) (19.08.2018)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2018:
Merci, Sin, ich habe bis vor kurzem auch zu den 99,9% der Bevölkerung gehört.
LG
Ekki
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (19.08.2018)
Hallo Ekki, danke für deine Zeilen. Jedem, der sich für sein Werk interessiert, kann ich nur dringend einen Besuch mit Führung des Fallada-Hauses in Carwitz, das zur Gemeinde Feldberger Seenlandschaft gehört, empfehlen. Nicht nur die phantastische Landschaft, Feldberg bis hin nach Carwitz zählt zu den bezauberndsten mecklenburgischen Landschaften mit den schönsten Seen (Breiter und Schmaler Luzin, Feldberger Haussee und Carwitzer See), die man sich denken kann, die auf engstem Raum in einer Endmoränenlandschaft liegen, die Hügel bis zu 150 m Höhe aufweisen. Dazu kommt das umfängliche Wissen, das im Falladahaus vermittelt wird, so die Tatsache, dass Fallada, wenn er mit einem Roman begonnen hatte, die tägliche Schreibleistung stetig steigerte. Dann die Tatsache, dass er sich intensiv mit der Landwirtschaft und der Imkerei beschäftigte. Natürlich kann man auch alles über sein Leben, seine Gewohnheiten, die Besucher (Rowohlt) erfahren, und die Zusammenhänge, die sein Leben geprägt haben. Ich freue mich riesig über dein schönes Sonett. Herzlich grüßt dich Gil.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 20.08.2018:
Lieber Gil, ich danke dir sehr, dass du mir und den Lesern die phnatastische Landschaft von Feldberg bis Carwitz und Fallada sinnlich so nahe gebracht hast, Ein Besuch dort steht auf meiner Optionsliste ganz oben.
Herzliche Grüße
Ekki
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Jorge
Kommentar von Jorge (19.08.2018)
Wer Fallada nicht kennt, wird jetzt nach seinen Werken suchen.

Ekki Hommage auf Fallada und Dieter Wals Kommentar sowie Gils tollen Hinweis finde ich sehr gelungen.

LG
Jorge.

Kommentar geändert am 19.08.2018 um 22:34 Uhr
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 20.08.2018:
Vielen Dank für das sorgfältige Lesen, Jorge.
LG
Ekki
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