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03 - LandgasthausInhaltsverzeichnis05 - Kergilliack

04 - Zwei

Erzählung zum Thema Krieg/Krieger


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah ...
Ein britischer Offizier kehrt im Frühjahr 1944 nach England zurück.Während eines kurzen Urlaubs besucht er seine Eltern und einen Kameraden, fühlt sich jedoch nirgendwo wohl Die letzten Urlaubstage verbringt er in einem Landgasthaus bei London. Dort lernt er eine junge Frau kennen.





Eine Tür wurde am anderen Ende der Schankstube geöffnet.. Der Windzug ließ die Kerze auf dem Tisch vor uns flackern. Über eine Minute schauten wir uns in die Augen, ohne etwas zu sagen. Ihr Anblick vertrieb nicht meine Angst vor dem Kommenden und er löschte auch nicht die Erinnerungen aus. Aber dieses ermattete Gesicht war schön, schlau, traurig und so empfindlich und kraftlos wie der erste Sonnenstrahl, der nach einem harten Winter auf das Eis eines zugefrorenen Teiches trifft. Ich begriff, dass sie sich so der Welt nicht zeigen wollte, dass es ein Privileg war, sie so zu sehen. Wahrscheinlich zögerte ich aus diesem Grund, fragte sie dann aber doch.

Die Kerze, die vorher auf dem Tisch in der Schankstube vor uns gestanden war, hatte nun ihren Platz auf der grell bemalten Kommode neben dem Bett gefunden. Sie mühte sich redlich, doch ihr Licht reichte bei weitem nicht aus, um die kleine Kammer gänzlich zu erleuchten. Wir entkleideten uns und schlüpften unter die Decke. Ich hatte ein wenig Angst. Mehr um mich zu beruhigen, um mich zu versichern, dass dies nicht der letzte Traum eines Sterbenden war, legte ich meine Hand auf ihre Schulter. Ihre Muskeln zogen sich zusammen, doch als ich meine Hand wieder zurückziehen wollte, hielt sie sie mit der ihrigen fest. Sie lächelte tapfer. Die schwarzbraunen Ringe unter ihren Augen widersprachen dem. Ich nahm all meinen Mut zusammen und küsste sie. Zunächst war es so, als träfen meine Lippen auf einen aufgewärmten Stein. Doch dieser Kuss war für sie – heute weiß ich das – eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise in ihr tiefstes Inneres, das sie so sehr und so lange beschützt hatte, dass sie den Kerker, den sie für es errichtet hatte, gar nicht mehr wahrnahm. Aber Renee spürte, dass ich ebenso verstümmelt war, auch wenn alle Gliedmaßen noch da waren, dass ich aus ihrer Schwäche keinen bösen Nutzen ziehen würde. Wer fing hier eigentlich wen auf?

Ihre Lippen wurden weicher und es war schließlich ihre Zunge, die Einlass begehrte. So verbanden wir uns zum ersten Mal in dieser Nacht. Wir öffneten beide gleichzeitig die Augen und mussten lachen. Ich legte meine Hand auf ihre Stirn. Sie war heiß, aber glatt. Dann schlang ich meine Arme um sie, wohl um ihre Hitze in mir aufzunehmen, denn es würden Tage und Nächte kommen, in denen ich von ihr zehren wollte. Elegant befreite sie sich aus meiner Umarmung, beförderte mich auf den Rücken und kniete breitbeinig über mir. Ihre kleinen Brüste waren so weiß, wie ihr ganzer Körper, rund und verhießen Unendlichkeit. Die Krönung waren die dunkelroten Brustwarzen. Renee zog mich an ihren Oberkörper und sie schmeckten nach ihr, nach Liebe und nach einem Augenblick, der stets alle anderen überragen würde. Sie stöhnte erschrocken auf, als sie die Brandspur an meinem rechten Oberarm entdeckte, die ein Leuchtspurgeschoss hinterlassen hatte. Auf einmal war der Tod wieder so nah, doch in diesem Augenblick entfachte er jene unstillbare Begierde nach Leben, die nur zwei Seelen verspüren, die dasselbe fürchten. Wir kicherten den Schrecken aus der Kammer und liebten uns. Ich führte ihre Hand zu der Narbe in meiner rechten Leiste, die die fähigen Hände eines Feldchirurgen hinterlassen hatten, als er die Reste eines Granatsplitters herausoperierte und mir so das Leben rettet. Doch ihre Hand verweilte dort nicht lange, sondern wanderte zu meiner Körpermitte. Ihr Griff war fest und zärtlich zugleich, und ich fühlte mich ermutigt, es ihr gleichzutun. Freundlich öffnete sie ihre Schenkel für mich und ich ertaste ihre feuchte Weiblichkeit. Schließlich fanden wir beide Erlösung zwischen den Beinen des anderen.




- Fortsetzung folgt -

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (06.09.2018)
Eine sehr originelle und schöne Liebesszene.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 06.09.2018:
Ich wollte keine Liebesszene schreiben, weil ich eine Liebesszene in der Erzählung haben wollte. Sie sollte zum Grundgedanken der Erzählung passen. Deinen Worten entnehme ich, dass das gelungen ist.
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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 06.09.2018:
Ja, ich hätte das deutlicher sagen sollen.
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 06.09.2018:
Finde ich nicht. Ich habe es ja rausgelesen. Und das nur ich das kann, bezweifle ich.
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Kommentar von Graeculus (69) (06.09.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 06.09.2018:
Was gerne übersehen wird: Liebe macht immer auch verletzlich. Im Frieden hat der Einzelne immer noch Rückzugsräume, um sich zu schützen. Im Krieg sind diese eingeschränkt und die Verletzlichkeit betrifft auch das physische Überleben. Außerdem ist man sich sehr viel bewusster, dass es vielleicht kein Morgen gibt. Ich denke die wenigsten, auch die, die davon sprechen, werden jeden Tag mit dem Gedanken beginnen: "Morgen ist alles vorbei." Dieser Gedanke mag präsent sein, aber er ist nicht allgegenwärtig. Im Krieg ist er das und wird so übermächtig.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (08.09.2018)
Die Beschreibung der körperlichen Liebe ist die Königsdisziplin der Literatur! Es ist das Wandeln auf ganz schmalem Grat. Einem Höhenweg, an dessen Fuß man die Abgestürzten zu Hauf findet.
Du hast ihn trittsicher gemeistert :))
TT
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 08.09.2018:
In der Tat ist das Schreiben solcher Szene verunsichernd für mich. Bin ich platt oder prüde? Und das ist da nur eine Frage. Wenn es für dich jedoch ein gelungener Gang übers Drahtseil war, bin ich zufrieden, weil deine Meinung Gewicht hat.
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03 - LandgasthausInhaltsverzeichnis05 - Kergilliack
TrekanBelluvitsh
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Am Rande des Verstands.
Veröffentlicht am 06.09.2018, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 06.09.2018). Textlänge: 637 Wörter; dieser Text wurde bereits 126 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
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