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05 - KergilliackInhaltsverzeichnis07 - Grundsätzliches

06 - Mr Bush

Erzählung zum Thema Krieg/Krieger


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah ...
Ein britischer Offizier kehrt im Frühjahr 1944 nach England zurück. Nach unerfreulichen Besuchen bei seinen Eltern und einem Kameraden während des Urlaubs lernt er in einem Landgasthaus eine junge Frau kennen. Danach begibt er sich zur neuaufgestellten 129th Rifle Brigade in Cornwall, in der er eine  Kompanie als Chef übernimmt.




Gerald Charles Edwin Ronald Bush war nicht klein. Er war nicht groß, war nicht dick und war nicht dünn. Sein blondes Haar war nicht strohig, noch wirkte es besonders elegant. Seine Füße waren durchschnittlich und seine Hände waren eben Hände, wenn auch vom vielen Waffengebrauch, der ihm so manche Quetschung und leichte Verbrennungen beschert hatte, gezeichnet. In einer größeren Menschenmenge hätte man ihn kaum ausmachen können. Wäre da nicht sein gewaltiger Schnurrbart gewesen. Fein gezwirbelt reichte er weit über seine Wangen hinaus und so manchen lenkte er von den kleinen klugen Augen ab. Ich kannte ihn seit drei Jahren und ganz gleich wie misslich die Lage war, auch wenn unser Haut wochenlang kein Wasser gespürt hatte, dieser Bart war stets gepflegt und sauber in Form. Staff Sergeant Bushs Auftreten war unvergesslich. Fast nie sprach er leise. Er lachte gern und noch viel lieber brüllte er Rekruten an.

"Soldat, so schießn die ihnen den Arsch weg! Nich dass ich was dagegen hätte, aber in ganz England gibts nur Toiletten für gewöhnliche Ärsche und dahin wolln Sie doch zurück, Sie Knilch, oder? Zu den gewöhnlichen Ärschen!"
Die Männer liebten ihn.

Beim Essen schmatzte und rülpste er und jedes Bier schlürfte er so genüsslich, als sei es sein letztes. Er hasste Regen, Kricket, Rugby und Rudern, liebte Schwarzwälder Kirschtorte und betet jeden Tag, dass das Ziel der Landung die Normandie sei, weil er sich auf den Calvados freute. Schon nach einer Minute musste jedem klar sein, dass er keinen englischen Gentleman vor sich hatte. Darum nannte ich ihn nur 'Mr' Bush. Während des ganzen Krieges habe ich niemanden kennengelernt, dem ich so bedenkenlos mein Leben anvertraut hätte.




- Fortsetzung folgt -

 
 

Kommentare zu diesem Text


Access
Kommentar von Access (10.09.2018)
oha! Da gibt es ja wieder was, was ich lesen muss! Gut zu wissen, das hier macht Appetit auf mehr! (War lange nicht aktiv weder Lesen noch Schreiben, aber ich glaube, es kommt so langsam wieder)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 10.09.2018:
Dieses mal "leider" fürchterlich realistisch
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (10.09.2018)
Eine Charakteristik wie aus einem Lehrbuch für das Schreiben von Romanen.
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 10.09.2018:
Ja, Mr Bush sollte sich durchaus "schwungvoll" in die Geschichte einfügen.
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Krotkaja (38) schrieb daraufhin am 10.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (10.09.2018)
Gut so,!
Mit grauen Mäusen kann man weder einen Krieg gewinnen, noch den Leser für eine Erzählung begeistern ))
TT
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 10.09.2018:
Genau.
... Uh ... Rudern! *schüttel*
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Kommentar von Graeculus (69) (11.09.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 12.09.2018:
Du darfst aber nicht vergessen, dass Mr Bush als Engländer .. na ja ... er ist englische Küche gewöhnt. Dann sieht die Sache vielleicht schon anders aus.
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Graeculus (69) meinte dazu am 12.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 12.09.2018:
Wie ich Mr Bush einschätze, möchte ich das nicht ausschließen.
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05 - KergilliackInhaltsverzeichnis07 - Grundsätzliches
TrekanBelluvitsh
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Am Rande des Verstands.
Veröffentlicht am 10.09.2018, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.09.2018). Textlänge: 329 Wörter; dieser Text wurde bereits 188 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.07.2020.
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