Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Hannah (19.12.), SunWukong (17.12.), Desi (17.12.), mira (14.12.), Oreste (13.12.), ElviraS (12.12.), aMaZe (12.12.), BluesmanBGM (11.12.), Manfredmax (10.12.), Landregen (01.12.), HaraldWerdowski (01.12.), MartinaKroess (27.11.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 755 Autoren und 128 Lesern. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.
NEUE KEINSERATE

BIETE Einen Stapel alter Marbacher Magazine
BIETE Breton-Sammlung
BIETE grillparzer+storm bücher
zum KeinAnzeigen-Markt

Genre des Tages, 19.12.2018:
Kurzprosa
Kurzprosa ist kein eigenes Genre, hat sich aber in der zeitgenössischen Literatur wie auch das Kurzgedicht beliebt... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Perplex von Moja (18.12.18)
Recht lang:  Miniaturwunderwelt von Lala (3186 Worte)
Wenig kommentiert:  Schatz von Xenia (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Ohne Titel 34 [Noch war das was sich gebildet hatte...] von fritz (nur 11 Aufrufe)
alle Kurzprosatexte
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:
Gerechter Krieg. Zur Wiederbelebung eines historischen Moralkonzepts
von JoBo72
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil jedermann zunächst willkommen ist." (Orion)
Die große AngstInhaltsverzeichnisTräumt Deutschland statt aufzuwachen und zu sein?

Entscheidungen

Essay zum Thema Politik


von Sätzer

Oft gibt es im täglichen Leben die Notwendigkeit etwas zu entscheiden. Manchmal ist es nur ein kurzer Augenblick. Wenn ein Mann beim Abschied am Eingang der Wohnung seiner Freundin steht, kann sie noch „bleib“ sagen, ehe die Tür schließt und er sich zum Fahrstuhl hin bewegt. Oder er bleibt selbst am Eingang der Wohnung stehen und sagt, dass er gern über Nacht bleiben möchte.
In dem Augenblick einer fremden Entscheidung kann sich ein Schicksal ebenso wie in dem einer eigenen entscheiden. Das gilt sogar, wenn eine spektakuläre Entscheidung gar nicht ansteht, wenn man im Café vor einem Cappuccino sitzt und vorbeigehenden Passanten zuschaut, eine Zeitung liest oder das sich meldende Smartphone ignoriert. Warum sollte es anders sein?
Dass wir über unser Leben entscheiden, ist allemal richtig. Doch es gibt Dinge, die sollte man nicht ignorieren. Vor allem, wenn die Entwicklungen in der Politik zu Zuständen führen, in denen eine bisher friedliche Gesellschaft auseinander zu brechen droht. Populisten und Hetzer, die Menschen versuchen für ihre Zwecke zu manipulieren.
Früher in der Weimarer Republik waren es die Flugblätter, die es Gruppen ermöglichten, sich zu mobilisieren. Heute ist es das Internet, in dem es in noch viel größerem Ausmaß und schneller möglich geworden ist.
In Europa ist es das Thema Migration, das diverse Gruppen für ihre politischen Zwecke missbrauchen. Die Politik ist gefordert, damit verantwortungsvoll und klug umzugehen. Das Scheitern der Weimarer Republik hat gezeigt, dass eine Mehrheit demokratisch orientierter Politiker entschlossener handeln muss. Es geht nicht darum, stattdessen Sündenböcke an den Pranger zu stellen.
Ein Problem liegt darin, dass eine demokratische Republik eine Staatsform ist, die die Rechte aller Bürger schützt. Das geht so weit, dass sie auch diejenigen schützt, die das System bekämpfen, indem sie ihre Freiheiten zur Vernichtung des Staates missbrauchen (z.B. Machtergreifung Hitlers). Das Verhalten der AfD und anderer Gruppen in Chemnitz ( )und die Diskussion im Bundestag darüber haben das sehr deutlich gemacht. Die Parallelen zu Weimar, auch wenn die Gesamtumstände dort andere waren, sind nicht zu übersehen.

Ein Ursprung für den wachsenden Rechtspopulismus ist sicher auch darin zu sehen, dass die Menschen sich über eine immer mehr ausufernde Ungleichheit von Vermögen und Einkommen empören. Immobilienbesitzer können ihre Mieten ständig erhöhen, der kleine Sparer macht nur noch reale Verluste. Vor zehn Jahren brach die Lehman-Brothers-Bank in den USA zusammen ( ). Die Exzesse in der Finanzwelt führten dazu, dass die Verantwortlichen sich allerdings nicht für die Krise verantworten mussten. Die Betroffenen waren vor allem die sog. Kleinen Leute, die ihre Immobilie und ihre Ersparnisse verloren und die Steuerzahler, die bis heute mit Milliarden geradestehen müssen.
Inzwischen gibt es Bestrebungen, vor allem in den USA, verschärfte Bankregeln wieder aufzuweichen. Die weltweiten Schuldenstände in vielen Staatshaushalten haben gewaltig zugenommen, so dass ein erneuter Crash immer wahrscheinlicher wird.

Manchmal ist es notwendig, Farbe zu bekennen und den Zeitpunkt zu erkennen, wann es noch etwas zu entscheiden gibt. Ein zu langes Zögern kann dazu führen, dass ein Zug plötzlich abgefahren ist, eine Fahrkarte ungültig wird, es plötzlich kein Grundgesetz mehr gibt. Der Zeitpunkt für eine notwendige Entscheidung kann verstreichen, wenn die politische Fahrstuhltür sich geschlossen hat und der Strom im Keller abgestellt wird.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Sin (53) (15.09.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
Sätzer meinte dazu am 15.09.2018:
Genau, das möchte ich mir, meinen Kindern und Enkelkindern nicht wünschen. Ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist.
Dank dir für deine Empfehlungen und Grüße nach Hamburg.
Uwe
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (15.09.2018)
Im Mai 2019 ist Kommunalwahl in Baden-Württemberg und laut Deines kV-Profils bist Du Baden-Württemberger. "Laß' dich aufstellen!", rufe ich Dir zu, und das sage ich ohne jeden Sarkasmus.
diesen Kommentar melden
Sätzer antwortete darauf am 15.09.2018:
Oh je, neee! Ich will doch nach langjähriger politischer Aktivität in Hamburg nicht im Hof am Horster See als Psychopathenfossil enden ;-)
Aber danke für das Vertrauen ;-))))

Antwort geändert am 15.09.2018 um 12:06 Uhr
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 15.09.2018:
Nun gut. Alternativvorschlag: Lass doch mal eine deiner Geschichte im basisdemokratischen Parteien/Bürgerbewegungsmilieu spielen - aber bitte im Normaltempo.

Schönen Sonntag noch!
diese Antwort melden
Sätzer äußerte darauf am 15.09.2018:
Da habe ich keine persönlichen Erfahrungen. Außer mal ne Demo gegen Brokdorf. Aber auch da war ich mit meiner GEW-Betriebsgruppe. Die Häuserbesetzerszene in Hamburg war mir damals zu radikal, obwohl ich sie politisch gut fand.
Ich lebte halt in bürgerlichen Zusammenhängen mit Frau und Kind.
Die Leute im Hambacher Forst bewundere ich für ihren Mut, das so durchzuziehen.
diese Antwort melden
Kommentar von Krotkaja (38) (15.09.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
Sätzer ergänzte dazu am 15.09.2018:
Ja, das passt gut. Danke und LG Uwe
diese Antwort melden
Kommentar von Graeculus (69) (15.09.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
FeribaldZuGotthüthausen (32) meinte dazu am 15.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Graeculus (69) meinte dazu am 15.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Sätzer meinte dazu am 15.09.2018:
Na ja Graec, da hab ich was dazugelernt. So differenziert war mir das nicht klar. Ändert aber nicht die Intentionen des Textes.
Habs entsprechend deinen Erläuterungen berichtigt.
Die demokratischen Verhältnisse in der Weimarer Republik waren dann nach deiner Definition eine Staatsform und keine reine Demokratie. Oder habe ich das falsch verstanden?
Was war dann eigentlich die Deutsche Demokratische Republik?

Antwort geändert am 15.09.2018 um 12:40 Uhr
diese Antwort melden
Graeculus (69) meinte dazu am 15.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Graeculus (69) meinte dazu am 15.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Sätzer meinte dazu am 15.09.2018:
Na, da haben meine Geschichtslehrer aber absolut versagt. Sie waren noch zu sehr von den Nazis geprägt und hatten das Thema gemieden. Die Schule hatte den Namen Hitler-Gymnasium, nachdem sie davor Goethe-Schule hieß und dann zu meiner Zeit wieder in Goethe-Schule umbenannt wurde.
Danke für die späte Geschichtsstunde über Politiksysteme.
diese Antwort melden
Graeculus (69) meinte dazu am 15.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Graeculus (69) meinte dazu am 15.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
FeribaldZuGotthüthausen (32) meinte dazu am 15.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Jorge
Kommentar von Jorge (15.09.2018)
Ich halte deinen Text für sehr zeitgemäss. Auf einen weiterführenden Kommentar verzichte ich, weil ich fast nur kluge und ernstzunehmende Worte lese.

Abendgrüsse
Jorge
diesen Kommentar melden
Sätzer meinte dazu am 16.09.2018:
Danke dir Jorge, auch für deine Empfehlung. LG Uwe
diese Antwort melden
AZU20
Kommentar von AZU20 (18.09.2018)
Du musst wieder in die Politik. LG
diesen Kommentar melden
Sätzer meinte dazu am 18.09.2018:
Oh nee, dafür bin ich zu alt und abgeklärt. Wir haben hier in BW doch den Kretschmann. Das badische Urgestein macht das schon ;-)
Dank dir auch für die empfehlung und LG in den Tag.
Uwe
diese Antwort melden

Die große AngstInhaltsverzeichnisTräumt Deutschland statt aufzuwachen und zu sein?
© 2002-2018 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2018 keinVerlag.de