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13 - Angriff

Erzählung zum Thema Krieg/Krieger


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah ...
Ein britischer Offizier kehrt im Frühjahr 1944 nach England zurück. Nach unerfreulichen Besuchen bei seinen Eltern und einem Kameraden während des Urlaubs lernt er in einem Landgasthaus eine junge Frau kennen. Danach begibt er sich zur neuaufgestellten 129th Rifle Brigade in Cornwall, in der er eine  Kompanie als Chef übernimmt. Mitte Juni 1944 wird die Brigade in die Normandie verlegt und bekommt ihren ersten Angriffsbefehl.





Die Bangalores1 sprengen eine Lücke in die Hecke. Es ist kleiner, als ich erwartet habe.
"Vorwärts. Vorwärts! Auf geht’s!"

Fitzmaurice, Nordveit und ich treiben die Männer an. Die ersten springen durch die Lücke. Kein Feuer. Dann gehen wir selbst. Die Männer auf der anderen Seite sind orientierungslos. So lassen sie sich besser aufstellen. Vor uns wabert im Dunkeln die künstliche Nebelwand, der einzige Schutz zwischen uns und dem Tod. Herabgleitende Leuchtkugeln lassen ihn gespenstisch aufleuchten. Wieder meldet sich Lieutenant Monroe über Funk.
"Verlege das Feuer."

Er ist kaum zu verstehen. Ich gebe Sergeant Fitzmaurice ein Zeichen, der mich daraufhin verbissen angrinst und zu seiner Kolonne verschwindet. Ich selbst habe einen großen Stein in meinem Magen und er wächst. Zählen, aber still: Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig, fünfundzwanzig, sechsundzwanzig, siebenundzwanzig.
"Los, los, los!"

Ich überprüfe, ob die Männer auch laufen, dann setzte ich mich an die Spitze. Im leichten Dauerlauf geht es durch den Nebel. Man darf nicht zu schnell laufen, denn man braucht seine Kraft noch für den Kampf und nur so kann man auch sicher sein, dass alle mitkommen. Wir haben ihnen gesagt, im beißenden Qualm nur flach zu atmen. Ich schaffe das selbst nicht. Alle Beherrschung ist umsonst und ich muss husten. Wenigstens Lieutenant Monroe versteht sein Handwerk. Die Einschläge wandern aus. Als wir den Nebel verlassen, sind wir mit wenigen Schritten neben dem hufeisenförmigen Gehöft. Ein erschrockener Stahlhelm erscheint in einem Fenster, verschwindet nach dem Feuerstoß aus einer Sten2. Geschrei ertönt.
"Tommies!"
Nun wissen sie, was wir vorhaben.
"Weiter, weiter! Über die Straße! Das erste Haus, Corporal, das erste Haus!"

Einige Männer haben ihre Angst vergessen. Die meisten werden von ihr angetrieben, auch wenn sie das nicht wissen. Das zweite Haus auf der südlichen Seite der Straße wird gestürmt. Schüsse. Handgranaten. Wieder Schüsse. Zwei Männer bleiben für immer in dem Haus, Gestalten verschwinden in der Nacht.
"Nach rechts, nach rechts, Corporal!"

Nordveit hat eine Stoßtrupp gebildet. Sie stürmen und erobern drei leere Häuser. Ein MG 423 zwingt uns von der Straße. Mit Nordveit an der Spitze gehen wir durch Gärten vor. Ein Hauch von frischen Kräutern weht schnell an mir vorbei. Beinahe hätte ich laut gelacht. Eine Stielhandgranate kommt angeflogen, landet zum Glück in einer Rinne und gräbt nur Kartoffeln aus. Der Kriegsgott wirft mir ein Lächeln zu. Plötzlich ist Sergeant Fitzmaurice neben mir.
"Sir, der zweite Zug ist durchgebrochen und säubert nun die nördliche Hälfte des Dorfes."
Das war's.




- Fortsetzung folgt -

Anmerkung von TrekanBelluvitsh:

Die Sprache der wörtlichen Rede ist Englisch. Kursiv gesetzte Worte in wörtlicher Rede sind deutsche Worte.

1 Bangalores - eigentlich: Bangalore, Stabbombe auf langen Stangen zum sprengen von Drahthindernissen.

2 Sten - eigentlich:  Sten Gun. Einfache, sehr zuverlässige Standardmaschinenpistole der Britischen Armee in der Zweiten Hälfte des Zweiten Weltkriegs.

3 MG 42 - eigentlich  Maschinengewehr 42. Deutsches Standardmaschinengewehr in der 2. Hälfte des Zweiten Weltkrieges. Gefürchtet bei den alliierten Soldaten.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (21.09.2018)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 21.09.2018:
Eigentlich ist dieser Angriff ja noch harmlos von mir geschildert. Wie ich bereits schrieb, wird das hier kein Gewaltporno, aber deutlicher - im Detail - wird es noch.

Und eigentlich meinte der Protagonist die Stielhandgranate. Denn als erfahrener Soldat weiß er natürlich, dass sie auch anders, mehr in seine Richtung hätte fliegen können. "Ich lebe noch." Das ist hier vielleicht - aus der Situation beschrieben, noch nicht ein reflektierter Gedanke , aber als etwas Bemerkenswertes ist es schon da.
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Graeculus (69) antwortete darauf am 21.09.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (21.09.2018)
Erste Phase, Plan geglückt - Euphorie!
Kommt die zweite Phase, wie viele Verluste - Depression, oder ist nur die eigene Unversehrtheit wichtig?
TT
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 21.09.2018:
Die eigene Unversehrtheit ist bestimmt das Wichtigste. Wenn dem nicht so wäre, gäbe es mehr "tapfere" Soldaten.

Aber - und da verrate ich ja nicht zu viel - der Protagonist ist je ein Kompaniechef. Also muss er sich zumindest mit dem Wohlergehen der ihm unterstellten Männer beschäftigen, ob er es will oder nicht ...
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (04.10.2018)
Inmitten des Grauen des Kriegs erscheint etwas ganz Normales wie "der Hauch von frischen Kräutern" wie Irrsinn. "Beinhe hätte ich laut gelacht." Die Akzente haben sich verschoben. Der Wahnsinn ist das Normale.
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 04.10.2018:
Ein wenig Reizüberflutung und schon ist der Mensch in Denken und Fühlen überfordert.
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Am Rande des Verstands.
Veröffentlicht am 21.09.2018, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.09.2018). Textlänge: 473 Wörter; dieser Text wurde bereits 108 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
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