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Der Alte schräg gegenüber

Prosagedicht zum Thema Beobachtungen


von klaatu

Der Alte sitzt mir schräg gegenüber
und seine buschigen, weißen Augenbrauen
sehen aus wie wildwuchernder Schimmel.

Die aderdurchzogene Nase gleicht
einer radioaktiv verseuchten Frucht
- die daraus sprießenden Nasenhaare
sind nur mit viel Fantasie 
von seinem gelblichen Oberlippenbart abzugrenzen.

Er sieht aus,
als wäre er bereits vor Tagen gestorben
und niemand hatte es für nötig gehalten,
ihn davon zu unterrichten.
Als würde ihm der Leichensaft schon
aus sämtlichen Körperöffnungen sickern...

Ich kann ihn sogar riechen:
So muss der Keller gerochen haben,
in dem Josef Fritzl seine Tochter
jahrelang gefangen hielt.

Jetzt blickt er zu mir rüber
und seine Augen sehen aus
wie zwei Sterbende,
die langsam in einem Sumpf versinken.

Sein Mund öffnet sich
und entblößt
einen vergilbten, windschiefen Lattenzaun
von einem Gebiss.

Sein Atem riecht nach einem ganzen Gelege
aus tausendjährigen Eiern.

"Ihnen ist schon bewusst, dass Sie das jetzt alles laut gesagt haben?!"

Nein... Nein, das ist es mir nicht...

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