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Erzählung zum Thema Krieg/Krieger


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah ...
Ein britischer Offizier kehrt im Frühjahr 1944 nach England zurück. Nach unerfreulichen Besuchen bei seinen Eltern und einem Kameraden während des Urlaubs lernt er in einem Landgasthaus eine junge Frau kennen. Danach begibt er sich zur neuaufgestellten 129th Rifle Brigade in Cornwall, in der er eine  Kompanie als Chef übernimmt. Mitte Juni 1944 wird die Brigade in die Normandie verlegt. Der erste Angriff erreicht sein Ziel




Die Sonne quälte sich gerade über die Bäume, Hecken und Gehöfte im Osten, als Mr Bush mich weckte. Das Bataillon meldete sich. Halten sie sich bereit den Angriff zu unterstützen.
Das war Unsinn!
Wir hatten die südwestliche Ecke des Dreiecks besetzt. Wenn man die nördliche Spitze nehmen wollte, musste man von uns, von der Flanke her angreifen. Aber der Earl meinte, dass 'diese Hunde' doch genau damit rechnen würden.
Ein Frontalangriff. Wahnsinn!

Der erste Zug machte sich bereit und Sergeant Fitzmaurice gab ich den Befehl, Sergeant Potter vorsichtshalber in die Stellungen seines Zuges einzuweisen. Dann begann das Spektakel. Eine Viertelstunde lang hämmerte die Artillerie auf die Spitze des Dreiecks ein. Dann wurde das Feuer zurückverlegt. Auch nordöstlich unseres Dorfes gingen Geschosse nieder.
"Idioten!", brummte Mr Bush. "Wie solln wir sie da unterstützn. Überhaupt, alles wie Vierzehnachtzehn. Denkfaules Pack. So wird das nix."
"Na, na, Mr Bush, immer schön ruhig bleiben", ermahnte ich ihn, weil einige aufmerksame Ohren in der Nähe waren. Natürlich hatte er recht. Auf meinen Befehl hin rief der Funker das Bataillon. Dreimal. Halten sie sich bereit. Dreimal. Nach einer Stunde war der ganze Spuk vorbei, unser Angriff abgeschlagen. Blutig abgeschlagen. Das sprach sich schnell herum. Die Männer fluchten. Auch die Unerfahrenen begriffen, dass etwas verkehrt gelaufen war. Überhaupt versteht man im Krieg recht schnell. Das heißt aber nicht, dass einem das die Angst nimmt, oder einen gar erfahren werden lässt.

Kurz darauf kehrte Corporal Nordveit zurück und erstattete Bericht. Ungefähr eine Meile südlich des Dorfes lag eine kleine Erhebung.
"So kahl wie eine Glatze", grinste er, "und kein Fritz weit und breit. Auch weiter im Süden nichts. Machen Urlaub."
Sofort ließ ich die Nachricht ans Bataillon weitergeben.
"Bis Berlin können wir zwar nicht vorrücken, aber den Deutschen richtig weit in die Flanke fallen", meinte Nordveit und ich stimmte ihm grimmig zu.
Erster und dritter Zug fertig machen!
Es geht wieder los.
Fitzmaurice' Männer eilten herbei und ich machte mich auf den Weg zu Staff Sergeant Shaw.



Da fliegt plötzlich eine Tür auf. Ein Offizier stürmt aus einem Haus heraus, mit einer Luger in der Hand, sturzbesoffen. Wehrmacht, nicht SS.
"Kämpfen oder untergehen!", brüllt er und alle sind paralysiert. Dann richtet er die Pistole auf einen Nachzügler des dritten Zuges. Der Mann bleibt erschrocken stehen und weiß, dass er tot ist. Der Offizier drückt ab. Nichts geschieht. Jetzt erwacht der Mann wieder zum Leben. Er hebt sein Gewehr und will schießen. Corporal Nordveit geht dazwischen. Er stößt den Mann zur Seite und wirft sich auf den betrunkenen Offizier, entwindet ihm die Pistole. Der Soldat kommt mühsam wieder auf die Beine, während Nordveit seinen zappelnden Widersacher am Boden hält.

"Aus dem Weg, Norweger, ich mach das Schwein kalt!", flüstert er böse. Seine Stimme und seine Hände zittern. Nordveit lässt den Offizier nicht los.
"Du willst ihn kalt machen?", fragt er brüllend, so das auch der Letzte mitbekommt, was vor sich geht. "Dann bist du genauso ein Schwein wie er!"
"Ist mir egal. Aus dem Weg, Norweger!"
"Gut."
Nordveit erhebt sich. Der Offizier bleibt benebelt liegen. Er weiß nicht, was geschieht. "Aber dann können wir dich ja gleich zu den Fritzen versetzen."
Der Mann zöger kurz, dann feuert er. Seine Kugel trifft den Offizier in den linken Fuß und er schreit gepeinigt auf.




- Fortsetzung folgt -

Anmerkung von TrekanBelluvitsh:

Die Sprache der wörtlichen Rede ist Englisch. Kursiv gesetzte Worte in wörtlicher Rede sind deutsche Worte.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (25.09.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 25.09.2018:
Das ist zunächst ja etwas anders gemeint. Aber tatsächlich gibt es eine zweite Ebene.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (26.09.2018)
Das Normale am Krieg ist wohl, dass er voller Überraschungen ist!
Bleibt die Frage, wie lange braucht man bis man kaltschnäuzig genug ist um darauf richtig zu reagieren?
TT
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 26.09.2018:
Zivilcourage beim Militär! Wer hätte das gedacht...

Aber es ist beim Militär wie im richtigen Leben: Man kann seinen Prinzipien treu bleiben. Natürlich laden Organisationen, zumal große Organisationen, dazu ein den Kopf zu ducken und einfach zu machen. Vor der Finanzkrise haben ja auch viele Bank- und Versicherungsmitarbeiter einfach gemacht. Und als Lehman Brothers dann als Erste platzten, vor laufender Kamera das Inventar ihres Arbeitgebers geklaut. Was die wohl schon zuvor alles so geklaut... äh... gehandelt haben...
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (04.10.2018)
Ein interessanter Fall von besoffener Tollkühnheit, den du da beschreibst. Sie richtet im Kiege den meisten Schaden an.
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 04.10.2018:
Obwohl der Alkohol durchaus noch vorkommen wird, ist er hier eher ein Randthema. Verdient vielleicht eine eigene Geschichte. Eine kurze Erzählung darüber habe ich sogar schon veröffentlicht bekommen.
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15 - UnteroffiziereInhaltsverzeichnis17 - Varg
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Am Rande des Verstands.
Veröffentlicht am 25.09.2018, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 25.09.2018). Textlänge: 614 Wörter; dieser Text wurde bereits 124 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.12.2019.
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