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18 - BocageInhaltsverzeichnis20 - Getöse

19 - Teufelei

Erzählung zum Thema Krieg/Krieger


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah ...
Ein britischer Offizier kehrt im Frühjahr 1944 nach England zurück. Nach unerfreulichen Besuchen bei seinen Eltern und einem Kameraden während des Urlaubs lernt er in einem Landgasthaus eine junge Frau kennen. Danach begibt er sich zur neuaufgestellten 129th Rifle Brigade in Cornwall, in der er eine  Kompanie als Chef übernimmt. Mitte Juni 1944 wird die Brigade in die Normandie verlegt. Der erste Angriff erreicht sein Ziel. Der zähe Vormarsch geht weiter.




Endlich kehrte Vic zurück. Er hatte tatsächlich einen Durchgang in einer der Hecken gefunden. So konnten wir die unsichtbare Stellung dieser Leute umgehen. Die Kompanie rückte ab und alle waren froh, den Dunstkreis der Verwesung zu verlassen. Drei Cromwells1 gefolgt von vier Bren-Carriern2 tauchten vor uns auf, drehten jedoch ab und verschwanden rasselnd im Osten. Ein Spähtrupp der C-Kompanie berichtete, dass diese mindestens eine halbe Meile zurückhing. Durch unseren kleinen Linksschwenk kamen wir also niemandem in die Quere. Schließlich erreichten wir den Durchgang. Die Lücke in der Hecke war vier Yards klein und dahinter lag ein fast rechteckiges Feld von ungefähr fünfzig Yards Breite und einer Länge von gut dreihundertzwanzig Yards. Die Erde war durch unregelmäßigen Beschuss teilweise umgegraben. Am gegenüberliegenden Ende waren drei Gatter in die Hecken eingelassen und nach zweihundertfünfzig Yards galt es eine niedrige, ungefähr hüfthohe Steinmauer zu überwinden. An den Rändern des Durchgangs postierte ich schwere Maschinengewehre, Scharfschützen und Männer mit Feldstechern. Mr Bush trat zu mir und warnte mich, ich sollte es nicht wagen, als Erster über dieses Feld zu gehen. Sie gottverdammter Held. Vic stimmte ihm mit einem Nicken zu. Also befahl ich den zweiten Zug an die Spitze. Die ersten Männer traten durch die Lücke und bildeten eine lockere Schützenlinie3. Weit hinter uns grummelte dunkel die Schiffsartillerie auf dem fernen Meer, wie ein depressiver, in ein unfreundliches Selbstgespräch vertiefter Poseidon und über uns brummte es. Ob das Flugzeuge oder Schmeißfliegen waren, vermochte ich nicht zu sagen. Es interessierte mich im Augenblick auch nicht. Ich stand da, beobachtete die vorgehenden Männer und schwitzte, schwitzte und schwitze. Es war, als ob das Gewicht der Welt auf meinen Schultern ruhte, das doch eigentlich Atlas hätte tragen sollen. Ich vermisste den Lärm des Gefechts, verfluchte die plötzliche Stille. Wer gab mir das Recht, den einen zuerst gegen den Feind zu schicken, während ein anderer in Deckung, in Sicherheit verweilen durfte?

Die erste Gruppe erreichte die Steinmauer und ging hinter ihr in Stellung, die Waffen im Anschlag. Als die nächsten Männer sie erreichten, flankten sie über die Mauer, liefen die verbliebenen siebzig Yards zu den Gattern, sicherten sie und den dahinter liegenden Feldweg. So ging es weiter. Niemand schien uns bemerkt zu haben. Schließlich erreichte Sergeant Potter die Gatter. Er verschwand hinter einer Hecke. Dann erschien er wieder und stieß die geöffnete Hand dreimal in die Luft. Das verabredete Zeichen für 'nichts in Sicht'.



Drei Mann stehen noch auf der uns zugewandten Seite der Steinmauer. Auch sie wollen sie jetzt übersteigen. Der dritte Zug macht sich im Durchgang neben mir fertig. Der letzte der drei Männer tut sich schwer beim Überqueren der Steinmauer. Er trägt einen PIAT4 auf dem Rücken. Die ist nicht leicht.

Da fällt ein Schuss. Ein einzelner Schuss.

Er trifft noch nicht einmal richtig. Es ist nur ein Streifschuss. Ich erkennen es an der ersten Reaktion des Mannes. Der unsichtbare Schütze ist nicht besonders gut in dem, was er tut. Ein Streifschuss. Doch er trifft eine der unzähligen Taschen des Mannes und in diese muss der eine Phosphorgranate gesteckt haben. Wer sich diese Teufelei ausgedacht hat, sitzt bestimmt Zuhause, sicher. Oder in einem Büro. Oder einem Labor. Seine Vorgesetzten haben ihm bestimmt auf die Schultern geklopft. Gut gemacht. Weiter so. Der Mann mit der PIAT steht sofort in Flammen. Seine Schreie erschrecken die Stille, treiben sie davon, machen sich breit in der Wirklichkeit. Nein, sie sind die Wirklichkeit! Normandie 1944. Die Befreiung. Es lebe de Gaulles, ein dreifaches Hurra auf Mr Churchill und Gott schütze Präsident Roosevelt! Hier lebt keiner mehr. In diesem Augenblick sind alle Männer tot. Keiner denkt an Hurra und Gott macht Urlaub. Irgendwo, wo es schöner ist. Wo nicht geschossen wird. Mal wieder. Ich reiße einem schluchzenden Soldaten, es ist Privat Lloyd, das Scharfschützengewehr aus der Hand. Es ist nicht einfach, ohne Auflage mit dem Ding zu feuern, doch ich bin ein guter Schütze. Im Zielfernrohr erscheint der Kopf des Mannes. Sind seine Augen geschmolzen? Und das Weiße? Zähne? Dann drücke ich ab. Ich treffe. Das ist mein erster Schuss in der Normandie. Die obere Hälfte des Kopfes zerplatzt wie ein Glühbirne, die auf den Boden fällt. Jetzt schreit keiner mehr. Dafür hören es alle. Das Funkgerät knistert und jemand blafft Befehle. Die können uns nicht meinen.



Auf dem ausgedörrten und umgegrabenen Boden fand das Feuer keine Nahrung. Es verbrannte nur den Mann, schwärzte einen Teil der Steine, nicht mehr. Der Schuss des Feindes hatte ihn getroffen, als er ein Bein auf der einen und das andere auf der andern Seite der Mauer hatte. Der verkohlte Körper fiel nicht in sich zusammen. Er blieb mit dem halben Kopf stehen. Ein Mahnmal der menschlichen Schaffenskraft. Ich musste mich beherrschen, als ich das Scharfschützengewehr dem total verstörten Lloyd zurückgab. Ich schaffte es ohne zu Boden zu sehen und ohne zu zittern. Niemand war in der Lage sich zu rühren. Ich musste nicht lange nachdenken, wusste, was zu tun war. Wir konnten Potter nicht alleine lassen.
"Sergeant Fitzmaurice, machen Sie ihre Männer fertig. Führen Sie sie über das Feld!"

Hätte ich verlangt, Adolf Hitler zum Tee einzuladen, hätte er das sehr viel leichter nachvollziehen können. Horatio Fitzmaurice starrte mich an, als sei ich Sphinx, Teufel, Gott und Sensenmann in einer Person. Er tat nichts. Endlich sprang Mr Bush für ihn ein. Er trieb die Männer an, verteilte den ein oder anderen aufmunternden Klaps. Auch Vic half ihnen, das zu tun, was sie gelernt hatten, was getan werden musste. So überquerte schließlich der Rest der Kompanie das Feld. Ein jeder des dritten und ersten Zuges musste an dem vorbei, was einmal ihr Kamerad gewesen war und die Männer des zweiten Zuges schauten ihnen dabei zu. Alle wussten, dass ich das Richtige getan hatte. Viele sagten es mir später auch, allen voran Mr Bush und Vic. In diesem Augenblick, als sie über dieses Feld mussten, hassten sie mich jedoch. Ich fing so machen mörderischen Blick auf und konnte es ihnen noch nicht einmal verdenken. Denn ich hasste mich selbst, hasste meinen ersten Schuss in der Normandie. An den Namen des Mannes, der an diesem Tag für König und Vaterland erst verbrannte und dann von mir erschossen wurde, erinnere ich mich nicht mehr.




- Forsetzung folgt -

Anmerkung von TrekanBelluvitsh:

1 Cromwell - 1944/45 britischer  mittlerer Standardkampfpanzer.

2 Bren-Carrier - eigentlich Universal-Carrier. Kleines  Vollkettentransportfahrzeug der britischen Armee. Leicht gepanzert.

3 Schützenlinie - Soldaten in einer Linie nebeneinander vorgehend.

4 PIAT - Britische  Panzernahbekämpfungswaffe für Infanterie. Auf dem Armbrustprinzip beruhend.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (29.09.2018)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.09.2018:
Die Phosphorgranaten waren in der Tat gefürchtet. Auch bei denen, die sie einsetzten. Viele Soldaten hielten sie, ebenso wie Flammenwerfer, für eine Waffe, die eine Grenze überschritt, zu brutal war.

So gab es z.B. auch Panzer mit eingebauten Flammenwerfern. Diese führten nicht nur sehr viel mehr Öl als von Infanteristen getragene Flammenwerfer mit sich, ihre Reichweite war auch sehr viel größer. Bei Briten und Amerikanern erhielten diese Panzer den Namenszusatz "Crocodile".

Nach dem Krieg berichteten britische Panzersoldaten, dass sie gesehen hätten, wie Besatzungen von abgeschossenen "Crocodile"-Panzeren, die aus ihrem Fahrzeug ausgebooteten und sich den Deutschen ergeben wollten, von denen ohne zu Zögern erschossen wurden. Zuweilen äußerten die britischen Panzersoldaten ihr Verständnis für dieses Verhalten der Deutschen. Wie gesagt: Flammenwerfer überschritten für viele Soldaten die Grenze, wurden als bloße Grausamkeit angesehen.



Na ja, für Panzernamen muss man sich halt was ausdenken und zurecht biegen. Bei den Deutschen fing ja alles mit römischen Zahlen an: Panzer I, Panzer II, Panzer III, Panzer IV. Dann kamen die Tiere: "Tiger" (hieß auch noch Panzer VI), "Panther" (hieß auch noch Panzer V). Bei Selbstfahrlafetten und Jagdpanzern gab es noch "Hornisse", "Wespe", "Hummel", "Marder", "Elefant" u.a.

Die Bundeswehr hat das mit den Raubgreifern übernommen: "Leopard", "Marder", "Jaguar", "Luchs", "Puma" u.a.

Im anglo-amerikanischen Raum neigte man dazu, den Panzern Namen zu geben. Das "Warum" war teilweise seltsam. So hieß der britische "Valentine" z.B. so, weil der Prototyp am 14. Januar 1939 zum ersten Mal fuhr.

Oft griff man auf historische Persönlichkeiten zurück. Das gilt besonders für die US-Army. Was Amerikaner aus den Nordstaaten dachten, wenn sie in einem "Lee" herumfahren mussten, ist nicht überliefert. Interessanterweise hieß dieser Panzer, wenn er von den Briten - mit einigen Modifikationen - eingesetzt wurde "Grant". Und ob Soldaten aus Georgia und South Carolina begeistert davon waren, in einem "Sherman" zu sitzen... na ja...

Die Nummern bei sowjetischen Panzern gaben zumeist das Jahr an, in dem die Entwicklung begann (mehr oder weniger korrekt), während bei Selbstfahrlafetten und Panzerjägern die Bewaffnung namensgebend war. Der T-34 wurde also ab dem Jahr 1934 entwickelt und eine SU-85 hatte eine 8,5-cm-Kanone. Ausnahmen bilden leichte und überschwere Panzer. Der IS-2 war einfach der zweite Typ der IS-Reihe. IS steht für Josef (Iosif) Stalin

Offtopic:
Ich habe für mein Tabletop ein Modell eines IS-2. Da habe ich mir einen kleinen historischen Scherz erlaubt. Sowjetische Panzer hatten im Zweiten oft Slogans auf den Turm oder die Wanne gemalt. "Für die Heimat" oder nur "Rodina" war eine häufige Variante. Diese Slogans werden als Decals (kleine Abziehbilder) von der Herstellern auch für die Panzermodelle angeboten. Und auf meinem IS(Josef Stalin)-2 steht zu lesen: "Für Lenin".
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Graeculus (69) antwortete darauf am 29.09.2018:
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 30.09.2018:
Tabletop ist ein rundenbasierters Kriegsspiel, d.h die Spieler bewegen nacheinander ihre Armeen. Gespielt wird auf einem Tisch (daher der Name "Tabletop") mit Figuren und Gelände. Die einzelnen Züge der Spieler unterteilen sich noch einmal in Abschnitte. In dem von mir gespielten Tabletop "Flames of War" sind es Starting Step, Movement Phase, Shooting Phase, Assault Phase. Danach ist der andere dran. Das regelwerk ist in einem ca. 270 Seitigen Handbuch festgehalten, wobei nur den geringsten Teil die eigentlichen Regeln einnehmen. Neben erläuternden Bilder wird auch erklärt, warum die Regeln so sind und was sie abbilden sollen.

Am beliebtesten ist ein Fantasy-Tabletop Namens "Warhammer". Es gibt auch noch andere Fantasy-Syteme, z.B. nach "Der Herr der Ringe". Natürlich erfreuen sich auch diverse historische Systeme großer Beliebtheit. den Zweiten Weltkrieg bilden verschiedene Systeme ab, aber das größte (und damit immer noch recht klein) ist "Flames of War". Dabei ist nicht allein das Spiel das Hobby. Die Modelle - Soldaten, Flugzeuge, Fahrzeuge" im Maßstab 1:100 sind größtenteils aus Plastik, es gibt jedoch auch viele aus Resin und Zinn. Man kauft sie unbemalt. Also muss man sie auch bemalen. Das ist für mich der größte Teil des Hobbys. Hauptsächlich arbeite ich an deutschen und britischen Modellen, weil ich die Deutschen spiele und mein Freund - für den ich das Bemalen übernehme, weil er nicht die Zeit dazu hat - in der Regel die Briten. Ich habe jedoch auch solche für Italiener, Sowjets und vereinzelte Amerikaner.

Ich verlinke dir noch einmal einen  Battlereport auf der Homepage von "Flames of War". Du brauchst ihn nicht zu lesen. Aber wenn du dir die Fotos anschaust, bekommst du einen kurzen Eindruck davon, wie das Spiel aussieht (da ist auch ein aufgebauter Tisch abgebildet).



An dieser Stelle will ich kurz noch auf die Frage eingehen, die sich dir oder anderen, die das lesen, womöglich stellt: Wie kann ich so etwas spielen? Gerade der heutige Teil der Erzählung ist ja genau das Gegenteil und zeigt, dass Krieg gerade kein Spiel ist.

Die Antwort - die ich mir nicht leicht gemacht habe und schon vor Jahren mit einem Kommilitonen im Zusammenhang mit einem anderen Kriegspiel in einer durchdiskutierten Nacht erarbeitet habe - ist womöglich erstaunlich (einfach?): Gerade ICH kann und darf das spielen. Denn 1) kenne ich den Hintergrund sehr genau. Ich denke, dass man sich den Zweiten Weltkrieg, ohne an ihm teilgenommen zu haben, kaum besser vorstellen kann, wie ich es in der Lage bin. Das hilft mir zu unterscheiden. Denn 2) Es ist ein Spiel und nicht die Wirklichkeit. Das weiß ich. Und noch wichtiger: Ich vergesse es nicht.
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Graeculus (69) äußerte darauf am 30.09.2018:
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (29.09.2018)
Schrecklich!
Clausewitz, "Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln".
Auch vor zweihundert Jahren nicht!
TT
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 29.09.2018:
Die Perspektive mal zu verschieben ist manchmal...

Nur Versuch macht eben kluch...
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (05.10.2018)
Ein Kriegsberichterstatter hätte geschrieben, dass ein Mann verbrannte. Du verdichtest die Szene zu einem Brandfanal. Wenngleich dein gesamter Roman stilistisch gelungen ist, wird in dieser Episode die Verdichtung des Grauens besonders spürbar.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 05.10.2018:
Die Geschichte mit der Phosphorgranate habe ich nicht erfunden. Ich habe sie übernommen. Den "Gnadenschuss" habe ich mir ausgedacht. Und als ich mir weiter darüber den Kopf zerbrach, wurde mir klar, dass so etwas bestimmt nicht als Heldentat aufgefasst wird. Darum passte diese Episode meiner Meinung nach auf mehreren Ebenen gut zu dem, was der der Krieg aus und mit den Menschen macht.

Allgemein betrachtet denke ich auch, dass so eine Szene stärker wirkt, wenn die Gewalt ansonsten eher angesprochen als beschrieben wird, solche Beschreibungen als nicht die Regel sind. Über das Thema "Gewalt und seine Darstellung" - darüber habe ich dir ja schon einmal geschrieben - habe ich mir im Vorfeld der Geschichte viele Gedanken gemacht. Für mich war - als ich die Geschichte beendet hatte - das Ergebnis so zufriedenstellend und es passt meiner Ansicht nach auch zu meinem sonstigen Schreibstil.
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Veröffentlicht am 29.09.2018, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 29.09.2018). Textlänge: 1.104 Wörter; dieser Text wurde bereits 121 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.12.2019.
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