Atmen

Text zum Thema Abendstimmung

von  Strange-glow-in-the-sky

"Was hast du gesagt? -Achja, genau. Ganz deiner Meinung."

Erneut öffnet sich der Kühlschrank.
Eine weitere Flasche.
Floskeln, Gesprächsfetzen.
Grasgeruch.
Küsse über Bierfahnen.
Stürmisch,
als bliebe nicht viel Zeit.

....

Fremde Arme um mich,
vertraue Worte,
da immer wieder durchgekaut.
Hände in meinen Haaren,
erdrückende Schwere.
Auf mir,
In mir.
Deine Macht über meinen Körper.
Aber nie über mein Seelenleben.

Verführt,
Und doch so unberührt.

Auf dem Weg nach Hause,
dein Parfüm haftet an meiner Kleidung.
Der Wind trägt es in meine Nase,
Im Stadtbild unter tausend Menschen,
dein Geruch.

...dabei kenne ich dich nicht,
Und doch weiß ich's besser:
Immer die gleiche monotone Ablauf.
Lethargisch.
Dein Duft weckt eine gewisse Sehnsucht in mir,
welche immer unbefriedigt bleibt,
da ich in jedem Wesen
/seine/ Augen versuche zu finden.
Doch es gelingt mir nicht.

Gedanken fortgewischt.
Abermals.

"Mein Gott wie einfach es ist für den Moment woanders zu sein."

... jedoch nur in diesem Augenblick.
Auf ewig suchend bleibend.

Und dann stehe ich vor diesem Tor,
Mitternachts,
welches ich gleich durchtreten werde.

Und mir fällt auf,
wie schwer wir uns damit tun,
einfach einmal... zu atmen.

(...Klare, frische Nachtluft...)

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