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So wunderblau

Sonett


von Walther

So wunderblau

Des Himmels blaues Band trag ich heut unumwunden:
Ich wirble und verzwirble es – und singe noch
Dazu. Am Ende ziehe ich es durch mein Joch-
Bein, mach ne wilde Schleife rein, ganz ungebunden,

Umtanze ich den Augenstrahl mit bunten Hunden,
Die an der Straße springen so von Loch zu Loch.
Ich gehe nicht zurück, woraus ich gestern kroch,
Wo ich mich kalt mit dunkler Angst zu Grund geschunden,

Mir in der Schwärze Sterne in die Linsen stoch:
Mir schien, ich hätte meine Sonne mir gefunden,
Nach vielen Jahren, Monden, Wochen, Tagen, Stunden,

Da hab ich ihn gesehn, es gibt ihn eben doch,
Er schwimmt im Nichts, so wunderblau, Planetenrunden.
Mir will sein Wasser und sein Wind besonders munden.

Für Astro Alex ein Gruß von unten nach oben.

Walther
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Veröffentlicht am 09.10.2018, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.10.2018). Textlänge: 129 Wörter; dieser Text wurde bereits 148 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 31.05.2020.
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