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Abklatsch

Gedicht zum Thema Ausweglosigkeit/ Dilemma


von Marjanna

Man schuf dein Bild und gab ihm einen Namen,
wie ihn schon Tausende von Menschen trugen,
den sie dann ungerührt in Marmor schlugen
und zwängten dich in einen engen Rahmen.

Es schien, als sei das Abbild Augenschmaus,
in dem sich mancher Blick erfreut verfing,
wie es so still und unbewegt dort hing.

In Wahrheit barg es längst ein Totenhaus,
erbaut von ungezählten fremden Händen
und wünschte stets, sein Sterben zu beenden.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Iphigenie (10.10.2018)
Da muss ich an Folgendes denken:

"Das was kommen könnte, muss, bevor es kommt, amorph und ausreichend verworren sein, damit es nicht beim Namen genannt werden kann. Die lebendige Schöpfung hat, bevor sie kommt, keinen Platz in einem Namen. Wenn sie kommt, bekommt sie ihre Namen. Wenn sie ihre Namen bekommen hat, ist sie, wenn sie lebendig ist, größer als ihre Namen und kann wieder verworren werden."


und

"Die Schöpfung des Schaffens ist das Lebendige, das von einem Schaffen übrig bleibt. Was ist das Tote, das übrig bleibt? Wenn das Erschaffene sich nicht entfaltet und zu erkennen gibt, wenn es zusammengerollt daliegt und steif ist, kann es sterben."


Die Unbeweglichkeit, Kälte und Enge des Götzen (womöglich im übertragenen Sinne, das kann man vielfältig beziehen) wird durch die Bilder des Marmors (wertvoller Stein) und Rahmen sehr deutlich.

Zitate: Die Regeln von Sara Mannheimer. Meine Übersetzung.

Kommentar geändert am 10.10.2018 um 12:12 Uhr
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Echo
Kommentar von Echo (10.10.2018)
-

Kommentar geändert am 10.10.2018 um 12:43 Uhr
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (10.10.2018)
Gutes Gedicht.

Dachte an einen Carrara-Marmor-Kruzifixus, den ich photographierte.

Inhaltlich ließ mich dein Gedicht an ein von mir geliebtes Theodor Storms denken. http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Gedichte/Storm/groesser.htm

Es stimmt. Wer sich in der Außenwelt ein Bildnis (Gottes) macht, erschuf einen Götzen, wer ein bestimmtes Gottesbild propagiert und damit Theologie betreibt, wird blind für den Unfassbaren völlig Anderen,

Das Mysterium (tremendi) tritt hinter Theologie zurück, wo sie nicht das Geheimnis bejaht.

Der Gegensatz beider Richtungen wird auch als Apophatischer und Kataphatischer Weg, Negativer und Positiver Weg der Gotteserkenntnis bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Negative_Theologie
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Kommentar von Agneta (10.10.2018)
Absolut starkes Gedicht, liebe Janna. Wenn sich andere ein Bild von einem schaffen, so ist dies etwas, was einen verpflichten kann. Das Eigene zu verstecken und diesem Bild wie aus Stein gemeißelt zu entsprechen. Dies lese ich aus deinen Zeilen. Der Verlust eines Egos, einer Identifikation zugunsten dem Bild, der Anerkennung möglicherweise von anderen. Hat Klasse!
LG von Agneta
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (11.10.2018)
Bilder erstarren auf die Dauer, wenn sie nicht mit viel Liebe immer wieder neu belebt werden.
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