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Lockerungsübung

Sonett zum Thema Sonne


von Walther

Lockerungsübung

Die Sonne steht am Himmelszelt,
Und sie bewegt sich doch.
Sie wird kein Schwarzes Loch,
Frisst eines Tages unsre Welt,

Das ganze Gut, das ganze Geld
Und ist kein guter Koch.
Sie wartet damit noch.
Wenn vorher nicht der Mond zerschellt,

Ein Ast’roid zur Erde fällt
Und mir den ganzen Reim vergällt,
So dauert das recht lang.

Weil mir der Sonne Schein gefällt
Auf Wiese, Wald und Haus und Feld,
Wird mir davon nicht bang.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (15.10.2018)
Hallo Walther,

nette Fingerübung!


Du versuchst hier mit nur zwei Reimendungen auszukommen, was größtenteils gelingt. Einzig die Klanggleichheiten bei fällt/gefällt/Feld lassen das Ganze etwas ungelenk wirken - vielleicht gibt es ja da noch andere Möglichkeiten.

Auch das "und ist kein guter Koch" wirkt auf mich trotz allseits bekannter Sonnenglut etwas reimgeschuldet - was meinst du?

Liebe Grüße

Sabine
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Walther meinte dazu am 16.10.2018:
Hi Isaban,
in der tat. die finger brauchten lockerungsübungen. ob die sonne ein guter oder schlechter koch ist? empfehle einfach, die fusionssuppe aus dem sonneninneren zu löffeln. das ist durchaus nicht reimgeschuldet, sondern paßt zur sternenphysik, die das etwas "extrige" und extraterrestische spezialsonett bearbeitet.
die klanggleichheiten? hm. würd ich mal laut vorlesen, ironisierend und etwas überdreht. dann ist genau das der clou.
danke fürs besprechen und die hinweise.
lg W.
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