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Ohne Titel 34 [Noch war das was sich gebildet hatte...]

Kurzprosa zum Thema Unsicherheit


von fritz

Noch war das, was sich gebildet hatte, keine Schlange und so ließ er großzügig alle vor, dabei er, seine Grazie unterstreichend, eine einladend-ausladende Geste mit seinen ohnehin schon über alle Maßen langen Armen machte. So kam es wie es nicht hätte kommen müssen; aber jeder von den wenigen, die ihn noch kannten, hätte sein Hab und Gut drauf verwettet. Der Schalter schloss und dem Großzügigen blieb nichts, als tiefsten Dank zu empfinden für die mürrischen Worte des Schalters, er möge doch einfach morgen wiederkommen. Was für eine großartige Welt, in der dem, der selbstverschuldet eine Chance verpasst hatte, immer wieder eine neue vergönnt wurde! Und wie klein er auf einmal wurde bei diesem Gedanken … es keimte der leise Zweifel, ob es überhaupt angemessen sei, es am nächsten Tag abermals zu versuchen. Wie würde er auch nur einem den Vortritt verweigern können? Und selbst wenn er der erste sei, mit welchem Recht dürfte er den, der da gleich kommen könnte, warten lassen? Wäre es nicht, wenn er schon seinem grenzenlosen Dank nicht angemessen Ausdruck zu verschaffen in der Lage sei, das Mindeste, sich ganz und gar zurückzunehmen aus allem, bei dem er einen anderen irgendwie würde beeinträchtigen können? Jedoch, es würde nicht viel bleiben. Sekundenbrüchig aufschimmernd Angst, die jedoch sofort überklart wurde von der gewitzten Einsicht, das würde ja ganz wunderbar zu ihm passen. Nicht viel von einer Welt für einen, der selbst nicht viel ist. Einmal, an sehr früheren Tagen, würde er gesagt haben: Nicht viel in einer Welt für einen, der selbst nicht viel sei. Das war in sogenannt kritischen Zeiten, aus denen er jedoch wie aus einem komplizierten Kostüm zentimeterweise ausgetreten war, als die Kritik begonnen hatte, ihm unheimlich zu werden. War sie es nicht, die sich immerzu vordrängelte? Und die, wenn keiner vor ihr stünde, den Schalter beiseite schubste, um an seiner Stelle alles und dieses alles noch besser zu wissen? Die auch wenn da keiner stünde, so spräche, als seien Kunden da? Die stets Überstunden machte im Namen dessen, für das Namen zu suchen sie nicht müde wurde? Glücklich war sie nicht, die Kritik. Und er? Wie nur hatte es so weit kommen können? Was hat er ihr angetan, mit welchem Recht sie in den Verdacht gezogen, sich von ihr gelöst als sei er irgendwer? Was konnte sie denn schon dafür! – So war er sich trickreich problematisch geworden fast bis zur Selbstaufgabe. Alle Mittelwege lagen ihm unter Eis, an den Rändern aber glühten gierig heiße Kohlen. Mühselig und über Jahre hinweg hatte er sich einen einzig gangbaren Weg von seiner Wohnung zum Schalter und zurück gebahnt. Man würde nicht davon sprechen können, dass er seine Tage verbrachte. Vielmehr vertagte er, und ohne es eigentlich zu wissen, das Verbringen seiner Zeit. Und eigentlich, was jenseits lag von Glut und Eis, nicht einmal das.

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