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34 - SchlussInhaltsverzeichnis36 - Erledigt

35 - Brudenell

Erzählung zum Thema Krieg/Krieger


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah ...
Ein britischer Offizier kehrt im Frühjahr 1944 nach England zurück. Nach unerfreulichen Besuchen bei seinen Eltern und einem Kameraden während des Urlaubs lernt er in einem Landgasthaus eine junge Frau kennen. Danach begibt er sich zur neuaufgestellten 129th Rifle Brigade in Cornwall, in der er eine  Kompanie als Chef übernimmt. Mitte Juni 1944 wird die Brigade in die Normandie verlegt. Der Vormarsch gestaltet sich zäh. Den ersten Schuss, den er abgibt, gilt einem eigenen Mann, um ihn von einem qualvollen Feuertod zu erlösen. In einem erbitterter Kampf um ein Waldstück mit Truppen der Waffen-SS wehrt die Kompanie unter Verlusten die Gegenangriffe ab. Danach wird die Kompanie auf ein Dorf angesetzt.




Wir gewinnen, das ist klar. Die SS kann sich nicht mehr halten. Doch bevor der zweite Zug den Ort stürmt, erschreckt uns ein gewaltiges Dröhnen. Panzermotoren! Diese Leute haben gar keine Panzerabwehrkanonen. Es sind zwei Panzer, getarnt und versteckt in Holzscheunen. Der Erste fährt ohne Anzuhalten in Richtung Hügelkamm und verschwindet dahinter. Der Zweite stoppt an einer Kreuzung und dreht seinen Turm in unsere Richtung. Es ist ein Tiger1. Er feuert. Die Granate fliegt die Straße entlang. Sie trifft den Kopf eines Mannes, der diese gerade überqueren wollte. Sie explodiert nicht. Ihre Flugbahn verändert sich nicht. Sie schlägt irgendwo zu Füßen des hohen, unförmigen Buckels ein. Der Körper läuft noch zwei Schritte weiter, bevor er sich überschlagend zusammenbricht. Der Kopf ist fort. Er ist nicht zertrümmert oder explodiert. Er ist einfach fort, als hätte es ihn niemals gegeben. Der Tiger rollt zurück. Auf dem Hügelkamm bleibt er stehen und deckt den Rückzug der SS-Grenadiere. Sein Maschinengewehrfeuer und seine Granaten zwingen uns, die Köpfe unter zu behalten. Endlich verschwindet er hinter dem Hügelkamm.
Der Ort ist genommen!

Fürs erste ist der Kampf entschieden und vorbei. Ich befehle die Zugführer zu mir. Shaw und der mürrische Fitzmaurice - Heathen lässt auf sich warten - stehen neben mir, ebenso Mr Bush und Vic. Da kommen die verbliebenen Cromwells2 angebraust. Unterstützungsfeuer haben sie uns zwar nicht gegeben, doch nun sind sie schnell zur Stelle und wirbeln viel Staub auf. Ihr Captain steht in der Luke seines Panzers und ballt die Faust. Er ist Brudenell3 und sieht Kanonen auf dem sanft ansteigenden Hügelkamm. Im Vorbeifahren brüllt er uns etwas zu. Keiner versteht ihn.

"So'n gottverdammtes Arschloch!", schimpft Mr Bush. Er ist Staff Sergeant, kein Offizier, er darf das. Wir trommeln die Männer zusammen. Die Bren-Carrier4 sind verschwunden und tauchen auch nicht mehr auf, also hetzen wir los. Als die Panzer den Hügelkamm erreichen, befinden wir uns auf halber Höhe zwischen diesem und dem Ort. Die ersten beiden Cromwells werden sofort getroffen und fliegen mit Feuer und Rauch auseinander. Diesmal hat Brudenell nicht überlebt. Neben dem dritten Panzer explodiert nur die Erde. Er kann sich zurückziehen, wendet und rast mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu. Mehrere Männer müssen beiseite springen, damit sie nicht überrollt werden. Der letzte Cromwell rasselt durch den Ort und gesellt sich zu den Bren-Carrier. 'Scheiße, Scheiße, Scheiße', denke ich und befehle so laut ich kann: "Rückzug! Alle Mann zurück!"

Wir rennen zurück. Achtzig Yards vom Ortsrand entfernt steht einen Scheune. Das Fundament ist aus Stein. Sie selbst ist aus Holz gebaut. Lieutenant Heathen, endlich eingetroffen, befiehlt drei Männern dort in Stellung zu gehen. Hinter meinem Rücken tut er das. Vic macht mich darauf aufmerksam.
"Was zum Teufel…!"

Doch es ist zu spät. In diesem Augenblick erscheint der Tiger auf dem Hügelkamm. Seine erste Granate schlägt in der Scheune ein, eine Zweite folgt. Als er die dritte abfeuert, ist er nur noch fünfzehn Yards von dem Gebäude entfernt. Dann dreht er langsam seine Kanone nach hinten und überrollt das Gebäude.

In allerletzter Sekunde erreichen wir den Ortsrand. Ich befehle dem zweiten Zug - dieser verdammte Heathen! - nach rechts und den dritten Zug nach links. Shaw soll sich bereit halten um Lücken zu schließen oder Einbrüche im Gegenstoß zu bereinigen. So denke ich es mir zumindest. Doch etliche Männer halten nicht an, laufen auf der anderen Seite aus dem Ort hinaus bis zur fast mannshohen Steinmauer oder sogar noch weiter. Darum können wir uns nicht kümmern.

Lasst die erste Hausreihe unbesetzt!", brülle ich. Der Snob Heathen schaut mich blöde an, da schlagen auch schon die ersten Granaten dort ein. Der Tiger kommt immer näher und er bringt SS-Grenadiere mit sich. Auf dem äußersten linken Flügel kommen sie nicht sehr weit, dort können Fitzmaurice' Männer sie stoppen. Den Tiger können wir nicht aufhalten und auch der zweite Zug wird zurückgedrängt. Ich renne in ein Haus und schaue aus dem Fenster. Zwei Tarnanzüge kommen auf mich zu. Der lange helle Feuerstoß meiner Sten lässt meine Hände zittern, aber die Tarnanzüge sind fort. Links von uns höre ich gebrüllt Befehle.
"Unterscharführer, nehmen sie zwei Mann und…"




- Fortsetzung folgt -

Anmerkung von TrekanBelluvitsh:

Die Sprache der wörtlichen Rede ist Englisch. Kursiv gesetzte Worte in wörtlicher Rede sind deutsche Worte.

1 Tiger -  Schwere deutscher Kampfpanzer. Bis heute legendär und bei alliierten Truppen gefürchtet.

2 Cromwell - 1944/45 britischer  mittlerer Standardkampfpanzer.

3 Brudenell - James Brudenell (1797 – 1868). 7.Earl of Cardigan. Führte im Krimkrieg am 25.10.1854 die berühmte und katastrophale Attacke der leichten Brigade.

4 Bren-Carrier - eigentlich Universal-Carrier. Kleines  Vollkettentransportfahrzeug der britischen Armee. Leicht gepanzert.


 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (20.10.2018)
Kann man die brutale Vernichtungskraft eines Panzers deutlicher dokumentieren als durch einen Körper, der noch zwei Schritte ohne Kopf durch die Gegend taumelt.
Die entfesselte maschinelle Gewalt des Zweiten Weltkriegs, die du hier eindringlich schilderst, lässt Schlachten vor der industriellen Revolution fast "gemütlich" erscheinen.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 20.10.2018:
Und dabei verzichte ich sogar bewusst auf bestimmte Dinge. Vielleicht kannst du dich daran erinnern, dass der Protagonist am Anfang der Erzählung vom Gestank des Krieges redet. Ich habe diesen Weg auch darum gewählt, weil ich es nahezu unmöglich fand. diesen passend in die Kampfsequenzen einzubinden. den er ist ja immer da.

Auch die körperliche Anstrengung ist nur schwer darzustellen. Auch sie kommt darum kaum vor. Dazu nur so viel: Alle Soldaten sind immer müde. Alle Soldaten sind immer hungrig.



Tatsächlich kann man vorindustrielle Konflikte mir modernen kaum vergleichen. Früher war sie z.B. räumlich und zeitlich stets begrenzt. Vereinfacht gesprochen: Nach dem Gemetzel von Waterloo war die Sache gegessen.

In modernen Konflikten folgt auf Waterloo - ein zweites Waterloo... und ein drittes und ein viertes... Natürlich gab es während der von mir als Hintergrund gewählten Schlacht in der Normandie immer wieder Großoffensiven von besonderer Intensität. Aber der Kampf ruhte niemals. Nur der große Sturm Mitte Juni 1944 zwang beide Seiten zur Kampfeinstellung. Und wenn man drei Kilometer weiter nach rechts oder links ging, war da auch Front.

Dazu kommt noch, dass es geradezu kinderleicht ist, moderne Waffen zu bedienen. Beim Abfeuern und Laden einer Maschinenpistole kann man wenig falsch machen (in der Hitze des Gefechts geht das natürlich schneller). Eine 200 Jahre zuvor eine Muskete zu handhaben war schon sehr viel schwieriger. Und moderne Handfeuerwaffen schießen ohne Probleme bis zu 400 Meter weit und man muss kein Scharfschütze sein, um auf diese Entfernung noch zu treffen. Bei einer Muskete bedurfte es schon eines geübten Schützen, um auf 100 Meter etwas zu treffen. Das Töten seit der Zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts definitiv einfacher geworden.
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Kommentar von Graeculus (69) (20.10.2018)
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 20.10.2018:
Der "Tiger" ist bis heute ein überschätzter Panzer. Das liegt hauptsächlich an quantitativen Gründen. Westalliierte Kommandeure - von denen wissen wir das im Gegensatz zu sowjetischen Befehlshabern - monierten immer wieder, dass die Truppen aus jedem deutschen Panzer einen Tiger machten.

Auf der anderen Seite war dieser Ruf jenen Kommandeuren zuweilen auch nützlich, weil er die eigenen immensen Panzerverluste erklärte. Das lag tatsächlich an der dem überlegenen taktisch-operativen Ansatz der deutschen Panzertruppe, der erst in den für die Wehrmacht letzten chaotischen Monaten des Krieges verlorenging.

Man muss auch erwähnen, dass der Standardpanzer der Wehrmacht in der 2. Hälfte des Krieges, der Panzer IV, einen ebensolchen kastenförmigen Aufbau hatte, wie der Tiger. Die ab Mitte 1943 am Panzer IV verwendeten Schürzen verstärkten diesen Eindruck noch. Und da die Feindbeobachtung auf dem Schlachtfeld ja zumeist schnell/hektisch und auf große Entfernung stattfindet, waren solche Verwechselungen schon möglich.

Außerdem stellte der "Tiger" als einzelner Kampfpanzer betrachtet tatsächlich ein immenses Problem für die Alliierten dar. So verfügte die Rote Armee bei Kursk 1943, dem ersten größeren Einsatz von Tigern an der Ostfront, nur über ein Heereswaffensystem, dass ihn bekämpfen konnte und zwar die SU-152. Die Geschosse alles anderen Waffen, gleich ob Pak oder Panzer, prallten an ihm ab. Doch während auf die beteiligten deutschen Truppen 147 Tiger verteilt worden waren, standen den verteidigenden sowjetischen Verbänden. Verbänden nur 37 SU-152 zur Verfügung. Tatsächlich fielen die meisten Tiger bei Kursk durch technische Defekte und Minentreffer aus. Prägend für die Schlacht von Kursk war jedoch keines dieser Waffensysteme. Dafür gab es von beiden einfach zu wenige.

Auch im Sommer 1944, der Zeit, in der ich meine Geschichte angesiedelt habe, waren die westalliierten Truppen den deutschen "Tiger"-Panzern noch gnadenlos unterlegen. So konnte ein Tiger den - in der Normandie hauptsächlich eingesetzen - Standard-"Sherman"-Panzer auf 2.000 Meter erfolgreich bekämpfen. Dessen Kanone hingegen konnte den "Tiger" seinerseits auf 100 Meter durchschlagen - mit Glück und von der Seite. (Die in der Erzählung erwähnten "Cromwells" hatten eine vergleichbaren Kampfwert.) Nur eine Variante des "Shermans", die "Firefly" konnte Tiger (und Panther) auf große Entfernungen aufgrund eines besseren Kanone ausschalten, war jedoch ebenso anfällig gegen Beschuss wie jeder normale "Sherman/Cromwell".

Erst Ende 1944/Anfang 1945 konnten die Alliierten technisch gleichziehen. Bei den Briten geschah dies durch den "Comet", dem verbesserten "Sherman (76mm) der Amerikaner und dem IS-2 auf sowjetischer Seite. Das nahm den "Tiger" jedoch nichts von seiner Gefährlichkeit für seine Gegner.



Im Speziellen weiß ich nicht, wie die Briten auf den V1-Beschuss reagierten. Im Allgemeinen wurde ihnen schnell klar, dass sich die "fliegenden Bomben" recht einfach bekämpfen ließen. Dazu war zwar ein immenser logistischer und materieller Aufwand von Nöten, doch das bedeutet keine Schwächung der der Ressourcen für die Front. So wurde z.B. der neuste britische Jäger der Zeit, die "Tempest", fast vollständig zum Schutz gegen V1 eingesetzt. An der absoluten Luftherrschaft der Alliierten änderte das gar nichts.*

Bei der V2 war das anders. das lag jedoch daran, dass man zunächst gar nicht wusste, was geschah. Die ersten V2-Einschläge in London hielt man für Gasexplosionen. Als den Briten bewusst war, womit sie beschossen wurden, setzte in der Tat eine gewisse Furcht ein, die daher rührte, dass man die V2 nicht bekämpfen, ja, noch nicht einmal im Flug aufspüren konnte, so dass auch eine Vorwarnung unmöglich war.

Verstärkt wurde das noch durch die Art und Weise, wie die V2 abgeschossen wurde. Für die V1 hatten die Deutschen an der Kanalküste Startrampen gebaut. Dies brauchte natürlich seine Zeit und wurde von den Alliierten aufgeklärt. Die meisten V1-Startrampen wurden noch vor Gebrauch zerstört. Dann ging die Luftwaffe - die V1 war ein Luftwaffen, die V2 ein Heeresprojekt - dazu über, die V1 von Bombern abwerfen zu lassen. Aufgrund der geringen Reichweite der V1 mussten diese aber verhältnismäßig nahe an die britischen Inseln heran und gerieten so in große Gefahr, abgeschossen zu werden.

Für die V2 hatte man hingegen mobile Startrampen, die auf schweren Lkw montiert wurden, entwickelt. Diese waren mit den Tankwagen so hochmobil. Zwischen Aufbaubeginn und Abschuss einer V2 vergingen in der Regel nur 2 Stunden. Den Ort des Abschusses in dieser Zeit rechtzeitig aufzuklären, damit er noch bekämpft werden konnte, war eine fast unmögliche Aufgabe.

Was die Quantität des Beschusses anging, muss man noch erwähnen, dass mehr V2 auf belgische Städte denn auf die britischen Inseln abgeschossen wurden.


* Ein Drittel der V1 versagte aus technischen Gründen bzw. stürzten darum ab. Es war ein bei weitem noch nicht ausgereiftes Waffensystem.

Antwort geändert am 20.10.2018 um 15:43 Uhr
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (30.10.2018)
Also, wenn ich jetzt den Überblick verliere befinde ich mich bestimmt in guter Gesellschaft.
Hauptsache die Akteure wissen wo vorn und hinten ist!
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 30.10.2018:
Um ehrlich zu sein: Nein, wissen sie nicht. Sie sehen das, was vor ihnen ist und wenn das Kämpfen aufhört, hört es auf.

Der Bezugsrahmen eines Soldaten ist die Kompanie, für die sozialen Kontakte zumeist sogar nur der Zug (das hängt von der tatsächlichen sozialen Wirklichkeit in der Kompanie ab=können die Leute sich leiden). Darum sind die Ereignisse auf dieser eben auch das Wichtigste für den Einzelnen.

Das deutsche System zur Aufstellung von Verbänden nahm darauf Rücksicht. So wurden die Einheiten regional aufgestellt und die Soldaten kannten ihre Vorgesetzten in der Regel vom ersten Tag der Ausbildung an, ebenso wie ihre Kameraden.

Es gibt unzählige Arbeiten, die sich mit dem deutschen System beschäftigen. Das Entscheidende hierfür ist, dass der soziale Zusammenhalt für die Kampfkraft entscheidend ist. Und gibt es diesen Zusammenhalt, dann kämpfen Soldaten auch ungeachtet dessen, was links und rechts von ihren vorgeht. Also können die auch das Chaos, das ein fester Bestandteil des Schlachtfeldes ist, besser verkraften/ignorieren und weitermachen.
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