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In der Dämmerung

Gedicht


von fdöobsah

Ich begehre dich, doch nicht,
dein Freund zu sein.
Du sollst mir dienen aber hüte dich,
mich auch zu mögen.

Ich liebe dich, doch nicht,
um dein zu sein.
Du darfst mir gleich tun, doch erwarte nicht,
mir zu entsprechen.

Und wenn du gehst,
lass dein Gewand
ganz ohne Worte
im blassen Frühlicht liegen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


juttavon
Kommentar von juttavon (07.12.2018)
Ein in sich widersprüchliches, nachvollziehbares Erleben hast Du hier gelungen in Worte gefasst.

Über "dienen" stolpere ich natürlich; doch mit einiger Anstrengung kann ich es lassen (z.B. als Aufrichtigkeit, die dem LyrDu freie Wahl lässt, oder als gegenseitiges Dienen...).

HG Jutta
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fdöobsah meinte dazu am 07.12.2018:
Liebe Jutta,

vielen Dank für deine Beschäftigung mit diesen Zeilen. Die Nachvollziehbarkeit der Widersprüchlichkeit freut mich sehr und ja, das Dienen ist aufrichtig gemeint, aber sicher nicht sonderlich sympathisch.

Ich grüße herzlich zurück
fdöobsah
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Isaban
Kommentar von Isaban (07.12.2018)
Hallo fdöobsah,

ein interessanter Text, der gewiss mehr als nur eine Interpretationsmöglichkeit bietet.

Ich interpretiere ihn als Regelwerk, das ein Autor, Sänger, Politiker oder Schauspieler o.ä. - also jemand, der Publikum braucht - für eben jenes aufstellt. Der Text wirkt kalt und herzlos, ist aber im Grunde einfach nur eine Warnung, sich nicht zu sehr auf das LI einzulassen, damit sich niemand wehtut – oder zumindest keiner behaupten kann, er sei nicht gewarnt worden.

Das im Rampenlicht/in der Öffentlichkeit stehende/veröffentlichende LI sagt, dass es das LD begehrt und in gewisser Weise/auf eine ganz spezielle Weise auch liebt, aber eben nicht aus der Nähe - das LI will klarstellen, dass es keine echte menschliche Nähe, keine persönliche Beziehung geben, dass es keinerlei persönliches Interesse geben wird.

Das LI hat nichts dagegen, wenn es vom LD geliebt wird, stellt aber gleich klar, dass das lyrische Du dies nicht mit einer ebenbürtigen Beziehung verwechseln sollte, dass es nicht glauben soll, dass seine Gefühle in gleichem Maße oder halbwegs ähnlich erwidert werden – das LD wird nur - ähnlich einem One-Night-Stand benutzt und hat nach Gebrauch/nach dem Applaus den Schauplatz ohne Aufsehen und möglichst wortlos wieder zu verlassen. Emotionale Verwicklungen sind nicht erwünscht.

Da ist so eine Vorwarnung eine praktische Sache – das LI kann mit vollem Recht behaupten, es wäre schließlich von Anfang an aufrichtig gewesen und das LD wäre ja auf jeden Fall vorgewarnt worden. So braucht/muss das LI keinerlei Verantwortung übernehmen; durch die Vorwarnung agiert/verliebt sich das LD wortwörtlich auf eigene Gefahr.


Freitagsgrüße

Isaban
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fdöobsah antwortete darauf am 07.12.2018:
Hallo Isaban,

nachdem ich in den vergangenen Tagen offenbar ausschließlich Gedichte über ein in unglücklicher Beziehung steckendes lyrIch mit virtuellen Fremdgängen schrob, hatte ich eine gewisse Befürchtung, als ich sah, dass du dich diesem Textchen zugewandt hast. Und dann das!

Was bin ich froh, dass ich der Versuchung widerstanden habe, diese Zeilen als "Hermetisches Gedicht" einzustellen! Meine Güte, bin ich einfach zu lesen! Soll ich mich jetzt darüber freuen oder besser die Gehversuche schnellstens einstellen? Ich denke, auch das wird sehr deutlich in deinen Zeilen.

Vielen Dank für deine wie immer virtuose Herangehensweise
und tiefsichtige Sektion! Es ist eine Freude, dir bei der Arbeit zusehen zu dürfen, ob du nun dichtest oder liest.

Wie immer beeindruckt:
fdöobsah
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eiskimo
Kommentar von eiskimo (07.12.2018)
Egomane sucht Gespielin, würde ich sagen. Er warnt sie vor, dass die Beziehung beschränkt ist. Zeile 5 ohne Komma gelesen fasst alles zusammen.
Ich halte zu der Gespielin.
verzeih mir die Kürze
Eiskimo
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fdöobsah schrieb daraufhin am 07.12.2018:
In der Kürze liegt bekanntlich die Würze, mein Lieber und deine Interpretation ist zudem knackig. Gefreut hat mich, dass du auf das Komma anspielst (gilt auch für V1): Diese Zeile ist schließlich mutwillig gebrochen. ;-)

Vielen Dank
fdöobsah
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Echo
Kommentar von Echo (07.12.2018)
Meine Interpretation:
lyrdu ist kein Mensch, sondern ein Suchtstoff. Lyrich ist sich der Gefahr bewusst und versucht diese zu bannen, indem er personifiziert. Er redet sich ein, er wäre fahig, lyrdu zu beherrschen. Dem Suchtstoff ist das natürlich egal. Das Gewand in der letzten Strophe ist die leere Verpackung.

Kommentar geändert am 07.12.2018 um 22:53 Uhr
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fdöobsah
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Veröffentlicht am 07.12.2018. Dieser Text wurde bereits 113 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.12.2018.
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