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Eines verlorenen Menschseins

Prosagedicht


von Hannah

Eines verlorenen Menschseins.

Nein, nicht getragen werden,
auf niemandes Schultern
wie alle,
verlorenes Sein
an gezinkte Karten,
die Welt ächzt laut.

Ihre Ordnung
kann sie nicht verlassen,
Liebe und Tod
ihre Maße,
von denen blind abgestreift,
welche sich tragen lassen,

als Ornament
noch bewundert,
ohne den Atem der Freiheit,
stilisierte Nachahmung,
auf der Suche nach Ergänzung,
eines verlorenen Menschseins.


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Kommentare zu diesem Text


princess
Kommentar von princess (19.12.2018)
Auf jeden Fall ein Gedicht, das mich zu wiederholtem Lesen auffordert. Den Einstieg
Nein, nicht getragen werden,
auf niemandes Schultern
empfinde ich als berührend. Der darauf folgende Vers
wie alle
schubst mich allerdings sofort in innere Unklarheit: Werden in dieser skizzierten subjektiven Realität alle nicht getragen? Oder wird LyrI im Vergleich zu allen anderen nicht getragen? Ich tendiere dazu, es als Vergleich zu interpretieren, dem in S2 analog
ihre Maße,
von denen blind abgestreift,
welche sich tragen lassen
folgt. Braucht es diesen Vergleich? Muss LyrI sich für wahrgenommenes Anders-Sein rechtfertigen? Kann es nicht einfach sein Sosein beschreiben, ohne dies zu bewerten? Das sind nur Fragen., die mir durch den Kopf huschen.

Und die wichtigste Frage: Was wohl ein
verlorenes Menschsein
bedeuten mag? Mein Menschsein verliere ich mit dem Tod. Davor bin ich Mensch, wie auch immer ich dieses Menschsein lebe.

Vielleicht guckst du nochmal über die Kommas; ich glaube, die sind z. T. ein bisschen phantasievoll gestreut.

Herzlich willkommen, Hannah.

Liebe Grüße
Ira
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Hannah meinte dazu am 20.12.2018:
Mit "wie alle" wollte ich das Anonyme kennzeichnen hinter dem sich alle verbergen und dieses Unbewusste nicht nur auf sich gegenseitig, besonders aber die Durchsetzungsschwachen, wie die Natur, abladen.
Im Gegensatz zum Menschen, vermag die Welt und die Natur es nicht ihre Maße zu verlassen, sie kann nicht teilhaben an dem menschlichen Verhalten, des freien Willens und wird, weil unerkannt, benutzt. Dies muß gekennzeichnet werden.
Die Menschheit ist gefangen in unbewusstem Tun, für uns selbst als das Individuum, das sich gleichzeitig mit der äußeren Welt zu empfinden weiß, diese und sich selbst dadurch erkennt und schützt, haben wir keine Zeit mehr, und damit fehlt das Sein.
Danke Dir
Gruß von Hannah
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Kommentar von fdöobsah (54) (19.12.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Hannah antwortete darauf am 20.12.2018:
Bei diesem Text kann man das Beabsichtigen ihn zu verstehen, etwas zurückstellen und ganz frei das allgemeine Leben empfindungsmäßig umreißen, vielleicht fällt dann etwas ein.
Danke
Gruß von Hannah
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Sätzer
Kommentar von Sätzer (22.12.2018)
Der Text läßt viele Assoziationsmöglichkeiten zu. Insofern sehr anregend mit jedem nochmaligen Lesen!
LG in den Tag
Uwe

P.S.: Hannah ist übrigens mein Lieblingsname, kommt auch in einigen meiner Texte vor
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Hannah schrieb daraufhin am 22.12.2018:
Danke, anregend dürfen meine Texte gerne sein, und reichhaltig allemal.

Hannah ist mein Taufname, jetzt benutze ich ihn das erste mal etwas ausgiebig.
Hat mich gefreut. Gruß von Hannah
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Hannah
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Veröffentlicht am 19.12.2018, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.12.2018). Textlänge: 59 Wörter; dieser Text wurde bereits 304 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.06.2020.
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