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Mei Dachebuch

Gedicht zum Thema Ferne


von Lluviagata

Geschichdn schreim is scheene,
vom Frihling un von Schmerz un Wut,
doch liesde das fir dich alleene,
dann heulsde bloß. Das is ni gud.

Oochs Dachebuch is galt gewordn.
Die Seitn gläbn wie verrückd
und ja, mei Filler hatschs da dordn
vor Drocknheid ins Aus geschpickd.

Wird Zeid, das nu zu ändorn!
Mei Florion, was sachsdn du?
Ma soll kee Zeit verplämborn,
de Uhr rennd weg, und das im Nu.

Nu willisch erscht ma schpuggn!
Dor Filler schreibt: Dor Erste Mai.
Da kannsch wie bleede guggn:
Dor Februor is lang vorbei!

Zu offd war isch am Grübln,
hab nur dn Mond um Rad gefrachd.
Magsd du mir das verübln?
Isch hoff, du hasd jetz Nee! gesachd!

Un du? Würschsd heud im Gardn,
damit dos Ungraud ja ni modzt,
un ich du of de Bliemeln wardn,
dorweil dor Frosd nor immor glodzt.

Das soll uns ni verwirschn:
Im Osdn brietet schon dor Star,
im Wesden bliehn de Girschn -
de Midde bleim mir zwee, ni wahr?

So wie dor alde Nussboom
der da sei Laub als erschter würfd
dafier als ledsor grienen dud,
und geenen frachd, ob der das dürf.

Auf Wunsch und gern - die Übersetzung:

Geschichten schreiben ist schön,
vom Frühling und von Schmerz und Wut,
doch liest du das für dich allein,
dann heulst du bloß, das ist nicht gut.

Auchs Tagebuch ist kalt geworden,
die Seiten kleben wie verrückt,
und ja, mein Füller hat sich da
vor Trockenheit ins Aus gespickt.

Wird Zeit, das nun zu ändern,
mein Florian, was sagst denn Du?
Man soll keine Zeit verplempern,
die Uhr rennt weg, und das im Nu.

Nun will ich erst mal spucken!
Der Füller schreibt: Der erste Mai.
Da kann ich wie blöde gucken:
Der Februar ist lang vorbei!

Zu oft war ich am Grübeln,
hab nur den Mond um Rat gefragt,
magst Du mir das verübeln?
Ich hoff, Du hast jetzt Nee! gesagt!

Und Du, rackerst heut im Garten,
damit das Unkraut ja nicht motzt,
und ich will auf die Blümlein warten,
derweil der Frost noch immer glotzt.

Das soll uns nicht verwirren,
im Osten brütet schon der Star,
im Westen blühn die Kirschen,
die Mitte bleiben wir zwei, nicht wahr?

So wie der alte Nussbaum,
der da sein Laub als erster wirft,
dafür als letzter grünen tut
und keinen fragt, o er das darf.

Anmerkung von Lluviagata:

aus:

Herbstsemester

Anmerkung: Aus dem Projekt "Grauburgunder", das ich dereinst mit Adrian belebte.
Adrian, komm wieder!


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von niemand (29.12.2018)
Das ist ein Dialekt zum Schenglglobfn )))))))
mein Lieblingsdialekt! Mit lachenden und begeisterten
Grüßen, Irene
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Lluviagata meinte dazu am 30.12.2018:
Das freut mich sehr, liebe Irene. Vielen Dank!

Natürlich habe ich hier hemmungslos übertrieben, ich spreche das Dresdner Sächsisch, welches - nach meinem Dafürhalten! - das am besten verständlichste Sächsisch ist. Das hier ist an das erzgebirgische Sächsisch angelehnt. Ich finde, dass es nur so richtig mundartlich daher kommt.

Liebe Grüße
Llu <3

Antwort geändert am 30.12.2018 um 14:19 Uhr
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (29.12.2018)
Was sachsen du? Schwer zu verstehen, aber lustig.
Erheiterte Grüße, Dirk
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Lluviagata antwortete darauf am 30.12.2018:
Deshalb wohl kommt es lustig daher, obwohl es das garnicht ist. Aber daran bin ich selbst schuld, niemals der arme Leser. ;)

Vielen Dank, dass Du hier warst!

Liebe Grüße
Llu <3
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niemand schrieb daraufhin am 30.12.2018:
@ Llu
nein, das ist nicht lustig, aber die Sprache hat einen so herrlichen
humorvollen und erfrischenden Klang, dass sie das nicht-Lustige
quasi augenzwinkernd "erträglich" macht, Llu. Und dieses Zusammenspiel ist einfach gelungen. LG Irene
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idioma
Kommentar von idioma (29.12.2018)
mündlich vorgetragen von Dir liebe Lu
das wär dr i-Punkt oba druff ! dr clou !

Vielleicht sollte man aus diesem spontanen Wunsch schließen, dass Sprache eigentlich viel mehr zum Sprechen gedacht ist und das Lesen ein zivilisatorischer Ersatz ?
idi
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Lluviagata äußerte darauf am 30.12.2018:
Das stimmt, liebe idioma, leider habe ich keine Zeit und Muße auch nicht. Es ist schon aufwändig, das Vertonen, lohnt sich aber, selbst ich höre mich dann zwar kritisch, dennoch gern. Und ja, Sprache ist zum Sprechen da, gerade das Mundartliche. Wir schreiben sie nur nieder,

Lieben Dank Dir!

Llu <3
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RainerMScholz
Kommentar von RainerMScholz (03.12.2019)
Geheimnisvoller und authentischer ohne hochdeutsche Übersetzung, die ja eigentlich die gekünstelte ist, auch wenn das nicht jeder verstehen mag. Laut lesen hilft.
Grüße,
R.
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Lluviagata
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Veröffentlicht am 29.12.2018, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 30.12.2018). Textlänge: 387 Wörter; dieser Text wurde bereits 143 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.12.2019.
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