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Vom Pfauenweiherentlein

Fabel


von Fisch

Es war einmal ein Pfau.
Der hatte einen Laden für Spiegel, welcher sehr schön war.
In etwa so schön wie ein Pfau, der Räder zu schlagen weiß.
Dem Pfauen ging's gold, umgaben ihn doch dutzende Spiegel, kleine, mittlere, große, runde und eckige. Und alle spiegelten ihn, unseren sympathischen Prachtvogel, aufs Wunderbarste.
Hin und wieder kamen andere Vögel, vorzugsweise Entlein, die gewöhnlich eine Kette um den Hals trugen, daran ein kupfernes Schildchen, auf dem das jeweilige Adjektivchen eingestanzt war.
Keines der Entlein kommentierte jemals, was auf seinem Schildchen stand.
Schweigend kauften sie dem Pfau einen Spiegel ab und verschwanden ohne ein weiteres Quaken in ihre Tümpel und Teiche.
Dem Pfau war's recht, er hatte genug der Spiegel und freute sich, vom Erlös den einen oder anderen Sack Körner oder die eine oder andere Tube Federgel erwerben zu können.
Eines Tages betrat ein ... Entlein des Pfauen Laden, blickte kurz um sich und quakte:
"Ich kaufe alles!"
Es bugsierte einen dicken, schweren Beutel auf die Ladentheke, aus dem stracks die ersten Goldtaler purzelten:
"Genug, Pfau?"
Der Pfau sperrte vor lauter Überraschung, Verzückung und Gier staunend den Schnabel auf. Aus vermutlich verwandten Gründen streckten sich die prächtigen Balzfedern ruckartig zum bekannten Sternenbild und der komplette Vogel vollführte endlich drei Räder, zwei Schrauben und der Salti viere.
"Ja..ja..das reichte", stotterte sodann der Pfau, "aber ... Entlein, wo fandest Du all den Reibach? Sprich!"
"Ach", quakte der Entenvogel frei Schnabel, "ich gründelte so im Weiher, dort, wo er am tiefsten ist, dort, wo der Hecht steht. Da stieß ich plötzlich an etwas Hartes, eine Kiste. Der Hecht half mir gegen zwei Küken die Kiste anzulanden. Und siehe da... tata!"
"Erstaunlich, erstaunlich ... Entlein!"
Noch ehe der Pfau darüber sinnen konnte, was es bedeutete, kurzfristig ohne Spiegel zu sein, riß eine trübe, braune Wassersäule die Tür auf und stürzte flutend auf Entlein und Pfau zu...

 
 

Kommentare zu diesem Text


Lala
Kommentar von Lala (04.01.2019)
So muss das sein. Trotz der braunen Brühe am Ende und des verschwiegenen Weihers.

Wegen der vielen, komischen wie guten Ideen: klare Empfehlung. ich neide den souveränen Umgang mit der Sprache.

Kommentar geändert am 04.01.2019 um 20:28 Uhr
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Fisch meinte dazu am 04.01.2019:
Danke dem Lobenden.
Neid macht mich allerdings unberechenbar,
in beiden Himmelsrichtungen.
Ich mir werde deinen lektorierten Ententext noch mal zur Putenbrust nehmen.
Eventuell färbt sich der Weiher dann rot...
Gruß
Raub-Fisch
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Nimbus
Kommentar von Nimbus (04.01.2019)
Gibt's eigentlich irgendwie heute eine Ausschreibung die mir entgangen ist? Pfauen und Enten und keiner sagt mir das, dass wir Vögeltag haben? .
Nun langsam wirds lächerlich. Hapert es so sehr an der eigenen Kreativität? Scheint so. Hier werden offenbar nur Häppchen aufgewärmt. Egal wie man das umzustricken vermag. Jeder meint er würde es besser machen als der Ideengeber. Das kann ich wirklich nicht bestätigen. Aber nun gut, weiter so, belebt KV.-
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Fisch antwortete darauf am 04.01.2019:
Schreib doch auch mal was schönes mit Vögeln, Nimbus!
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Nimbus schrieb daraufhin am 04.01.2019:
Dann bekomme ich verbal aber immer auf die Nase. Habe hier eh schon Schlampenstatus
Ach...Mist...Du meintest mit echten Vögeln...so schnell habe ich mich schon wieder zum Idioten gemacht.

Antwort geändert am 04.01.2019 um 21:33 Uhr
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Fisch äußerte darauf am 04.01.2019:
Natürlich nicht!
Natürlich was mit Vögeln. Oder notfalls was mit Eiern.
(falls zur Hand)
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Nimbus ergänzte dazu am 04.01.2019:
Eier-Omelette? Habe nen tolles Rezept )))
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loslosch
Kommentar von loslosch (04.01.2019)
jetzt ein sprechender fisch. sozusagen eine fabel in einer fabel.

ehrlich gesagt, gehen mir fabeln, von wem auch immer geschrieben, am popo vorbei, besonders wenn sie mit moralisierendem impetus daherkommen. aufgrund des "märchenhaften" schlusses gilt das hier allerdings nicht.
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Fisch meinte dazu am 04.01.2019:
Vielleicht ist er auch stumm und kann schreiben?
Da fällt mir ein, ich muss noch das Wasser tauschen...
Thx
Fisch
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (04.01.2019)
Hallo Fisch,
du hast den Schluss vergessen: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Aber auch ohne ihn ist dieses interessante Märchen , das, was es ist, ein Märchen.
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Fisch meinte dazu am 04.01.2019:
Ja, Ekkehart, das ist wohl der Fall, es ist näher am Märchen als an der Fabel.
Nichtsdestotrotz vielen Dank nachträglich für die inspirierende Vorlage.
Die Selbstironie des tagesaktuellen Trittbrettelns steht ja ohnehin thematisch pfauengleich an diesem sympathischen Poetentümpel.
Praktisch grätenfreier Gruß vom
Fisch
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Nimbus meinte dazu am 04.01.2019:
Das finde ich ja jetzt mal fair gehalten, von beiden Parteien. Dann hab ich Dir, Fisch, womöglich Unrecht getan.

Gutes Nächtle
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 04.01.2019:
Danke für diesen sympathischen Kommentar, Fisch.
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Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (04.01.2019)
Geschliffene Sprache, Mutterwitz und eine fast! astreine Kommasetzung machen den Text zu dem, was er sein soll - ein Märchen, das man weiter empfehlen kann.

Liebe Grüße
Llu ♥
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Fisch meinte dazu am 04.01.2019:
Ich fühle mich paniert...
Den einen Kommafehler finde ich auch noch nebst Muttiwitz
Thx
Fisch
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Piroschki
Kommentar von Piroschki (04.01.2019)
Naju, naja - die braune Brühe hat die armen Küken gerächt. Ob es allerdings um den Spiegel-Laden samt dem Kisteninhalt schade war, bleibt dahingestellt - sehr interessant, das Ganze. Irgendwie erinnert es mich auch an die grooooße Politik: die Kleinen kloppen sich, und die Kiste schleppt dann ein Taucher weg, der längst im Hinterhalt gewartet hat. Oder so. Aber allemal ein schönes Märchen!
Liebgrüß!
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Fisch meinte dazu am 04.01.2019:
Ein sehr weiherfreundlicher Interpretationsansatz.
Ich glaube ja, dass der Weiher der Mörder ist. Man müsste halt schauen, ob ein toter Gärtner drin treibt…
Gruß
Fisch
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Kommentar von MichaelBerger (44) (05.01.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Fisch meinte dazu am 05.01.2019:
Vielen Dank für dieses pfauenhaft im Kreise irrende Stück charmanter Eigenuriny. Las ich selten besser.
Auch sonst, Ihr
Fischi
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (12.01.2019)
Der beste Kommentar ist ein eigener Text als Fortführung. Wie dürfte sich Ekki darüber gefreut haben. Der Fisch erhält dafür den Goldenen Wal am roten Bande.
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Fisch
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Veröffentlicht am 04.01.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.01.2019). Textlänge: 306 Wörter; dieser Text wurde bereits 276 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.07.2019.
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