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Der Herr Spießburg

Kurzprosa zum Thema Vergessen


von Oreste

Der Herr Spießburg ist ein vielbeschäftigter Mann. Niemals verlässt der Herr Spießburg das Haus, ohne zuvor sein spezielles Utensil eingesteckt zu haben. Eine Handpuppe. Die heißt Alzheimer und hat gewisse Vorzüge. Immer, wenn der Herr Spießburg sich dahinstellt und lächerlich macht und also zurecht höhnisches Gelächter erntet, zückt der Herr Spießburg Alzheimer und hält ihn mit beiden Händen fest umschlossen hoch in die Luft. Unbeeindruckt von der Tatsache, dass der Herr Spießburg in dieser Positur umso lächerlicher erscheint und also das höhnische Gelächter zunimmt, schaut der Herr Spießburg seinem kleinen Freund ganz tief in dessen schwarze Knopfaugen. Dann passiert es. Der Herr Spießburg vergisst und geht nach Haus. Obschon Alzheimer zurück an den Kleiderhaken gehängt, wird der Herr Spießburg erst einmal gemütlich auf seinem Ohrensessel Platz nehmen. Und warten.

Anmerkung von Oreste:

2011


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von BeBa (05.01.2019)
Ganz mein Ding, dieser Text. Dieser Stil erinnert mich doch an ... wie hieß er noch mal?
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Oreste meinte dazu am 05.01.2019:
Mir liegts auf der Zunge ...

Liebe Gruesse
O.
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Oreste antwortete darauf am 05.01.2019:
PS: Danke dir! (-;
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (05.01.2019)
Ist das schon Sarkasmus? Ich weiß nicht. Ich lese es so und kann mich nicht richtig damit anfreunden.
Sorry und liebe Grüße
Kerstin
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Oreste schrieb daraufhin am 05.01.2019:
Wofür entschuldigst du dich, Kerstin?
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Stelzie äußerte darauf am 05.01.2019:
Weil ich ne ganz Liebe bin. Ich hatte den Text schon mal positiver kommentiert, glaube ich. Damals war ich jünger und Alzheimer noch weiter weg...
Warum beantwortest du mir meine Frage nicht?
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Oreste ergänzte dazu am 05.01.2019:
Du irrst dich, Kerstin. Zumal: 2011 warst du doch noch gar nicht hier. Oder doch?

Als sarkastisch würde ich mein kleines Textchen nicht bezeichnen. Eher als hilfreich.

Grüß dich!
O.
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loslosch
Kommentar von loslosch (05.01.2019)
ich würde ja "zurecht" (richtig: zu Recht) einfach weglassen. statt dahinstellen wäre hinstellen glatter. herr Spießburg merkt bestimmt nix.
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Oreste meinte dazu am 05.01.2019:
Beide Einwände haben ihre Berechtigung, Lo - trotzdem.

O.
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Piroschki
Kommentar von Piroschki (05.01.2019)
Du tust der Erkrankung Alzheimer Unrecht, Oreste. Die beiden, der Spießburger und sein Knopfäuglein, sind einfach nur dreist. Geschrieben 2011 - die beiden hatten ergo genug Zeit, Ihr dreistes Spiel zu verfeinern. Wer Handpuppen hat, geht von Zuschauern aus. Zuschauer arrangieren sich meist mit gut vorbereiteten Theaterstücken. Nur das ermöglicht es, solch ein Spiel über Jahre hinweg zu spielen. Wenn die ersten Opfer fallen, sieht man gemütlich von den vorderen Rängen aus zu und hat sogar noch seinen Spaß - denn hat man sich erst einmal mit dem Spießburger arrangiert, geht er nicht ganz so ruppig mit einem um. Ist aber kurzsichtig gedacht: wenn der erst einmal die Gretel, den Polizisten und all die Anderen samt Kulisse um die Ecke gebracht hat, dann muss er auch an die Krokodile und Hexen ran, sonst macht es ihm keinen Spaß mehr. Und seinen bösen Spaß braucht er, deshalb inszeniert er ja dieses Theater. Nur eines weiß man nicht - wem es dann vom zuschauenden Rest zuerst an den Kragen geht. Ich vermute mal, dem Krokodil. Weil das am meisten drückt da hinten drin.
Wie auch immer, Deinen Text finde ich gut und treffend formuliert.
LG von P.
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Oreste meinte dazu am 09.01.2019:
Ich danke dir fürs Beschäftigen, Kommentieren und Empfehlen!

Gruß
O.
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drmdswrt
Kommentar von drmdswrt (05.01.2019)
Manchmal könnte man glauben, man wäre nur von Herren (und Damen) Spießburg umgeben. Und diese machen meine zu Murmeltiertagen.
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Oreste meinte dazu am 09.01.2019:
Das klingt ja beinahe traurig. Konfetti!
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Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (05.01.2019)
gefällt mir,vielleicht lege ich sie mir demmnächst auch zu-tut sicherlich gut, manches Gesagte nicht an sich `ranzulassen oder gar nicht erst wahrzunehmen-einen Morgengruß-Jo-W.
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Oreste meinte dazu am 09.01.2019:
Du kannst auch eine, die du bereits dein Eigen nennst, in Alzheimer umbenennen.

Herzlichen Dank, Jo-W.
O.
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Kommentar von MichaelBerger (44) (05.01.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Oreste meinte dazu am 09.01.2019:
(-:
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Oreste
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Veröffentlicht am 05.01.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.01.2019). Textlänge: 129 Wörter; dieser Text wurde bereits 230 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.07.2019.
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