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Blaugefühl III: spiegelgesang

Text


von Habakuk

du sangst zum abschluss von meer
und ferne, zum ende der
nacht das rauschen der wellen
vorm fenster-
sims,

den atem letztmalig in wein getaucht;
ist denn nicht alles ton
und klang? warf meine lippen
ins dunkel des
raums;

noch einmal das lied aus den muschelschalen!

still das segel, das ruder im wind,
wie alles schwankt,
lösche den mond im augen-
licht,

einer wird kommen mit salz in den händen,

heimat ist jenseits der schatten-
grenze; hörst du’s,
das nahende hundegebell?
geh, flieh übers
wasser,

sieh nur, die spiegel
sind voller zeit, auch diese stunde
ist leergetrunken, aus kiemen
der fische die
ewigkeit.


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Kommentare zu diesem Text


Sätzer
Kommentar von Sätzer (07.01.2019)
Ein expressives Erlebnis mit deinen Zeilen.
LG Uwe
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Habakuk meinte dazu am 07.01.2019:
Danke.

BG
H.
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Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (07.01.2019)
ausdrucksstark,intensiv- auch im Nachklang-Gruß-Jo- W.
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Habakuk antwortete darauf am 07.01.2019:
Freut mich, dass meine Intention bei dir ankommt. Danke.

Gruß
H.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (07.01.2019)
Lieber Habakuk, expressionistische Lyrik hat den Vorteil, dass man nicht viel falsch machen kann, weil die Dinge nicht logisch, sondern emotional miteinander verbunden sind. Wenn du zu diesem Gedicht 10 Interpreten ihre Assoziationen aufschreiben lässt, kommen wahrscheinlich 10 unterschiedliche Varianten zustande. Das schmälert aber keineswegs den ästhetischen Genuss.
LG
Ekki
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Habakuk schrieb daraufhin am 07.01.2019:
Danke, werter Ekki, da hast du wohl nicht Unrecht. Ich mag Expressionismus sehr. Dass du es ästhetisch genießen konntest, freut mich erst recht. Man muss nicht immer alles verstehen, um Gefallen an einem Gedicht zu finden, denke ich mal.

BG
H.
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Fisch
Kommentar von Fisch (07.01.2019)
Maritim angelegtes, expressionistisches Gedicht, das eine gewisse Könnerschaft nicht vermissen läßt.

Heimat vs. Horizont?

Ich riete auch zur salzigen Unendlichkeit,
allein schon der Hunde wegen.
Pfisch
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Habakuk äußerte darauf am 07.01.2019:
Danke. Man stolpert sich so durchs Gedicht. Falls es Könnerschaft sein sollte, solls mir recht sein.
Horizont? Der Begriff taucht nicht auf. „Schattengrenze“ sehr wohl.
Interpretieren muss der Leser.

H.
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Fisch ergänzte dazu am 07.01.2019:
Muss er das?
Nein, muss er nicht.
Wer seinen Wein interpretiert,
der mag sich besser dem Wasser zuwenden.

Aber, wem erzähle ich das.
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (07.01.2019)
Hallo hbq, ein saublöder Text! Meeresrauschen und Muschellauschen. Wie kommst du dazu, jetzt, wo ich gerade meinen Text fertig habe, genau diese Formulierungen einzustellen, ohne zu warten, bis ich meine eingesetzt habe. Jetzt muss ich umschreiben. Allein meinen Titel „Dienst am Kunden“ kann ich behalten. Schöner Dienst von dir. Ach so: die Ewigkeit hast du mir auch weggepachtet, oder? LG von Gil.
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Habakuk meinte dazu am 07.01.2019:
Danke, Gil. Ich mache es wie die Chinesen. Ich klaue, was ich kriegen kann. Ohne Rücksicht auf Verwandte.

BG
H.
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (07.01.2019)
"noch einmal das lied aus den muschelschalen!"

Bessere Variante:

drück einmal noch aus der tube IKEA-muschelpaste!

auch als krabben-paste erhältlich in drei neuen aufregenden gewürzmischungen.

https://www.ikea.com/de/de/catalog/categories/departments/food/25214/
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Habakuk meinte dazu am 07.01.2019:
Thx für den niveavollen Kommentar.
Pablo Neruda, seines Zeichens Nobelpreisträger, schrieb einmal:
„Deine Brüste, sie gleichen den weißen Meeresmuscheln.
Auf deinen Lenden hat ein Schattenfalter sich niedergelassen
zum Schlaf“.
Aber wer ist schon Pablo Neruda im Vergleich zu dem Aldi-Preisträger Dieter Wal? Sag du es mir. Ich finde nämlich keinen passenden Vergleich. Würde schon, aber das riefe den Webmaster auf den Plan. In meiner Jugend pflegten wir zu sagen, lange ist’s her: Der ist zu doof zum Scheißen. Nun ja, es waren halt andere Zeiten damals. Und dann noch im jugendlichen Überschwang.
PS: Was der Nobelpreis für Literatur ist, müsste irgendwo selbst in deinem literarischen Ikea-Tümpel rumdümpeln.
Im kV-Preiskomitee wird noch ein Trampolinspringer gesucht zwecks gemeinsamen Synchronspringens. Wäre das nichts?

Schmunzelgrüße
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MichaelBerger (44) meinte dazu am 07.01.2019:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal meinte dazu am 07.01.2019:
Auch du, mein Sohn, kannst mit Lyrik reich werden. Vielleicht nicht ganz so (seelisch-geistig) reich wie Neruda. Dein Zauberwort: Product-Placement. Versuche es mit:

drück auf die tube der IKEA-muschelpaste! kulinarische lieder erklingen im vinter wie im midsommar.

Michaels Idee der McDonalds Kindergeburtstagsgedichte finde ich prima. Auch lecker: IKEA-Wal-Paste.
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MichaelBerger (44) meinte dazu am 08.01.2019:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal meinte dazu am 08.01.2019:
Die Einspielung klingt mir zu pathetisch. Neruda zu lesen, gefällt mir wesentlich besser.
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Kommentar von MichaelBerger (44) (07.01.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Habakuk meinte dazu am 08.01.2019:
Danke, MB. Das Gedicht von Neruda: umwerfend.

BG
H.
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juttavon
Kommentar von juttavon (11.01.2019)
...geliebt - "du",
getrennt - "letztmalig", "noch einmal",
einsam - "still das segel"...,
Vision von Rettung - "einer wird kommen"...,
auch vor Verfolgung - "heimat", "flieh"...,
alles ist vergänglich - und ewig.

Fein verwobene Themen von Zwischenmenschlichem und spirituell Visionärem - "einer wird kommen mit salz in den händen" lässt Jesus erscheinen, ein Motiv, das in "fische" wieder aufgenommen sein könnte.

"die ewigkeit" ist genannt, doch als Durst; denn die "kiemen / der fische" haben kein Lebenselement, Wasser: "auch diese stunde / ist leergegrunken". Die Sehnsucht nach Ewigkeit entspringt dem Erleben unserer Vegänglichkeit und wird dadurch fraglich.
"ist denn nicht alles ton / und klang?" - das wäre mehr als 'Schall und Rauch'.

Spannend - und Poesie!

HG Jutta
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Habakuk meinte dazu am 11.01.2019:
Danke dir. Ja.

BG
H.
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Veröffentlicht am 07.01.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 07.01.2019). Textlänge: 112 Wörter; dieser Text wurde bereits 235 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.07.2019.
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