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Gedicht


von Piroschki

Ein allerletztes Mal will ich heut an dich denken.
Die Tage sind jetzt hell und freundlich ohne dich,
und was mir lange nicht von meiner Seele wich,
vertrieben jene, die nicht fordern, sondern schenken.

Kann endlich gehen ohne Bitterkeit und Reue,
bekam geschenkt, was du mir hinterrücks gestohlen hast.
Du warst nie Glück, warst immer folgenschwere Last.
Auch ohne dich dreht sich die Welt für mich auf's Neue.

Spür' deine Kälte, weiß, dir bleibt nur Stehlen.
Behalt das Diebesgut, mir wird nichts fehlen ...

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (12.01.2019)
Hallo Piroschki,

was für ein bitterer, nein, fast galliger Text!
Das lyrische Ich scheint immer noch mit dem LyrDu zu hadern und sich selbst als (vielleicht halbwegs genesenes aber immer noch) Opfer zu sehen.

Ob man jetzt das lyrische Du als anstrengendes Kind, unfähiges Elternteil oder als Exliebhaber/in betrachtet, immer bleibt diese Bitterkeit, die ganz besonders in S2, V3 gipfelt - was für eine Aussage!

Sowas würde ich nicht einmal dem miesesten Lover und hinterhältigsten Ehebrecher hinterherwerfen, denn: Irgendwo wird da auch mal eine gute Minute gewesen sein, vielleicht nur anfangs, vielleicht nicht allzu oft, aber ohne so ein bisschen Glücksgefühl bei der Zusammenkunft hätte es gewiss keinen solchen Zeitraum gegeben, in dem diese Art von Verachtung und Bitterkeit, vielleicht sogar Hass gewachsen sein könnte.

Einzig eine Zwangsehe hätte eventuell vom ersten Moment an einen derartigen Mangel an positiven Augenblicken hervorrufen können, allerdings nur bei einer Frau, die vollkommen mittel-, initiativ- und hilflos allen Unbillen des Zwangsgatten ausgesetzt gewesen wäre, was ja in unseren Breitengraden eher selten vorkommt.

Das lyrische Ich scheint also entweder aus einem Land zu stammen, wo junge Mädchen noch zwangsverheiratet werden oder brauchte zwecks Aufenthaltsgenehmigung einen Ehegatten, den es dann die Mindestdauer von drei Jahren ertragen hat oder aber eine Prostituierte zu sein, die von ihrem Luden von Beginn an gewaltsam unter Kontrolle gebracht wurde und diesem irgendwann diesem entkommen konnte - aber würde sie ihn dann nochmal aufsuchen, nur um ihm zu sagen, dass sie es jetzt endlich geschafft hat, abzuhauen? Nee, nicht wirklich.

Nach meiner Auslegung ist das lyrische Ich eine Person, die sich in der Opferrolle gefällt, in dieser Rolle als zerbrochene, aber wiederauferstandene, erstarkte Persönlichkeit mit gutem Verdrängungsapparat, einer Person, die einer gescheiterte Beziehung im Nachhinein keine positiven Momente mehr abgewinnen kann und die ihre Bitterkeit im Moment des Verlassens über ihrem Expartner ausschüttet, indem sie ihm erklärt, sie könne nun ohne Bitterkeit und Reue gehen, was ja wohl angesichts S2, V3 eine fette Lüge sein dürfte.

Allerdings deutet S2, V2 ja an, dass dieses LI etwas geschenkt bekam - eine neue Liebe, einen neuen Partner, jede Menge Aufmerksamkeit, Zeit, Geld oder/und Schmuck, Pelzmäntel - oder was sollte das LD unserem LI wohl gestohlen haben? Zuneigung kann es ja nicht sein, ansonsten hätte das LI eindeutig doch bezüglich der Aussage über das nie vorhandene Glück gelogen.

Zum Handwerklichen: Mir fehlen in S2, V1 und S3, V1 zu Satzbeginn die Personalpronomen. In S2 ist schnell klar, dass hier das "ich" fehlt. Auf diese Weise wirkt die Aussage etwas "umgangssprachlich" und eigentlich ist dieses Auslassen des "Ichs" das falsche Stilmittel, um zu bebildern, dass das lyrische Ich endlich wieder zur alten Form zurückgefunden hat und schließlich ohne Bitterkeit und Reue gehen kann. Habe ich da eine Möglichkeit übersehen, das Auslassen des Personalpronomens stilistisch zu verwerten, oder ist diese nur den metrischen Erfordernissen geschuldet?

In S3, V1 finde ich es noch schwieriger, ohne ein Personalpronomen auszukommen, könnte hier der Satzbeginn doch genauso gut einen Imperativ der 2. Person Singular bilden, schließlich wird das LD ja die ganze Zeit angesprochen. Dieser Irrtum klärt sich für den verwirrten Leser dann erst beim "weiß" auf, das in der zweiten Person Singular ja "weißt" heißen müsste. Auch hier ging also zweierlei "ich" und keinerlei "du" verloren - ob das als Stilmittel hinhaut?

Das Auslassungszeichen hinter "spür", ganz gleich ob "ich spüre" oder der Imperativ der 2. Person Singular gemeint ist, ist übrigens nach neuer deutscher Rechtschreibung überflüssig.

Die drei Pünktchen ganz zum Schluss hingegen finde ich spannend. Wäre die Aussage des allerletzten Satzes ernst gemeint, hätte schließlich ein einfacher, finaler Punkt gereicht. Zu dritt aber deuten diese Pünktchen - zumindest nach meiner Interpretation - viel mehr an, dass Satz nicht nur ein offenes Ende hat, sondern dass vielleicht der gesamte Text eine Lüge darstellt und nur ein verzweifelter, recht dramatisch gestalteter Versuch des LIs ist, wieder Kontakt zum lyrischen Du aufzubauen - das könnte natürlich auch die fehlenden "Ichse" erklären, das LI verbirgt seine eigenen Absichten in diesem Konstrukt.

Freundliche Grüße

Sabine
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Piroschki meinte dazu am 12.01.2019:
Hallo, Sabine!
Was für ein mieser Kommentar! Missmutige Menschen müssen miese Kommentare schreiben - hier geht es um eine Eltern-Kind Beziehung, in welcher das Kind missbraucht wurde. Welchen hässlichen Charakter muss man haben, solch einen Kommentar ohne Hintergrundwissen zu schreiben?
Ich kann heute darüber sprechen und ich tue es - ich vermute, Du wirst mir mit dem Schenken oder Fordern kommen, daher gleich im Vorfeld zumindest einen Blick darauf: mir wurde bei allem Leid auch noch die Nichtschuldsprechung des Verursachers abgefordert.
Was bist Du nur für ein Mensch, Sabine? Ich weiß sehr genau, warum dieser Kommentar hier darunter steht. Und andere, die hier lesen, wissen es auch. Unter normalen Umständen hätte ich zum Hintergrund des Gedichtes nichts verlauten lassen, aber nun - Du kannst mich nicht treffen. Die Dinge sind verarbeitet und ich habe meinen Frieden gefunden. Geh lieber den Deinen suchen! Wenn es Dir möglich ist, meide bitte meine Gedichte - mit einem solchen Menschen wie Du einer bist mag ich nichts zu tun haben.
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Isaban antwortete darauf am 12.01.2019:
Hallo Piroschki,

du kennst mich genauso wenig, wie ich dich kenne – und, dem Himmel sei Dank – wir müssen uns auch nicht unbedingt kennenlernen. Ich maße mir in keiner Weise an, über dich zu urteilen oder Mutmaßungen über dich anzustellen, geschweige denn, mich über deinen Werdegang, den ich natürlich ebenso wenig kenne wie dich, auszulassen. Ich versuche auch nicht, dich zu treffen.
Ich kommentiere hier Texte (und schreibe auch selbst welche, bei denen ich mir Rückmeldungen zur Wirkung und zur Qualität sowie Anregungen erhoffe, was man verbessern könnte).

Diesen habe ich ebenfalls kommentiert. Ich habe eine Rückmeldung darüber verfasst, wie dieser Text auf mich wirkt, habe sehr explizit dazu geschrieben, warum er so auf mich wirkt und nebenher noch ein paar Anregungen hinterlassen, was man meiner Meinung nach an diesem Text verbessern könnte.

In dem Augenblick, in dem ein Autor einen Text veröffentlicht, gibt er ihn aus der Hand. Der Text obliegt dann den Interpretationen der einzelnen Leser. Nun ist es aber so, dass kein Autor erwarten darf, dass sein Text nur von psychologisch geschulten Lesern mit hellseherischen Fähigkeiten gelesen und kommentiert werden darf.

Wenn ein Text so ganz und gar nicht rüberbringt, was ein Autor sich beim Schreiben vorgestellt hat - und welcher Autor wäre davor gefeit - dann kann es entweder an der Unfähigkeit der Leser liegen, in die ihm unbekannte Erlebniswelt des Autoren einzutauchen, oder daran, dieser Leser eine vollkommen andere Erlebniswelt und vollkommen andere Erfahrungen gemacht hat und eine ganz eigene Interpretation fand - oder schlicht und einfach daran, dass der Text eben nicht alles so schlüssig und eindeutig bebildert, wie der Autor es sich ausgemalt hatte.

Es gibt keine falschen Interpretationen. Jede Interpretation obliegt jeweils dem einzelnen Leser - und nur ihm. Es gibt zwar textnahe und eher textferne Interpretationen, aber wenn die Interpretation - so wie meine hier - am Text festgemacht ist, kann keinesfalls von einer textfernen Interpretation die Rede sein. Die Intentionen des Autoren wurden nicht erraten - aber das hat wenig damit zu tun, dass etwa sein Erleben be- oder verurteilt worden wäre. Und es ist weder ein Fehler des Lesers, noch ein Verbrechen, das man mit "Was bist du nur für ein Mensch!", unfreundlichen Mutmaßungen über seinen Charakter und Sätzchen wie „…mit einem solchen Menschen wie Du einer bist mag ich nichts zu tun haben.“ ,rekommentieren sollte.

Antworten zu Textrückmeldungen sollten sich - wie auch die Rückmeldungen selbst - einzig auf den Text beziehen und weder Person noch Persönlichkeit des Kommentierenden angreifen oder Mutmaßungen diesbezüglich anstellen. Das hier ist ein Literaturforum, kein Forum für Psychologen, Hellseher und entsprechendes Klientel. Hier geht es - wie schon erwähnt - um Texte.

Freundliche Grüße

Sabine
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Piroschki schrieb daraufhin am 12.01.2019:
Da hast Du Recht, Sabine - jeder liest einen Text anders, dagegen habe ich nichts. Darum geht es mir auch nicht. Mir geht es darum, was Du aus diesen harmlosen Zeilen - welche eigentlich nicht sehr viel von den Gedanken des Autors preisgeben außer eigenem Leid- herausliest. Das sagt mir, welch ein Mensch Du bist. Auch die Art des Kommentierens sagt mir das, es ist eine ausgesprochen hässliche Art, die nicht einmal das Leid anderer Menschen neben der kommentierenden Überheblichkeit gelten lässt. Das muss und will ich nicht begründen, jeder kann für sich selbst entscheiden, wie es auf ihn wirkt - auch Kommentare geben viel vom Menschen dahinter preis. Wie es auf mich wirkt, habe ich deutlich benannt, daher meine erneute Bitte: meide mich und meine Gedichte.
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Isaban äußerte darauf am 12.01.2019:
Werte Piroschki,

im Gegensatz zu dir habe ich niemanden persönlich angegriffen.

Ich habe auch nicht darüber spekuliert, wieviel der Text, den ich kommentierte, von dem Menschen preisgibt, der ihn schrieb.
Sowas gehört nämlich nicht hier her.

Ebenso wenig sollten sich allerdings auch Autoren über Person und Persönlichkeit des Kommentierenden äußern.
Auch sowas gehört ganz und gar nicht hier her.

Schon allein aus diesem Grunde befolge ich deine Bitte gern.

Es gibt da so einen alten Spruch über Perlen und weibliche Vierfüßler - aber selbst den bringe ich nicht an, auch wenn er mich inhaltlich sehr überzeugt.

Dir wünsche ich noch ein wundererfülltes Jahr 2019 und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
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drmdswrt
Kommentar von drmdswrt (12.01.2019)
Ich dachte beim Lesen sofort an Scheidung oder Trennung nach langjähriger Beziehung. Dass sich der Text mit einem völlig anderen Thema beschäftigt, zwingt sich dem Leser mit keiner Silbe auf. Das ist das Versagen des Autors.
Texte, deren kritische Betrachtungsweise den Autor treffen oder verletzen, haben hier nichts zu suchen. Zumindest nicht, wenn dem Kritiker ein Glaskugelblick aufgezwungen werden soll.
Schreib doch das nächste Mal dazu, was Thema und Betroffenheitsgrad sind, dann kann sich jeder überlegen, wie er kommentiert.
Hier spart man sich es besser.
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Piroschki ergänzte dazu am 12.01.2019:
Vielen Dank, drmsdswrt, ich bin da anderer Meinung. Ich habe mich niemandem aufgezwängt, eigentlich war es nicht geplant, überhaupt etwas zum Hintergrund verlauten zu lassen. Nachdem jedoch ein Kommentar auftauchte, der Hässlichkeiten an den Haaren herzbeizog, fand ich dann doch, es wäre an der Zeit, die Sache etwas aufzuhellen. Aus einem doch recht harmlosen Gedicht derart viel Schmutz herauszuholen, scheint mir dann doch eine Kunst, die ich jedoch fragwürdig finde. Letztlich kann sich jeder, der hier genau liest, selbst seine Meinung bilden. Es wirkt auch urkomisch auf mich, wenn Du mich aufforderst, für Kritiker meine Texte so zu gestalten, dass sie bis ins Detail zu verstehen sind. Woher hast Du diese Weisheit, dass der Gedichteschreibende dazu verpflichtet ist? Und welcher der Dichter hätte das schon je getan? Klar, der Kritiker kann sich Gedanken darüber machen, was im Gedicht beschrieben sein könnte. Das entspringt jedoch seiner ureigensten Phantasie - und wenn diese die hässlichsten Gedanken hervorbringt, dann sind es Kritikergedanken, nicht Autorgedanken. Und der Autor ist durchaus berechtigt, dieses klarzustellen. In diesem Sinne,
beste Grüße von Petra
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drmdswrt meinte dazu am 14.01.2019:
Es geht mir nicht darum, dass irgendetwas muss.
Aber wenn ein Leser in Deinem Text etwas liest, was Du bisher nicht auf dem Zettel hattest, und Du mit dieser Interpretation nicht einverstanden bist, liegt der Fehler allein bei Dir.
Und wenn Du Texte in die Öffentlichkeit bringst mit der Möglichkeit, auch öffentlich zu kommentieren, wirst Du das wohl oder übel lernen müssen, dass der Leser sich auf einer völlig anderen Interpretationsebene bewegt. Oder eben alle notwendigen Vorkehrungen treffen, dass das nicht passiert. Ansonsten beschwer Dich nicht und verbanne Kritiker nicht von Deinen Seiten, nur weil Dir ihre Interpretation nicht passt.
Das ist natürlich nur meine Meinung. Sollte aber trotzdem selbstverständlich sein.
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Piroschki meinte dazu am 14.01.2019:
Vielen Dank für die Darstellung Deiner Sichtweise, wie schon gesagt, die meine ist anders, wir brauchen dies aber nicht ständig wiederholen. Trotz allem meinen Dank,
bG von Petra
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (12.01.2019)
Liebe Petra, deinen Text hatte ich heute so gegen Mittag schon einmal gelesen. Dann hielten mich verschiedene Verrichtungen davon ab, ihn zu kommentieren. Nun habe ich, man sollte es nicht tun (!), die Kommentare gelesen. Es fällt schwer, seine eigene Meinung neutral zu formulieren.
Zunächst fiel mir die optimistische Grundhaltung, das nach vorn gewandte Denken auf (vom allerletzten Mal … zu den hell und freundlichen Tagen). Dann die Endgültigkeit und Klarheit des Abstandes, der Entlastung. Die deutliche und nachhaltige Aussage, dass dir nichts fehlen wird! Was eigentlich das Wesentliche ist? Du hättest es geschrieben, wenn es für Außenstehende wichtig wäre.
Ist ein Gedicht ein Fenster für den Blick in die Seelen der Verfasser? Wohl kaum! Es sei denn, jemand will hier exhibitionistisch oder voyeuristisch aktiv werden. Dann hätte dein Text eine andere Struktur, eine veränderte Konstruktion. Hat er aber nicht. Er steht so schlicht und normal da, wie das Leben mit uns umgeht. Menschlich, auch manchmal bitter, kalt. Immer mit dem Blick nach vorn. Wer so schreibt wie du, ist gut beraten, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. Es lohnt sich! Liebe Grüße von Gil.
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Piroschki meinte dazu am 12.01.2019:
Ich danke Dir für den Kommentar, Gil - mich vom Weg abzubringen, das bekommt glaub ich niemand mehr hin, dafür habe ich schon zuviel überstanden, gut überstanden. Allerdings habe ich mich wieder einmal hinreißen lassen, nach diesen Hässlichkeiten - versteckt unter dem Deckmäntelchen des heiligen Kommentares - etwas preiszugeben, dass ich hier eigentlich nicht wollte. Ich vergaß leider einen guten Rat, den ich erst kürzlich bekam, aber das kriege ich ganz sicher auch noch hin.
Hab ein schönes Wochenende,
herzliche Grüße von Petra, die immer wieder froh ist, Dich an ihrer Seite zu haben.
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niemand meinte dazu am 12.01.2019:
@Piroschki

Das da, ganz oben, ist wieder solch ein 2-Meter-Kommentar, welcher mehr über den/die Kommentator/rin aussagt, als über den Text. Nimm es mit Humor, mehr ist sowas nicht wert.
LG Irene
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Piroschki meinte dazu am 13.01.2019:
Du hast Recht, Irene, es lohnt nicht, ich muss lernen, die Dinge nicht so nah an mich heranzulassen. Hab Dank für Deinen Zuspruch,
herzlichst, Petra
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millefiori
Kommentar von millefiori (12.01.2019)
Liebe Piroschki,
es ist nicht immer alles Friede, Freude,Eierkuchen. Selbst wenn du die Hintergründe nicht aufgelöst hättest, wer sagt denn dass ein Lyrich immer versöhnlich sein muss. Es gibt Dinge, (auch andere als die, die du beschreibst), die man nicht verzeihen kann und möchte. Vielleicht auch eben im Moment des Schreibens nicht. Vielleicht irgendwann, aber wer kann denn über eine andere Person bestimmen, welche Gefühle und sei es Hass in seinem Gedicht zum Ausdruck kommen sollen. Wenn man es so empfindet, dann muss es auch so aufs Papier
Papier ist geduldig. Wenn ich meine Gefühle nicht ungefiltert zu Papier bringen darf, wo und wie dann.
Ich habe auch einige solcher "gallebitteren" Texte.
Sie drücken das aus, was ich fühle und das ist eben nicht immer wohlwollend und vernünftig.

Ich konnte Deinen Text auf eine ganz andere Situation, die mich betrifft übertragen, bei der ich auch so fühlte oder in Anbetracht dieses krassen Hintergrunds zumindest ähnlich .
Liebe Grüße
millefiori
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Piroschki meinte dazu am 13.01.2019:
Stimmt, Millefiori, ein lyrisches Ich muss nicht versöhnlich sein.
Letztlich bin ich froh, all das heil überstanden zu haben. Die kleinen Dinge des Alltags, die mich ärgern oder treffen, sind dagegen rein gar nichts. Wirkliche Probleme sehen anders aus - in diesem Sinne danke ich Dir für den schönen und verstehenden Kommentar und wünsche Dir einen fröhlichen, erholsamen Sonntag!
Herzlichst, Petra
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Kommentar von Kullakeks (12.01.2019)
Hallo Piroschki

Ich sehe hier ein Prozess beschrieben.
Gefühle wie Wut Trauer aber auch Zufriedenheit.

Der letzte Satz zeigt die Überwindung der negativen Gefühle.
Durchblick und ein Abschließen eines Prozesses.
Mit sich im Gleichklang sein
Ich sehe hier die gesunde Abgrenzung des früheren Geschehens.

Viele Menschen wollen lieber Nichtwissen was ist, was war.
Umso mutiger ist es in einem Text einen Prozess zu beschreiben.

Der Text ist dir gelungen.

LG Kullakeks
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Piroschki meinte dazu am 13.01.2019:
Ein herzliches Dankeschön zu Dir für Dein Einfühlen in den Inhalt des Gedichtes, Kullakeks! Hab einen schönen und fröhlichen Sonntag!
Liebe Grüße von Petra
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Hannah
Kommentar von Hannah (13.01.2019)
Verstehe ich nur zu gut.
Gruß
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Piroschki meinte dazu am 13.01.2019:
Auch zu Dir, meine liebe Hannah, herzliche Grüße und ein Dankeschön für den Kommentar! Hab einen schönen und frohen Sonntag!
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Kommentar von Agneta (13.01.2019)
Liebe Piroschka,

Ich habe deine Diskussion mit Isaban verfolgt, weil mir ähnliche Dinge durch den Kopf gingen wie ihr.
Zunächst einmal ist einem Menschen, der einen Missbrauch überwindet und ihn verarbeitet bekommt, mein Respekt und Mitgefühl sicher. Dies als Ausgangsprämisse.
Das Werk fängt stark an, fast philodophisch, verliert sch aber in den letzen 4 Zeilen .
Isaban hat also recht. Diese Ausgangslage geht aus dem Werk nicht hervor und die Bitterkeit der letzten Zeilen ist aus dem Text heraus nicht nachvollziehbar und kann deshalb auch nicht überzeugen.
Sie hat sich redlich bemüht, einige Interpretationsmöglichkeiten zu finden und diese am Text festzumachen. Ebenso wie ihre Kritik.
Wenn du also solche Kommentare nicht gewünscht hättest, hätte das Gedicht bebildern müssen oder unter Missbrauch einstellen.
Es wirkt so eben nicht überzeugend im Resumee.
Auch wenn Isaban mich letztens auch angenuckt hat, so hatte sie doch auch bei diesem Kritikpunkt recht. Und ich habe die Textstelle nun in meinem Werkgeändert. Ich kenne sie schon lange als sehr gute Schreiberin mit eigenem Stil und Tiefgang und als gute Kritikerin. Versuch es also so zu sehen. Du tust dir damit sonst keinen Gefallen, denn wenn deine Werke so nicht rüberkommen, wie du es möchtest, dann musst du an deinen Werken feilen.
Das müssen wir alle und sind wir nicht auch deshalb hier, um uns im lyrischen Austausch zu verbessern?
Auf deinem Weg zum von der Vergangenheit gesundeten Ich wünsche ich dir alles Gute.
LG von Agneta
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niemand meinte dazu am 14.01.2019:
@ Piroschki
Komisch, ich habe kein Problem mit diesem Gedicht. Wenn man es will und nicht total ver-regelt ist, dann begreift man worum es hier geht. Gottseidank gibt es verschiedene Leseweisen, wenn nur die Kritiker, oder die welche sich dafür halten, ihre eigene Weise nicht immer als der Weisheit letzten Schluss in den Raum stellten. Für fremde Texte muss man auch eine gewisse Empathie mitbringen, ansonsten ergießt man sich nur in einer trockenen und schulischen Art, wobei bei manchen Kritikern nicht selten noch eine Antipathie dem Schreiber gegenüber sichtbar wird. Gottseidank gibt es noch die Möglichkeit die Vielfalt des Schreibens zu bewahren, man fragt sich nur wie lange noch. LG Irene
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Piroschki meinte dazu am 14.01.2019:
Liebe Agneta,
auch Dir meinen Dank für Deinen Kommentar. Ich schreibe nicht, um zu überzeugen; auch nicht, um anderen zu gefallen oder ihren Ansprüchen zu genügen. Ich schreibe mir manchmal meine Probleme von der Seele, manchmal einfach nur aus Spaß an der Freude und manchmal bin ich auch im Lern-Modus. Das tue ich jedoch für mich - nicht, weil ich den Meister-Titel beanspuche - wie schon gesagt, nur aus reinem Spaß an der Freude. Ich habe dies unter meinen Gedichten schon gefühlte 100 Mal geschrieben, auch genügend zu meiner Sicht zu aller Theorie des Schreibens - wozu soll es gut sein, dies immer und immer wieder zu wiederholen? Ich möchte nicht belagert werden, ich möchte nicht, dass ununterbrochen auf mich eingeredet wird, ich sollte die Dinge so oder so tun. Sie sind für mich von mir durchdacht und niemand braucht mir unablässig seine Perlen aufdrängen, dies ist auch eine Art von Stalking.
Dir lieben Dank für Deine Anmerkungen,
liebe Grüße von Petra
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Piroschki meinte dazu am 14.01.2019:
Dankeschön, Irene! Ich verstehe auch nicht, wie bei einem solch harmlosen Gedicht solcherart Diskussionen aufkommen können - muss ich auch nicht. Dir herzliche Grüße, bis zum Wiederlesen!
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Agneta meinte dazu am 14.01.2019:
das bleibt völlig dir selbst überlassen, Piroschki, LG von Agneta
PS. Bei jedem Gedicht können Diskussionen aufkommen und harmlos ist dieses in seiner Gehässigkeit gegen ein unbekanntes Du sicherlich nicht. Aber nicht meine Sache. Ich wollte nur versachlichen.
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Marjanna meinte dazu am 14.01.2019:
Gehässigkeit kann ich in diesem Gedicht keine erkennen. Woran wird diese denn fest gemacht, an der folgenschweren Last? Für mich stand nach dem ersten lesen fest, dass es sich hier um einen Missbrauchtext handelt. Wahrscheinlich sogar in der Kindheit, die dem LI teilweise oder ganz gestohlen wurde und damit auch Vertrauen und Liebe. In der Relation zur Tat ist der Text tatsächlich harmlos, eine Abrechnung, die viel, viel gehässiger sein könnte und das zu recht. Die erste Zeile erscheint mir deshalb auch nicht ganz so glaubwürdig, so etwas vergisst man ja nicht und wird deshalb immer mal wieder daran denken. Die letzten beiden Zeilen brauchte es nach meiner Meinung nicht.
Liebe Grüße

Janna
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Piroschki meinte dazu am 14.01.2019:
Liebe Janna,
Du hast schon recht, die erste Zeile ist mehr Wunsch als Realität- deshalb das "will". Dieses Gedicht begleitet mich schon sehr lange, ich habe es wieder und wieder umgeschrieben, ein- bis zweimal pro Jahr. Die Anfangsfassungen hätte ich niemandem zugemutet. Es hat über Jahrzehnte Kraft gekostet, diese Kraft habe ich für mich selbst investiert, mit Hass kann ich nur sehr schlecht leben. Zu diesem Prozess gehörte auch, sich in seine Sicht der Dinge zu versetzen - irgendwie als außenstehende Person. Um wenigstens zu verstehen, warum die Dinge so passiert sind.
Die letzten beiden Zeilen mussten auch sein. Ich kann nur für mich sprechen: das eigentlich Tragische ist, dass man nie wirklich abschließen kann, weil von diesen Tätern nie ein Eingestehen der Schuld kommt. Vielleicht, weil sie sonst auch nicht mehr leben können. Noch heute schleppe ich einen Rest "Schuld" mit mir herum: er lebt nicht mehr und sein Tod war für mich Erleichterung. Das einzugestehen fällt mir schwer, aber es ist nun einmal so.
Hab Dank für Dein Verstehen,
herzliche Grüße von Petra

Antwort geändert am 14.01.2019 um 18:05 Uhr
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Marjanna meinte dazu am 14.01.2019:
Ah, das erklärt mir die Schuld, die das LI fühlt. Das konnte ich eben nicht einordnen, danke für die Erklärung. Ich glaube übrigens, dass man auch mit Eingeständnis der Täter Probleme hat mit dem Abschluss, je nachdem, wie nah er einem stand.
Liebe Grüße nochmal

Janna
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Piroschki meinte dazu am 14.01.2019:
Vielleicht hat es mir dann etwas erspart - danke, Janna, Dein Kommentar hilft vielleicht wieder ein Stück weiter.
Eigentlich wollte ich das alles nicht preisgeben - so hat es doch noch etwas Gutes.

Liebe Grüße, Petra
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Piroschki
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Veröffentlicht am 12.01.2019. Dieser Text wurde bereits 255 mal aufgerufen; der letzte Besucher war Schroedinger am 19.01.2019.
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