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Unvergessen

Sonett zum Thema Vergessen


von Isaban

Bei jedem der Familienfeste
war sie die dünnste Frau im Raum,
ein schmaler Strich im Kreis der Gäste,
tapetenblass, man sah sie kaum.

Nur wenn sie dann das Festmahl sah,
vergaß sie alle Etikette,
es riss sie hoch vom Stuhl, sie schrie:
Das Fette will ich, ja, das Fette!

Ihr wurde immer sehr schnell klar,
was sie da schrie und wo sie war.

Dann weinte sie fast jedes Mal
und rieb die Zahlen auf dem Arm.
Stets trug sie Handschuhe und Schal,
als würde ihr nie wieder warm.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Nimbus† (45) (16.01.2019)
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Isaban meinte dazu am 17.01.2019:
Liebe Heike,

mich freut sehr, dass du so tief in diesen Text eintauchen mochtest. Du hast hier eine sehr spannende Interpretation für dich herausgearbeitet. Der Leser muss nicht immer die Intentionen des Autoren erraten, sehr viel wichtiger ist, dass der Text für ihn selbst spürbar ist und ihm etwas geben kann. Hab vielen Dank für deine Rückmeldung.

LG Sabine
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (16.01.2019)
Oje, die Zahlen auf dem Arm: eintätowierte Nummer?
Mittlerweile ist die deutsche Literaturgesellschaft regelrecht geflutet mit Texten über diese Zeit. Wenige werden ihr gerecht, weil ihre Aufmerksamkeitshasche spürbar bleibt .
Dieser hier piekst, bebildert, macht betroffen.

!
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Nimbus† (45) antwortete darauf am 16.01.2019:
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Isaban schrieb daraufhin am 17.01.2019:
Hallo Kepler186f,

ja Nummern.

Dieser hier piekst, bebildert, macht betroffen.


Das freut mich ungemein.

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Liebe Grüße
Isaban

@ Nimbus:
Es gibt keine falschen Interpretationen, Heike.
Jeder darf seine eigene finden.

LG Sabine
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Kommentar von Iktomi (74) (16.01.2019)
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Isaban äußerte darauf am 17.01.2019:
Hallo Iktomi,

es gibt viele Filme, die auf diese Weise informieren und aufmerksam machen. Es gibt aber nur relativ wenig, was sich mit dem "hinterher" beschäftigt, mit dem, was passiert, wenn man dem Grauen entkommen ist (und alle glauben, man habe Glück gehabt), man aber das, was geschah wie ein schweres Gepäckstück, das man nie mehr aus der Hand legen kann,Tag und Nacht bei sich tragen muss.

Es blutet nicht und tut eventuell sogar streckenweise nicht mehr so doll weh, aber das Leben wird immer ein anderes sein, als vorher, bei manchen krass, bei manchen nicht ganz so krass ausgeprägt.

LG Isaban
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Kommentar von Cora (29) (16.01.2019)
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Isaban ergänzte dazu am 17.01.2019:
Hallo Cora,

merci beaucoup für die Beschäftigung mit meinem Text und deine Rückmeldung!

Zu den Ziffern: Warum wäre der Begriff "Ziffern" verständlicher als "Zahlen"? Es geht hier nicht um einen ästhetischen Begriff, nicht um Hochsprache, nicht um die Ziffern einer Uhr, es geht um eine Durchnummerierung, um Zahlen, die man dem menschlichen Fleisch aufgedrückt hat, wie man Vieh kennzeichnet. Die Menschen wurden nicht zu Ziffern, jeder einzelne von Ihnen wurde zu einer Zahl gemacht. Es waren nicht mal richtige Tattoos, sie wurden mit einer Art Stempel auf die Haut aufgestanzt. Die Zahlen (Je nach Internierungslager später dann 1 Buchstabe und 5 Zahlen) wurden wie beim Buchdruck aus einzelnen Zahlenelementen zusammengesetzt, die auf der Seite, mit der sie auf der Haut aufgebracht wurden aus besonders dicken Spritzenähnlichen Spitzen mit Loch versehen. Diese wurden mit dem Stempel unter Gewalteinwirkung (am Anfang auf der linken Brustseite, später, als es diesbezüglich mehr Routine gab, dann) auf dem linken Unterarm aufgedrückt. Die so entstandenen Verletzungen wurden mit Tinte eingerieben, so dass, je nach Heilungsprozess, später oft eine recht krakelige Zahlenreihe entstand. Ich empfinde "Ziffern" als zu elegantes, zu schwächliches Wort, um das zu bebildern, was ich vor Augen hatte.

Z2 und 3: Wäre es typischer? Für wen genau? Kann man das pauschalisieren? Werden alle Leute, die über einen sehr langen Zeitraum Hunger leiden mussten später fett?

Z8: Süße hat etwas mit Geschmack zu tun, mit Essenslust, mit Genuss. Mir ging es nicht um Lust oder Genuss, mir ging es um Essenzielles, um Nahrung, um das "Nichtverhungern", um das Fette vom Braten, das trotz geringerer Menge (zumindest gefühlsmäßig) viel länger vorhält, um die "fetten Jahre", um das, was jemandem, der nie wirklich aus dem Krieg zurückkehrte, der nie wirklich aufgehört hat zu hungern, verwehrt blieb.

Zum Familienfest: Der Text beginnt mit "Bei jedem der Familienfeste". Sie wurde also immer eingeladen. Familienfeste sind per Definition familiär. Und auch wenn man um die Marotten eines Familienmitgliedes weiß, bleibt ein Rest betretenes Schweigen oder krampfhaftes Überspielen, wenn jemand - und sei es auch noch so erwartet - bei Tisch aus der Rolle fällt.

Es ist im Text nirgendwo verankert, dass die Gastgeber Wert auf Etikette legen. Aber man kann vielleicht davon ausgehen, dass jemand, der sich üblicherweise blass an die Tapete anpasst, sehr viel Wert darauf legt, nicht unangenehm aufzufallen. Es steht nirgendwo etwas über die Reaktionen der Familienmitglieder, nur die Reaktion der Protagonistin wird geschildert:

Ihr wurde immer sehr schnell klar,
was sie da schrie und wo sie war.

Dann weinte sie fast jedes Mal
und rieb die Zahlen auf dem Arm.


Ich freue mich, dass du dir Gedanken über den Text machen mochtest und dass du Wortwahl und Abläufe hinterfragst. Das zeigt deutlich, wie sehr der Text dich beschäftigt hat.

Vielen Dank dafür.

Freundliche Grüße
Isaban
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Cora (29) meinte dazu am 17.01.2019:
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Isaban meinte dazu am 17.01.2019:
Ok, das leuchtet ein, auch wenn sich "Zahlen" für mich immer noch richtiger anfühlt - ich lass es mal ein paar Tage sacken und schaue, ob ich mich zu den Ziffern durchringen kann.

Zur Süße:
Jemandem, der wirklich hungert, ist der Geschmack egal, es geht nur darum, den Hunger zu stillen. Lust, Heißhunger oder gar Gier auf Süßes kommt erst, wenn der schlimmste Hunger gestillt ist, wenn das Verhungern verhindert wurde. Ich glaube, hier belasse ich es beim Fetten. Torte und Braten wären der Völle zuviel.

Herzlichen Dank für deine erneute, fundierte Rückmeldung.

Edit: RS

Antwort geändert am 17.01.2019 um 20:55 Uhr
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Cora (29) meinte dazu am 18.01.2019:
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Isaban meinte dazu am 18.01.2019:
Ich hab mir noch mal die Duden-Definitionen angeschaut:

Rechtschreibungℹ
Worttrennung: Zahl
Bedeutungsübersichtℹ

auf der Grundeinheit Eins basierender Mengenbegriff
für eine Zahl stehende Ziffer, Folge von Ziffern, Zahlzeichen
(Mathematik) durch ein bestimmtes Zeichen oder eine Kombination von Zeichen darstellbarer abstrakter Begriff, mit dessen Hilfe gerechnet, mathematische Operationen durchgeführt werden können. Abkürzung: Z.
Anzahl, Menge
(Sprachwissenschaft) Numerus

Rechtschreibung

Worttrennung: Zif|fer
Beispiel: arabische, römische Ziffern
Bedeutungsübersicht

1. schriftliches Zeichen, das für eine Zahl steht; Zahlzeichen, Chiffre
2. mit einer Ziffer gekennzeichneter Unterabschnitt in einem Gesetzes-, Vertragstext



Eine Nummer besteht aus Zahlen, entweder nur einer oder mehreren. Hier im Text sind es mehrere einzelne Zahlen/Zahlzeichen, die zusammen eine Nummer ergeben. Man kann das Wort "Ziffer" benutzen, zwingend notwendig ist es allerdings per Definition nicht. Die Protagonistin kann ruhig über die Zahlen reiben. Die einzige für mich vorstellbare Alternative wäre "Nummer", wobei mir "Zahlen immer noch sehr viel besser gefallen.
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Cora (29) meinte dazu am 22.01.2019:
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Paulila
Kommentar von Paulila (16.01.2019)
Beim ersten Lesen offenbart sich mir das Grauen von Strophe zu Strophe zunehmend. Ähnlich einem Fotoalbum, bei dem sich mit jedem weiteren Bild eine Geschichte erzählt, bis sie offen vor einem liegt.
Die »dünnste Frau«, ein »schmaler Strich im Kreis der Gäste« und das »tapetenblass« in der ersten Strophe lassen das Bild einer kranken Frau in mir entstehen. Magersucht? Krebs? Allerdings stechen einem solche Menschen eher ins Auge, als dass man sie kaum sieht. Also schafft sie es irgendwie »tapetenblass« zu erscheinen, durchscheinend zu sein. Ich denke an einen misshandelten Menschen, der sich unsichtbar macht, um weiteren Angriffen zu entgehen.
In der zweiten Strophe dann das krasse Gegenteil, sie vergisst jegliche Etikette, steht auf und schreit im Angesicht des Festmahls nach dem Fetten. Ich verbinde das augenblicklich mit einem schönen fetten Stück Fleisch und Hunger. Körperlichem und emotionalem Hunger. Lebenshunger?
In der dritten Strophe dann ihre Erkenntnis, wo sie ist und wonach sie vor allen Gästen geschrien hat. Ist es ihr peinlich? Schämt sie sich? Ist sie erschrocken darüber, dass sie sich so in den Mittelpunkt gerückt hat? Bedeutet das Gefahr für sie?
In der vierten Strophen laufen für mich dann die Fäden zusammen, ihre Figur bekommt Konturen, zeichnet sich nun klar von der Tapete ab, das Grauen bekommt ein Gesicht, eine Geschichte.
Ihre Tränen könnten Erleichterung ausdrücken und gleichzeitig für das Trauma stehen, welches sie nie verarbeiten konnte.
Auf eine Nummer reduziert zu werden, mit allen Konsequenzen für Leben, Menschsein und Seele, die diese grausame Zeit geprägt haben, lässt ihren Hunger umso eindringlicher erscheinen. Ebenso wie ihre Bemühungen wieder warm zu werden und das Reiben über die schmerzhaften Zahlen auf ihrer Haut.
Mich nehmen die nachhaltigen Bilder und die dadurch in mir entstehenden Gefühle mit auf eine Reise, die in mir eine betroffene Stille wachrufen. Und den Wunsch nach mehr Schreien, Sprechen und Sichtbar-werden für sie. Damit aus Überleben vielleicht Leben entstehen kann. Gegen das Vergessen, gegen das Verdrängen, gegen das Verharmlosen, gegen das Leugnen, gegen das Wiederholen und dafür die Berührung anzunehmen und zuzulassen.
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Irma meinte dazu am 16.01.2019:
Ein toller Kommentar, Paulila! LG Irma

Antwort geändert am 16.01.2019 um 12:45 Uhr
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Isaban meinte dazu am 17.01.2019:
Ja, Paulila, ein hervorragender Kommentar!
Drei Sterne beim ersten Anlauf!

Man könnte ihn empathisch nennen und würde dabei untertreiben. Du hast es geschafft, so ziemlich alle meine Intentionen aufzugreifen - es ist beinahe ein bisschen unheimlich.

Sag, kennen wir uns irgendwoher?

Ich danke dir auf jeden Fall herzlich für deine Beschäftigung mit meinem Text, dein Einfühlen und die grandiose Interpretation. Deine Rückmeldung war mir eine außerordentliche Freude.

Liebe Grüße
Isaban
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Oreste
Kommentar von Oreste (17.01.2019)
Hallo Isaban,

welch absurdes Theaterstück, dachte ich zunächst. Tragisch-komisch. Ein bisschen traurig, etwas schräg. In jedem Fall unterhaltsam. Und dann? Dann kam diese vierte Strophe und mit ihr die Zahlen und ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe: mir stockte der Atem. Anders: Es wäre untertrieben, nur mehr von - im doppelten Sinne - schwer verdaulicher Kost zu schreiben.
Die schnörkellose, teils krasse Sprache trägt für mich zur Eindrücklichkeit und Authentizität der Schilderungen bei und eignet sich so ausgezeichnet, dieses Drama, dieses Trauma spürbar zu machen.
Einziger winziger Kritikpunkt: Die kleine Spielerei mit dem 'fetten Vers' braucht es für meinen Geschmack nicht.

Liebe Grüße
O.
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Isaban meinte dazu am 17.01.2019:
Hallo Oreste,

gut, dass du es ansprichst, ich war diesbezüglich etwas unsicher. Ich benutze Stilmittel dieser Art ja eher selten und empfand hier die Fettschrift als passend und schon aufgrund ihres Namens als mehrfach unterstreichend, aber du hast bestimmt recht: Der Text kommt auch ohne aus. Ich werde das Fette aus der Schrift nehmen.

Es freut mich ungemein, dass der Text dich auf diese gemeine Berg- und Talreise mitnehmen konnte und dass alle Stationen so funktioniert zu haben scheinen, wie ich es mir vorgestellt habe.

Tausend Dank für deine Rückmeldung.

Lieben Gruß
I.
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managarm
Kommentar von managarm (17.01.2019)
Gerade las ich diese Zeilen meiner Frau vor und ich kam beim Lesen ziemlich ins Schlucken, obwohl ich keine "Lager-Schicksale" in der Familie hatte. Not, Hunger, Ausbombung, Vertreibung, Mord und Totschlag gab es allerdings ausreichend.
Mir kamen meine Großeltern in den Sinn, die zwei Weltkriege erlebten, hungerten und mehrmals vor dem Nichts standen ... und die Frage, was uns Menschen eigentlich antreibt, uns selber so viel Leid zuzufügen.
Diese Zeilen haben es in sich.
LG Frank
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Isaban meinte dazu am 17.01.2019:
Hallo Frank,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich freu mich, dass "die Zeilen es in sich haben" und dass sie zum Innehalten und Nachdenken anregen konnten - was kann ein Autor sich mehr wünschen?
Merci beaucoup.

LG Sabine
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Kommentar von aliceandthebutterfly (36) (06.02.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isaban meinte dazu am 06.02.2019:
Danke.
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (06.02.2019)
Sehr berührendes und in meinen Augen geradezu hintergründiges Gedicht. Ich zumindest las es mehrmals und war anfangs so von der Lesart "Magersucht" geblendet, dass ich das mit den Zahlen nicht verstand, obwohl es offensichtlich sein dürfte.

Der Kaddish von alice ist die beste Antwort in meinen Augen. Danke, alice.

Kommentar geändert am 06.02.2019 um 17:58 Uhr
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managarm
Kommentar von managarm (03.11.2019)
Ich lese diese Zeilen nicht oft, weil sie mich (schmerzhaft) an meine Großeltern erinnern und mir bewusst machen, dass ich diese Welt nicht mehr verstehe.
Dass ich nicht mehr verstehe, warum man nicht alles tut, endlich diese barbarischen Kriege zu beenden und zu verhindern, warum man zulässt, dass überall auf der Welt gezündelt wird, dass Menschen gegeneinander gehetzt werden.

Eigentlich verstehe ich es schon. Es geht um Geld und es geht um Macht. Mir stellt sich die Frage, wie viele es sind, die verdienen und wie viele, die verbluten? Das Kräfteverhältnis ist eindeutig.

An Biss verliert dieser Text auch nicht bei öfterem Lesen nicht und das ist gut so. Er kämpft gegen Gehirnwäsche an. Ja.

LG Frank
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Isaban meinte dazu am 03.11.2019:
Das hoffe ich, lieber Frank. Und gegen das Vergessen.
Und darum, um einmal zu zeigen, dass eben nicht alles wieder gut wird, wenn der Krieg vorbei ist, es bleiben immer noch die Schäden, die nie wieder repariert werden können - und vielleicht auch in der eigenen Familie.

Liebe Grüße
Sabine
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Isaban
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Veröffentlicht am 16.01.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 26.01.2019). Textlänge: 88 Wörter; dieser Text wurde bereits 541 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.05.2021.
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