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Moritat der Ehre

Ballade zum Thema Abrechnung


von Trainee

„Was soll ich das Mädel quälen“,
spricht der Jäger leichten Tons,
„wird sich schon noch einen wählen
unter Grafen und Barons.“

Und die Mutter hofft dasselbe,
denn das Kind ist ziemlich schön,
zeigt das Blond, das weizengelbe,
was den Blutdruck tut erhöhn.

Aber Hedwigs Herzenstriebe
sind den Eltern unbekannt:
Dem Hausierer schenkt sie Liebe
und sich hin samt Kleid und Hand!

Bei dem Glimmen der Laterne
hats die Mutter selbst gesehn,
im Gehölze und von ferne
bis die Haar’ zu Berge stehn;

und sie sagt es Hedwigs Vater –
übles Unglück naht heran –
der pfeift Hasso, macht Theater,
eilt zum Wald so schnell er kann,

sieht die beiden nackicht brünsten,
ohne Grafschaft drum herum!
schamlos, mit gelenken Künsten;
bald ertönt es: „Bum-bum-bum!“

Hasso schnappt noch nach der Wade,
die, vereinzelt,  ragt empor;
ach, es ist schon jammerschade,
wie das Glück sich so verlor.


Chor:
Wäre sie nur brav geblieben,
angekleidet jederzeit,
nicht beherrscht von ihren Trieben,
um den Preis der Schimpflichkeit!

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von niemand (18.01.2019)
Herrlich und so wunderbar leicht fließend Gekonnt!
LG niemand
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Trainee meinte dazu am 18.01.2019:
Danke schön, Irene,

ich hatte seinerzeit eine formidable Lehrmeisterin.
Und natürlich inzwischen ein paar Jahre Routine mehr.

Herznahe Grüße
Trainee
diese Antwort melden
LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (18.01.2019)
"... ohne Grafschaft drumherum!"

Toll!
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Trainee antwortete darauf am 18.01.2019:
Danke, Kepler,
den Vers mag ich selber ziemlich gern. Und vielleicht noch die Sache mit dem erhöhten Blutdruck.

Und wo ist deine Ballade geblieben? Ich hatte mich schon darauf gefreut. - Hoffentlich "nur" in Überarbeitung ...

Spornende Grüße
Trainee

.
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LottaManguetti schrieb daraufhin am 21.01.2019:
Bearbeitet. Für dich wollte ich eigentlich rote Rosen regnen lassen, aber vielleicht klappts beim nächsten Akt.
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (18.01.2019)
Und die Moral von der Geschicht,
brünste mit Hausierern nicht,
denn macht es erstmal bum,bum,bum,
wird der Lustschrei plötzlich stumm.


Eine Moritat vom Feinsten
Liebe Grüße
Ekki
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Trainee äußerte darauf am 18.01.2019:


Ich muss doch sehr bitten, Herr Mittelberg!
Und natürlich auch danken.

Liebe Grüße
Trainee
diese Antwort melden
TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (18.01.2019)
Oh, welch schaurige Ballade
Trost bringt allerdings und das gewiss
dass der Hasso nicht woanders Biss
darum wär es nämlich schade!

Du machst mir Spaß
Liebe Grüße
TT
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Trainee ergänzte dazu am 18.01.2019:
Liebwerter,

schnappt der Hasso sich den Schniedel
ist es allerdings vorbei,
und man hört statt Bass Gefiedel,
isst nie wieder Spiegelei!

*ichschämmichjaschon

Trainee
(nach Kalau abgereist)

Antwort geändert am 18.01.2019 um 19:14 Uhr
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TassoTuwas meinte dazu am 18.01.2019:
diese Antwort melden
Sätzer
Kommentar von Sätzer (19.01.2019)
Herrlich beschrieben diese Welt der Ehre. Man könnte meinen, dass du dich da sehr gut auskennst
LG Uwe
diesen Kommentar melden
Trainee meinte dazu am 19.01.2019:
* hüstel

Was die Auswahl des (der) "Falschen" betrifft, bestimmt!

Geläuterte Grüße
Trainee
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (19.01.2019)
Undank ist der Welten Losung
und ein Hund doch kein Spannér.
Blockt den Abschluss der Liebkosung,
schnappt sich einen Landstreichér.
LG von Gil.
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Trainee meinte dazu am 19.01.2019:
Genau, Gil,

weil er (un)schlau ist! Oder ein ausgebildeter Wadenbeißer ... :-

Liebe Grüße
Trainee
diese Antwort melden
princess
Kommentar von princess (19.01.2019)
So, dies war Hedwigs erster Streich!
Doch die Eltern werden staunen.
Denn ein zweiter folgt sogleich.
Das Mädel hat halt eigene Launen.

Habe die Ehre, die vergnügte!
Ira
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Willibald meinte dazu am 20.01.2019:
Nun wohl aufgemerkt!
Feine Sache das!
Kinder, wie isses schön.
Nein, wie isses schön.
Zu und zu schön.

Tadellöser & Wolff!
Gutmannsdörfer!
Diese Textur von der Moritat.

Miesnitzdörfer & Jensen!
Die junge Brut.
Gräulich und abscheulich.

greetse
ww
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Trainee meinte dazu am 20.01.2019:
Schönste Principessa, lieber Willibald,

Hedwig liegt ja nun, durch des eigenen Vaters Hand gemeuchelt, im geröteten Humus.
Ob sie dort noch an weitere Streiche denkt?
Wer weiß das schon ...

Kann aber sein, dass Ira lieber den schnöden Verführer tot sehen will, was durchaus verständlich ist.
Ich halte mich vorsichtshalber bedeckt und grüße beide Kommentatoren

ganz besonders sanftmütig.

Trainee

Vielen Dank für das spornende, iranische Gedicht und die willibaldischen Literaturhinweise.
diese Antwort melden
plotzn
Kommentar von plotzn (21.01.2019)
Schön schwarzhumorig, die Ballade - gefällt mir gut!

Ach die Hedwig, armes Mädel,
wird gelocht im finstren Tann.
Ihr Geliebter war nicht edel
und der Vater Jägersmann.

Liebe Grüße,
Stefan
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Trainee meinte dazu am 21.01.2019:
Grüß dich Stefan,

man kann sich seine Eltern leider nicht aussuchen ...
Hedwig könnte heute noch unter uns weilen, entstammte sie einem Investmentbankerhaushalt. Da passte der Hausierer super rein.

Dir eine halbwegs witzige Woche
Heidrun
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Jorge
Kommentar von Jorge (15.03.2019)
Ein heiterer balladiger Auftakt meiner Siestazeit.
Wieder ein Ehrenmord.
Das Bum-bum-bum war bis nach España zu hören.

LG
Jorge
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Trainee meinte dazu am 16.03.2019:
Halo Jorge,
in deiner Wohngegend zeigt man für den zu Recht empörten Vatta sicherlich noch mehr Verständnis als hierzulande ...

Zwinkergrüße und vielen Dank
Trainee
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tueichler
Kommentar von tueichler (21.03.2019)
Jetzt müsste ich das doch echt mehrfach lesen und dachte bei den ersten Malen, was eine schmutzige Phanthasie! Erst beim letzten Lesen ist mir aufgefallen, dass das Mädel es mit dem ‚Hausierer‘ und nicht etwa mit dem ‚Haustier‘ gehalten hat. Mannoman es ist wie beim Zeichnen, unser Hirn überlistet das Auge, wenn wir nicht darauf achten. Heut sind Haustiere einfach viel häufiger als Hausierer ...

Kommentar geändert am 21.03.2019 um 01:24 Uhr
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Trainee meinte dazu am 21.03.2019:
Der Reinen ist alles rein. *hüstel

Lieber Tueichler,
vielen Dank für deinen launigen Kommentar.
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Trainee
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Veröffentlicht am 18.01.2019. Textlänge: 162 Wörter; dieser Text wurde bereits 193 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.03.2019..
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