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Auf Messers Schneide

Text zum Thema Angst


von VomWahnUndSinn

Es ist ein wundervolles Leben.
Doch einen jeden Augenblick,
an jedem Tag,
fährt des Messers Schneide
schleichend über meine Adern.

Ich blicke Euch an
und bedauere eine jede Träne,
die ihr statt meiner blutet.

Eure Sonne scheint in mein Gesicht.
Doch als würde eine Wolke
über meinem Haupt schweben,
erreicht mich Eure Herzenswärme nicht.

Ich flüchte mich in Tagträume,
in eine heile Welt,
verstecke mich in den Schatten,
aus denen ich in das Euch umgebende Licht blicke,
um des Leides hässliche Fratze
im Spiegel zu blenden.

Das Jetzt und Hier macht mir Angst,
denn ich fürchte das Wesen,
dass ich in Euren Augen bin.
Mich lähmt der Gedanke,
nicht genug zu sein.

Jede Zuneigung führt mich
einen Schritt weiter von Euch weg.

...

Also drehe ich mich einfach um,
in dem Glauben, so auf Euch zu zu gehen.

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