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Steinstedt ist zurück

Short Story zum Thema Frust


von Jack

Steinstedt gähnte. Professor Afdewählius redete schon seit drei Stunden und war immer noch nicht fertig. Er sprach von demographischen Problemen, die auf Deutschland in den nächsten Jahrzehnten zukommen würden, während Steinstedt auf seinem Stuhl rutschte und es nicht mehr erwarten konnte. Übermüdet und verärgert sprang er zwanzig Sekunden früher auf, als der Attentäter auf Professor Afdewählius zulief. Und so blieb dem Attentäter-Darsteller nichts anderes übrig, als das Messer noch fünf Schritte vor dem Podium auf den Boden zu werfen und sich hinzuknien, während Steinstedt erschrak, dass er zu früh aufgesprungen war, und sich wieder auf seinen Platz setzte.  Professor Afdewählius war ratlos, also redete er einfach weiter, während der Attentäterdarsteller leise das Messer aufhob und sich wegschlich.

“Was war das?” fragte der Moderator Cedul nach dem Vortrag und vermutete vermutlich eine Künstleraktion dahinter, bis er sah, wie der Attentäterdarsteller Professor Afdewählius aggressiv um das versprochene Honorar anbettelte. Schließlich sei Steinstedt schuld, dass die Aktion nicht so gelaufen war wie geplant. Professor Afdewählius rief Steinstedt abseits des Banketts zu sich und fragte, warum dieser nicht aufgepasst habe. Da er dem  Attentäterdarsteller den Honorar verweigerte, rief dieser entnervt: “Nazis! Fickt euch mit eurem Attentat!” Da ergriff Professor Afdewählius das Wort: “Haha, sehen Sie, verehrte Damen und Herren, wir sind derart beliebt, derart in der Mehrheit, dass wir schon die Attentäter selbst bezahlen müssen, damit sie uns angreifen!” Der ganze Saal klatschte, aber die Leute wollten auch Gewalt sehen. Steinstedt suchte sich den am grünsten aussehenden Linken aus und begann eine Jagd. Der Hase lief und sprang, aber Steinstedt war flinker und schneller, und holte ihn schließlich ein. “Ich habe seit 60 Stunden nicht geschlafen, Leute, seid so nett, und sagt mir einfach, was ich mit ihm tun soll. Mein Kopf funktioniert nicht mehr, sorry. Ihr sagt, ich mache”.

Die Menge im Saal war begeistert. “Schlag ihm in die Fresse!” schrie eine bürgerliche Dame Mitte 50. Steinstedt tat dies. “Tritt ihm in den Bauch!” rief ein älterer Herr. Auch dies tat Steinstedt. “Jetzt tritt ihm in die Fresse!” wieherte eine Seniorin im Rollstuhl vor Begeisterung. Steinstedt holte aus, fiel aber hin, rutschte halt aus, war halt müde. Er fiel dabei etwas unglücklich auf den Kopf, war dann verwirrt, und verprügelte auf einmal all jene, die ihm soeben Gewaltbefehle erteilt hatten, mit einem Schlagstock. Bis ihn Professor Afdewählius zur Seite riss und fragte: “Was machst du denn, Junge?” So ungeschickt hatte sich Steinstedt damals in seinem Nebenjob angestellt, als er Student war und nicht wusste, wovon er die Miete für sein Penthaus in der City bezahlen sollte.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (02.02.2019)
Biete es Magazinen an.
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Jack meinte dazu am 02.02.2019:
Ich würde ihm gern Magazine anbieten, aber ich weiß gar nicht, was Steinstedt für eine Kanone hat.
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Dieter Wal antwortete darauf am 03.02.2019:
Vielleicht einen Steinstedt-Roman daraus machen? Ob du allerdings mit den mutmaßlich anerkennenden Neues Deutschland- und taz-Rezensionen in ihren linksaußen- bis linksmittigen Positionen wirklich glücklich würdest? Die FAZ würde momentan voraussichtlich leider eher keinen AfD-kritischen Roman rezensieren. Seiss drum. Ich finde, beide erstgenannte Zeitungen haben Manches für sich.

Ich mag die einfach elegante Anschaulichkeit deiner Beschreibungen und dein sicheres Gefühl für Spannungserzeugungen. Dabei charakterisierst du offensichtlich dir vital vorgestellte Charaktäre, die sich wohl jeder Leser etwas anders vorstellt. Sehr gut!

Antwort geändert am 03.02.2019 um 14:27 Uhr
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Jack schrieb daraufhin am 03.02.2019:
Noch sind es lediglich zwei Texte mit 999,5 Wörtern. Weiter in dem Tempo schreiben, und in 50 Jahren könnte daraus ein Roman werden.
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Jack äußerte darauf am 03.02.2019:
Der erste Teil ist sogar noch kürzer als ich den in Erinnerung hatte. Nein, dheftinithief kein Steinstedt-Roman, aber eine kleine Fortsetzungsgeschichte vielleicht.
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Qualifikationsspiele zur Literatur-WM 2029.
Veröffentlicht am 02.02.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.02.2019). Textlänge: 424 Wörter; dieser Text wurde bereits 87 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.09.2019.
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