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blauflügel

Gedicht zum Thema Sehnsucht


von monalisa

schon breitet die nacht ihre schwingen aus
die wanduhr winkt mit blauem flügel
ich stehe halbdunkel am fenster
und schmelze in meinen schatten

wenn es mir gelänge
krokusse an deine herzwand zu malen
könnte ich den winter zähmen – denke ich
und wärme meine hände
am lindenblütentee

Anmerkung von monalisa:

Der 'blaue Flügel' ist dem Gemälde 'Wanduhr mit einem blauen Flügel' vom Marc Chagall entlehnt


 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (11.02.2019)
Hallo Mona,

den Text habe ich mir um Mitternacht schon einmal angesehen und gedacht: Sabine, geh ins Bett, du bist definitiv zu müde.

Heute Morgen stehe ich allerdings schon wieder davor und finde die Zusammen hänge nicht.

Die zweite Strophe gefällt mir ausgezeichnet! Sie könnte wundervoll ganz allein stehen.

Zur ersten bekomme ich keinen Zugang, was aber durchaus an mir liegen kann. Ich habe hier das Gefühl, dass sich die zweite Hälfte von S1 verselbstständigt hat. Die Strophe beginnt so lyrisch und getragen, die Wanduhr in V2 bringt ein wenig Humor hinein - und dann reißt mich das Halbdunkel aus der (von mir) angedachten Sprachmelodie. Ok, neuer Versuch, könnte ja auch ein Daktylus mit unbetontem Auftakt sein. In V3 passt dann das "halbdunkel" und in V4 könnte man den Ausrutscher aus dem Versfuß mit der stilistischen Bebilderung der Verschmelzung begründen - aber das "mit" in V2 an betonter Stelle? Nein, irgendwie werde ich da mit keinem Versfuß warm. Ich gehe also gezwungenermaßen davon aus, dass es sich um "freie Verse" handelt. Nur passt dann für mich V1 nicht wirklich ins Bild - wie gesagt, es könnte an mir liegen. Vielleicht habe ich nach dem Lesen des ersten Verses einfach die falsche Erwartungshaltung eingenommen.

Aber mir erschließt sich auch nicht, wie S1 und S2 zusammenhängen. Ich fürchte, du musst mich aufklären.

Lieb grüßt
Sabine
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monalisa meinte dazu am 11.02.2019:
Vielen Dank, liebe Sabine, für die vergebliche Mühe, die du dir gemacht hast. Ich dachte nicht, dass es sooo schwierig sein würde, die beiden Teile zusammenzufügen. Aber vielleicht sollte ich tatsächlich Teil 2 für sich stehen lassen? Eventuell googlest du mal nach Marc Chagall: "Wanduhr mit einem blauen Flügel" - das war die Ausgangslage. Hoffentlich hilfts weiter!
Mehr möchte ich im Moment eigentlich nicht sagen.
Vielen herzlichen Dank
und liebe Grüße
mona
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Isaban antwortete darauf am 11.02.2019:
Nun, das bebildert mir auf jeden Fall V2 sehr viel deutlicher.

Aber warum in V1 und 2 diese deutlich abgesetzte lyrische Sprache - und wie (Versfuß?) möchtest du es gelesen haben?

Ich hatte den Lindenblütentee übrigens ganz anders als Irene interpretiert - für mich ist das Medizin, Erkältungstee, Naturheilmittel, das uns zum Ausschwitzen einer Krankheit/einer Verstimmung/ einer Unbill /des Winters bringt.

Antwort geändert am 11.02.2019 um 13:35 Uhr
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monalisa schrieb daraufhin am 11.02.2019:
Ich muss dich leider auch noch ein wenig vertrösten, aber ich melde mich bestimmt demnächst wieder ;) . Der Lindenblütentee in diesem Sinn passt ja auch, und mein Versfüßchen hat sich ganz frei bewegt und ist aus der Reihe getanzt.
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monalisa äußerte darauf am 12.02.2019:
Guten Morgen Sabine,
es verwundert mich ein bisschen, dass du in V1 und V2 von 'dieser deutlich abgesetzte Sprache' sprichst. ist nicht der ganze erste Abschnitt ein wenig abgesetzt, abgehoben, stagnierend, vielleicht sogar ein wenig unterkühlt? Im zweiten Abschnitt dachte ich an einen Aufbruch, wenigstens der Gedanken, kommt ein bisschen Wärme , Farbe ... rein, die 'Gegenbewegung zum 'in den Schatten schmelzen'. Nun, das scheint ja gründlich in die Hose gegangen zu sein. Wenn man erst lange erklären muss, taugt es nicht viel.
Jedenfalls lieben Dank fürs Hinsehen, Nachfragen, Nachhaken.

Herzliche Grüße
mona
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Kommentar von niemand (11.02.2019)
Die Sehnsucht nach einem neue Frühling macht sich breit, allerdings nicht nach dem Jahreszeitlichen, sondern nach dem erneuten Frühling des Lebens. Eine Sehnsucht angesichts der immer näher kommenden Dunkelheit der Nacht [Ende] und der sich im steten Abflug befindenden Zeit. Hoffen und doch wissen, dass es letztlich nicht mehr geht, nicht persönlich und auch nicht im Bezug auf Zweisamkeit. Was bleibt ist ein wenig Wärme, welche man aus einer Tasse Tee bezieht, einer Teesorte die ein wenig Sommer "konserviert" hat [Lindenblüte]. Ein schönes Gedicht in seiner hoffnungsvollen Traurigkeit. LG Irene
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monalisa ergänzte dazu am 11.02.2019:
Hast du fein gemacht , liebe Irene, mit deiner Deutung kann ich sehr gut leben. Vielen Dank!

Liebe Grüße
mona
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Trainee
Kommentar von Trainee (11.02.2019)
Oje, liebe Monalisa,

schon wieder muss ich die Böse geben. - Zum Trost kann ich nur anmerken, dass Textarbeit ein nicht unwesentlicher Teil meiner Wertschätzung und nicht sonderlich breit gestreut ist.

Zunächst zu Versgruppe 1:
"Die Nacht breitet ihre Schwingen aus" ist eine zwar schöne, aber leider etwas abgegriffene Formulierung. - Gerade vorhin hörte ich sie wieder in einem alten Kubrickfilm.
Die Wanduhr mit dem blauen Flügel funktioniert tadellos.
"Ich stehe am Fenster" hätte mir genügt.
"Und schmelze in meinen Schatten" ist auch ok.

Zu Versgruppe 2
Wozu bedarf es der Herzwand?
Wozu des Lindenblütentees?

Gehe ich also auf das Gerüst zurück, stände dort:


die wanduhr winkt mit blauem flügel
ich stehe am fenster
und schmelze in meinen schatten

wenn es mir gelänge
krokusse zu malen
könnte ich den winter zähmen – denke ich
und wärme meine hände


Dies wäre nun natürlich beileibe kein Gedicht und müsste, wolltest du mir folgen, mit schlichten Worten erweitert werden, um Rhythmus zu erzeugen.

Ich sehe in deinen Gedichten zuweilen (wir unterhielten uns bereits darüber) das Problem der Überfrachtung und bin der Meinung, dass du dich dadurch um die Wirkung einiger erlesen schöner Metaphern bringst.

Eine - nämlich die "Wanduhr mit blauem Flügel" - langt vollkommen und leuchtet als Solitär viel schöner.

Bitte, sei auch diesmal nicht verstimmt.

Heidrun
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monalisa meinte dazu am 11.02.2019:
Du bist auf keinen Fall die Böse, liebe Heidrun! Ich schätze Textarbeit genau wie du, schätze vor allem dein Interesse, dein Einfühlen, Eindenken und deine Offenheit. Ich habe jetzt leider nicht die Zeit, mir alles, was du geschrieben hast, gründlich durch den Kopf gehen zu lassen und adäquat zu antworten, muss dich also auf später, vielleicht auch auf morgen vertrösten. Aber ich bin ganz und gar nicht verstimmt, sondern schätze mich glücklich.Das wollte ich dich jetzt gleich wissen lassen. Danke!

Liebe Grüße
mona
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niemand meinte dazu am 11.02.2019:
Ich weiß ja nicht welcher geheimen Dinge man sich beim Schreiben bedienen muss, aber ich gehe instinktiv an Geschriebenes ran. Diese Uhr mit dem blauen Flügel hatte für mich die Bedeutung eines Vogels der nur noch halb so weit fliegen kann, weil die Hälfte der Lebenszeit bereits verflogen ist/wurde. Und da die Zeit eine ständig fort fliegende ist, empfand ich die Uhr als einen Zeitvogel, Einen mit einem Flügel nur fliegenden Vogel. Logischerweise geht sowas nicht, aber Gedichte sind auch selten mit Logik behaftet. Und dass der Flügel des Zeitvogels Uhr blau ist, zeugt bereits von einer Verfärbung durch die Nacht, welche mit einem leichten Blau beginnt, um dann in voller Schwärze aufzutrumpfen. Noch ist der Flug [die Zeit] nicht zu ende, aber der Flügel wird wohl immer dunkler und dunkler werden. Die Wanduhr winkt=der Wink der Zeit=bleibt nicht mehr viel übrig. Das zu akzeptieren fällt schwer und so wünscht man sich quasi als Trost die Wiederbelebung einer Frühlingszeit der Liebe, der Zweierbeziehung, um sich [falls es klappen sollte] wieder frisch und jung zu fühlen und somit die drohende Zeitverknappung
zu überspielen, von ihr abgelenkt zu werden und den Gedanken über das nahende Ende, welchem ein jeder unterworfen ist, zu verdrängen. Für mich hat dieses Gedicht seinen Sinn nicht verfehlt, aber ich bin ja nur ein Laie, der unbeleckt an etwas heran gehen kann und da bin ich froh darüber. LG Irene
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monalisa meinte dazu am 12.02.2019:
Guten Morgen, Heidrun,
dass das Schwingen-Ausbreiten der Nacht so abgegriffen ist, war mir gar nicht bewusst, hat sich aus dem blauen Flügel der Uhr ergeben und, weil ich die Kürze der Tage , das frühe und rasche Einfallen der Nacht andeuten wollte. Aber das brauchts vielleicht wirklich nicht. Auf 'halbdunkel' ,glaube ich, möchte ich nicht verzichten, um die zwiespältige Stimmung auszudrücken (vor allem wenn der erste Vers wegfällt), Stimmung, die sich beim 'Schmelzen in den Schatten' mehr in Richtung Melancholie, Depression verschiebt.
Und ja, natürlich ist die 'Herzwand' melodramatisch. Ich kann sie nciht rausreißen, die ist eine tragende, weil es mir insgesamt um Beziehung geht. Der Lindenblütentee in seinen vielfältigen Deutungsebenen von 'sommerlich-wärmend' bis Hausmittel sollte das Ganze wieder auf reale Füße stellen. Das ist wohl auch nicht geglückt.
Aus der von dir 'abgespeckten Form' lese ich nur mehr von einer Winterdepression, die mit 'Krokus-Malen' bekämpft werden soll und weiß den blauen Flügel der Wanduhr nicht recht einzuordnen. Da hast du wohl ganz andere Bilder und Gedanken im Kopf als ich. Du hast bestimmt Recht, dass weniger oft mehr wäre.
Dieser Text ist wohl ein weniger gelungener Versuch, gerade darum bin ich froh, ihn hier vorgestellt haben,um verschiedenen Meinungen dazu zu hören und daraus lernen zu können.

Vielen Dank und liebe Grüße
mona
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monalisa meinte dazu am 12.02.2019:
Guten Morgen Irene,
nun jedenfalls scheinst du ganz viel von dem erkannt zu haben, was ich ausdrücken wollte. Du umschreibst es auch noch so herrlich . DANKE! Ich glaube mit Gedichten ist es wie mit Gemälden, auch wenn man Laie (was du aber ganz gewiss nicht bist) ist, kann man sagen: Das gefällt mir! Das gefällt mir nicht!

Liebe Grüße
mona
diese Antwort melden
Trainee meinte dazu am 12.02.2019:
Liebe Mona,
wie ich schon sagte, zweifle ich nicht an der Aussage deines Gedichts, das ja keineswegs verschlüsselt bei mir ankommt.
Ich versuchte lediglich, deine Aufmerksamkeit auf die Opulenz deiner Sprache zu lenken.
Wenn es aber die ist, in der du dich zur Zeit wohlfühlst, solltest du sie weiter benutzen. - Ich selber habe in dieser Hinsicht ebenfalls eine sehr unterschiedliche Entwicklung hinter mir, auch in Bezug auf die vermeintliche "Strenge" einer Kritik.; inbesondere im Rahmen von Uni-Seminaren.
Vielleicht sollte ich mich in dieser Hinsicht (bei dir) etwas zurücknehmen. - Kritische Anmerkungen scheinen hier nicht zum Standard zu gehören - jedes Forum setzt halt seine eigenen Schwerpunkte. Und das ist gut so.

Mit freundlichen Grüßen
Trainee
diese Antwort melden
monalisa meinte dazu am 12.02.2019:
Liebe Heidrun, ich weiß nicht, ob ich dich jetzt mit meiner starrsinnigen Haltung verstimmt habe? Jedenfalls bin ich nach deinem letzten posting unter den ‘blauflügeln‘ sehr unangenehm berührt. Du sollst dich nur ja nicht zurückgewiesen fühlen. Ich empfinde deine Kritik als gar nicht streng, nein, es ist ein liebevolles Hinweisen auf etwas, das ich im Moment nicht so empfinde wie du. Vielleicht bin ich einfach noch nicht so weit, wahrscheinlich werde ich nie ganz dahin gelangen, wo du jetzt gerade (lyrisch) stehst. Vielleicht kommen wir uns ja auch noch näher im Laufe der Zeit. Halte dich bitte bei mir auf keinen Fall mit kritischen Anmerkungen zurück, ich sehe darin Wertschätzung für meine ‘Arbeit‘ und den Wunsch, das Ergebnis, den Text so gut wie möglich aussehen zu lassen. Mir geht es bei den Texten anderer ja oft ähnlich. Aber versteh bitte auch du, dass ich meine Einsicht erst reifen lassen muss, ich bin ein ‘Langsam-entwickler‘, sodass das manchmal ein bisschen länger dauert. Ich kann und möchte nicht irgendjemandem zuliebe etwas ändern, wenn ich selbst noch nicht so weit bin.
Der Blauflügler ist jedenfalls abgestürzt und zwar nicht wegen nur eines Flügels, sondern wegen zu vieler. Das hab ich schon begriffen, aber deshalb bin ich ja noch lange nicht abgestürzt, nicht wahr?

Wenn du meinst, dass Herzwand und Lindenblütentee zusammen mit der winkenden Wanduhr zu viel sind, wäre es doch eine Möglichkeit, die beiden Abschnitte zu trennen (wie auch Isaban meint) und z.B. den zweiten für sich stehen zu lassen. Hättest du dann immer noch Einwände gegen diese beiden Begriffe, die du weggekürzt hast. Mir fehlt da einfach das Gefühl, wonach man sich sehnt, ich möchte schon auch gern wissen, woran man sich wärmt …?
Manchmal ist es verdammt schwer, sich verständlich zu machen. Der bloßen Schrift sieht man den Tonfall nicht an, das ermunternde Lächeln, ein verständnisvolles Zwinkern … Du hast Recht, es wird wenig Textarbeit in diesem Forum geleistet. Ich vermisse das, aber es muss ja nicht so bleiben 😉.

Liebe Grüße
mona
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Trainee meinte dazu am 12.02.2019:
Ja,
es ist schwierig, sich verständlich zu machen (von "abgestürzt" war nie die Rede, oder?)
Deshalb habe ich diesmal versucht, die Sache auf das Grundgerüst des Gedichts zurückzuführen. Das sollte beileibe kein "Vorschlag" sein, sondern dich anregen, nochmals zu überlegen, was du mit deinem Text sagen willst und was du dazu benötigst.
Auf manche Dinge möchtest du nicht verzichten. ok.
Ich mache jetzt mal, was ich nicht unbedingt für sinnvoll halte, weil es besser ist, wenn die Dichter selber drauf kommen. Auch fehlt es mir natürlich an Zeit, auf jedes Gedicht so intensiv einzugehen, wie du es dir vielleicht wünschst.
Und es ist und bleibt dein Gedicht.

Aus meiner(!) Sicht wäre die folgende Version zureichend:

schon breitet die nacht ihre schwingen
die wanduhr winkt mit blauem flügel
ich steh am fenster
und schmelze in meinen schatten

wenn es mir gelänge
krokusse an dein herz zu malen

könnte ich den winter zähmen


Jeder Leser sieht sofort, dass ein Beziehungswinter überwunden werden soll. Es ist alles gesagt.

Liebe Grüße
Heidrun
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monalisa meinte dazu am 13.02.2019:
Vielen Dank, liebe Heidrun, für deine Zeit und die Mühe, die du dir hier gemacht hast. Ich denke, ich brauche jetzt erst einmal etwas Abstand, lasse es ein wenig ruhen, um es mir dann ganz neu wieder vorzunehmen.

Liebe Grüße
mona
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (11.02.2019)
Hallo Mona, ch halte dieses Gedicht in Freien Rythmen für relativ einfach, wobei ich einfach positiv meine. Zwar ist die Metapher im ersten Vers nicht ganz originell, aber es bedarf ihrer, um in den zweiten Vers mit dem blauen Flügel hineinzugleiten. Das LyrIch steht mit dämmernden Bewusstsein ("halbdunkel") sehnsuchtsvoll am Fenster und schmilzt in seinen Schatten. Das verstehe ich als Versenkung in Erinnerung.
Die Krokusse an der Herzwand sind erfrischend originell. Ich verstehe die Metapher als Auftauen einer erkalteten Beziehung.. Dabei ist der wärmende Lindenblütentee hilfreich.
Das Blau der Flügel in der Überschrift ist für mich die Farbe der Sehnsucht.
Liebe Grüße
Ekki
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monalisa meinte dazu am 12.02.2019:
Guten Morgen Ekki,
nun also zu verschlüsselt scheint der Text nicht zu sein, wie dein und Irenes Beitrag zeigen. Zu überfrachtet vielleicht, zu inhomogen in der Form. Daran kann man ja noch arbeiten .

Vielen Dank Ekki,
liebe Grüße
mona
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Momo
Kommentar von Momo (11.02.2019)
Hallo Monalisa,

so viele Kommentare, so viele unterschiedliche Blicke auf dein Gedicht.

Ich stolpere über „schmelze in meinen Schatten“. Der Schatten ist im psychologischen Sprachgebrauch etwas Dunkles, Unsichtbares. Gut, hier ist es die lyrische Sprache, dennoch hat es für mich eine negative Konnotation. Das ist glaube ich nicht beabsichtigt, denn LyrI steht sehnsuchtsvoll am Fenster mit liebevollen Gedanken an LyrDu. So lese ich es.

Die Wanduhr in Vers 2 konnte ich nicht so recht einordnen, weil man als Leser ja nicht weiß, dass du inspiriert wurdest von dem Bild Chagalls.
Die zweite Strophe gefällt mir gut. Bei „Herzwand“ hätte mir Wand schon gereicht, denn dass es sich dabei nicht um eine schnöde Wand handelt, kann man sich denken. Den Lindenblütentee verbinde ich in erster Linie mit lauer Sommerluft und dem wunderbaren Duft von Lindenblüten, erst in zweiter Linie mit seiner medizinische Wirkung.

(Noch) winterliche Grüße
Momo
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monalisa meinte dazu am 12.02.2019:
Guten Morgen Momo,
ja, interessant, wie unterschiedlich manches gesehen und beurteilt wird, je nach persönlichem Hintergrund und wohl auch Geschmack.
Das 'in den Schatten Schmelzen' war von mir auch nicht positiv gemeint. Ekki hat es mit 'Versenkung in Erinnerung' übersetzt, ein gut Teil Trauer über unerfüllte Sehnsucht ist wohl auch dabei.
Das Gemälde von Chagall zu kennen, hilft wahrscheinlcih bei Verständnis, vielleicht sollte ich es oben amnmerken.
Die 'Herzwand' ist zugegeben recht melodramatisch, ist für mich persönlich aber wichtig, wie ich oben schon schrieb. Und Krokusse an die Wand zu malen, warum sollte das nicht gelingen. LI zweifelt aber: '...wenn es mir gelänge', es ist etwas eigentlich Unmögliches, das LI vollbringen möchte.
Zum Abschluss noch eine Tasse Lindenblütentee für dich als Sommerbote und medizinische Vorsorge ;)

Vielen Dank und liebe Grüße
mona

P.S: BItte vielmals um Entschudigung wegen der ursprünglich falschen Anrede. Tut mir ehrlich leid, Momo

Antwort geändert am 12.02.2019 um 14:01 Uhr
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Momo meinte dazu am 12.02.2019:
Hallo Mona,

du musst dich nicht entschuldigen, bei den vielen fast gleich klingenden Nicks kann das schon mal passieren.

LG
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monalisa
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Veröffentlicht am 11.02.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.02.2019). Textlänge: 40 Wörter; dieser Text wurde bereits 154 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 20.02.2019..
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