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InhaltsverzeichnisJordan Peterson und das Drama der alternden Schwuchtel

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Erzählung zum Thema Bürokratie


von toltec-head

Der späte Dostojewski ist reaktionär wie heute ehemalige Maoisten, die finden Höcke rockt. Der Traum von der einen, barrierefreien Erde, auf der mobile, überall wahlberechtigte Migranten würdevoll die demographische Lücken füllen. Macht man sich klar, was Tschernyschewksi heute bedeutet, erscheint einem die naturbelassene Flora und Fauna von Tschernobyl wie ein Elysium. Mangels Campingerlaubnis ist mein Wohnklo aber einstweilen noch in Hannover, diesem modernen Petersburg mit seinem künstlichen, von den Nazis angelegten Maschsee, den Arno Breker Statuen zieren, und den politisch korrekten Straßenschildern für alle Autorfahrenden. Wenn man heute gegen irgendetwas bösartig sein will - bösartig und nicht dagegen, so wie der Mann aus dem Untergrund bösartig und nicht bloß gegen den Fortschrittsglauben des 19. Jahrhunderts war -, ich wiederhole: wenn man heute gegen irgendetwas bösartig sein will - was man freilich auch einfach lassen und sich einen Porno reinziehen kann -  so gibt es  nur die progressive Linke, gegen die man bösartig sein kann. Die progressive Linke ist alles, was vom Fortschrittsglauben des 19. Jahrhunderts übrig geblieben ist; sie ist nicht mehr ganz so optimistisch, dafür aber noch viel hässlicher als die philanthropischen Industriellengattinen aus Manchester, über die Wilde sich lustig machte. Man kann auf Höcke und die AfD nicht bösartig reagieren, weil sie ja selbst bösartig sind; was sie ja schon irgendwie wieder langweilig macht. Vielleicht kann man aber auf sie doch bösartig reagieren, dann aber nur, weil sie nicht genügend bösartig sind. 

Und mit philanthropischer Industriellengattin aus Manchester meine ich jetzt nicht nur die bei der AOK angestellte Yoga-Tante, die im Biosupermarkt auf Fairtrade achtet, was gegen die Klimawandel tut und in der Fußgängerzone von einer Spendenfalle in die andere tappt. Das wäre zu einfach. Ich meine dich Fräulein Dirk von Lowtzow, der du 2014 als Inkarnation des sentimentalen Humanisten mit Klampfe ein Video mit dem Song "Fuck you Frontex" ins Netz stellst, das man sich 2015 in so mancher Krisensitzung im Bundeskanzleramt zu später Stunde wieder und wieder angeschaut hat. Es heißt, Altmaier habe sogar dazu getanzt. Die AOK-Tussi ist vollkommen talentlos, kann vielleicht mal ein Gedicht auf einem Internetliteraturforum posten, ist aber ansonsten total im politisch-kulturellen tonal befangen, das von Leuten wie dir, die singen können, der Masse erst so richtig schmackhaft gemacht wird. Zitat aus deinem Wikipedia-Eintrag: "Der Einsatz gegen Antisemitismus ist persönliche Pflicht eines jeden Menschen mit Anstand." So etwas kann nur jemand sagen, der nicht weiß, dass es heutzutage nur noch eine einzige Pflicht für halbwegs normale Menschen gibt, nämlich auf keinen Fall, unter gar keinen Umständen, auch wenn man noch so viel Talent und Ehrgeiz hat, selbst, wenn man noch so gut singen kann - berühmt zu werden!

Anmerkung von toltec-head:

Ich bin mir sicher, es kommt der Tag, an dem der Ausschluss ein Ende hat:

 https://de-de.facebook.com/Tocotronic/videos/fuck-you-frontex/10152153993905270/


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von michaelkoehn (76) (16.02.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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toltec-head meinte dazu am 16.02.2019:
Liebe, nette AfD-Onkel mit Schmiss wie du sind doch noch viel nerviger.
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michaelkoehn (76) antwortete darauf am 16.02.2019:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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toltec-head schrieb daraufhin am 16.02.2019:
Never.
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Dieter Wal äußerte darauf am 16.02.2019:
@ Michael: "konsequent gegen links" Wenn du wüsstest, welche Kreise ich als Europa-Journalist nutzte, würdest du mich für rechts halten. Aber danke, dass du mich links verortest. Von dir nehme ich das als echtes Kompliment. Danke.

Antwort geändert am 16.02.2019 um 18:15 Uhr
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michaelkoehn (76) ergänzte dazu am 16.02.2019:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isensee
Kommentar von Isensee (16.02.2019)
Lesbarer Text mit Tempo, verzichtest endlich auf dieses überflüssige Gelaber. Dieser Text ist entschlackt und bereitet Freude. AOK, Yoga. Beim Yoga kannst du aufs Ganze gehen.
Da muss Kundalini-Yoga hin. Sonst ist alles bei. Das Ende hat auch gefallen. Sei content.
Nun ja, seit Monaten wieder ein Text auf KV.
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (16.02.2019)
"Der späte Dostojewski ist reaktionär wie"...

Meine Fresse. Schreib nicht völlig breit. Den meschiggenen Gedanken hättest du ausführen sollen, nicht frei assoziativ weiterlabern. Eins entnahm ich deinem Text: Das Gras muss super gewesen sein.

Kommentar geändert am 16.02.2019 um 18:15 Uhr
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Oskar
Kommentar von Oskar (18.02.2019)
Lässt du die Unterscheidung beschützen/bewachen gelten?

Frontex ist und bleibt ein Drecksladen, ob nun notwendig oder nicht. Aber wieder schön delegiert.

Und glaube mir, es schmeckt niemandem, schon gar nicht den Massen: vor einem einem Konzert ließen sie mal eine Videoprojektion von ProAsyl laufen. Gefiel den Leuten ganz und gar nicht.
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toltec-head meinte dazu am 18.02.2019:
Frontex hat nicht einmal die Befugnis an der europäischen Außengrenze jemanden zurückzuweisen, das dürfen nur die nationalen Grenzschützer. Der "Drecksladen" ist eine Farce.
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Oskar meinte dazu am 18.02.2019:
Dann ist es unwahr, dass sie es dennoch tun? Und es gibt ja noch das Meer, mit eigenen Rechten, oder?

Antwort geändert am 18.02.2019 um 19:13 Uhr
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toltec-head meinte dazu am 18.02.2019:
"Anders als viele denken, ist Frontex keine Grenzpolizei, sondern eine Agentur, die vor allem Informationen zu Themen wie Grenzschutz, Schleuserkriminalität sowie grenzüberschreitende Kriminalität sammelt.

Wichtig zu verstehen: Weil Frontex keine Grenzpolizei ist, hat die Agentur keine eigenen Grenzschutzbeamten, keine eigenen Boote oder ähnliches. All dies stellen vielmehr die EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung sowie Länder, die zum Schengenraum gehören, aber nicht zur EU. Frontex hat bisher vor allem die Aufgabe, die Grenzpolizeien der Mitgliedsländer zu koordinieren. Auch, wenn von „Frontex-Operationen“, zum Beispiel Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer die Rede ist, hat Frontex dabei eine koordinierende und unterstützende Aufgabe."

https://www.focus.de/politik/ausland/massiver-ausbau-von-grenzschutz-agentur-was-frontex-im-kampf-gegen-illegale-migration-schon-darf-und-was-sich-aendern-soll_id_9162823.html
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Oskar meinte dazu am 18.02.2019:
"Im Oktober 2013 gab Frontex-Direktor Ilkka Laitinen zu, dass Frontex jährlich mehrmals Flüchtlingsboote im Mittelmeer abgedrängt und Flüchtlinge auch unter Androhung von Gewalt ohne Asylprüfungsverfahren abgeschoben hatte."
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toltec-head meinte dazu am 18.02.2019:
Quelle?
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Oskar meinte dazu am 18.02.2019:
Da du mit Focus kamst, bemühte ich mich nicht weiter als Wikipedia.
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toltec-head meinte dazu am 18.02.2019:
Dachte schon Pro-Asyl.

"Im Oktober 2013." Mittlerweile ist 2019. Massenhaft scheinen die Rechtsverstöße, wenn es sie denn gegeben hat, jedenfalls nicht gewesen zu sein.
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Oskar meinte dazu am 18.02.2019:
True. Ändert aber nichts an den Drohgebärden, die natürlich temporär dazu führen, dass es weniger Rechtsverstöße gibt. Und ändert nichts an der Frage, ob dies ein Bereich sein sollte, der privatisiert sein sollte.
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Notizen aus dem Wohnklo.
Veröffentlicht am 16.02.2019, 11 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.02.2019). Textlänge: 435 Wörter; dieser Text wurde bereits 173 mal aufgerufen; der letzte Besucher war Aranae am 20.05.2019.
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