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Spring

Sestine zum Thema Freude


von LottaManguetti

Der Mai sprengt Knospen, wogt auf Frühlingsschwingen,
er putzt mit Eifer abgelegte Hüte.
Von grüner Neugier angetan entspringen,
dem späten Heu gewidmet, Gräserspitzen,
ergießt sich rosa Pracht in Pfirsichblüte,
beschenkt den Dichter mit Gedankenblitzen.

Manch Menschen putzen, bis die Häuser blitzen.
Sie animiert der Mai zum Feudelschwingen.
Durch klare Fenster grüßen Pfirsichblüte
und über Saat gestülpte Frostschutzhüte.
Zwei Kätzchen lauern - stummes Ohrenspitzen -
bevor sie furchtlos in die Büsche springen.

Mein Herz will nahezu vor Lust zerspringen
im Wald, in dem die ersten Anemonen blitzen,
die ich mit Vorsicht, nur mit Fingerspitzen
ganz leicht berühre, leicht, wie sanfte Schwingen.
Ich hoffe, dass der Mensch sie noch behüte,
nachdem ich heimgegangen selbst verblühte.

Und über allem Wachsen, jeder Blüte
und allem Werden, Reifen, wildem Springen,
bei aller Freude klingt mein Wunsch: Behüte
die Welt, mein Freund, vor Bränden, Krieg und Blitzen.
Bewahre diese Welt mit deinen Schwingen,
beschneide ihr die Wurzeln nicht vorm Spitzen.

Gewähre unsern Enkeln, ihren Zehenspitzen,
den Gang auf Gräsern bei der Pfirsichblüte,
und lass sie schweben wie auf Vogelschwingen,
mit ihrem Liebsten über Feuer springen
und in den Augen Freudentränen blitzen.
Es lohnt sich, dass man diese Welt behüte.

In Parks begrüßt man sich, lupft heiter Hüte.
Ein Weib streicht voll Erinnerungen Spitzen
der Tulpen, die keck aus Rabatten blitzen.
Einst fiel ihr Mann im Krieg - zur Pfirsichblüte.
Sieh da: Ein Löwenzahn übt Fallschirmspringen!
Gedeihe, denkt sie, heile meine Schwingen.

Nicht Redenschwingen, eitler Mensch! Behüte
der Kinder Springen, wo sich Gräser spitzen
und aufgeblühte Anemonen blitzen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Sin (18.02.2019)
Das ist so voll überquellender Lebensfreude und Farbenpracht, dass es einem glatt den Atem verschlägt. Mein Lieblingsvers:

Einst fiel ihr Mann im Krieg - zur Pfirsichblüte.
Sieh da: Ein Löwenzahn übt Fallschirmspringen!
Gedeihe, denkt sie, heile meine Schwingen.


Wenn man so damit umgehen kann, dann hat Mensch vieles verstanden, denke ich. Toll gemacht, Lotta! LG Sin
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LottaManguetti meinte dazu am 18.02.2019:
Das ist so voll überquellender Lebensfreude


Zum Traurigsein ist immer noch Zeit, Sin.
Mich hat am WE der Hafer gestochen - so viel Sonne, das hält ja kein Lottchen aus!

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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (18.02.2019)
Selbst wenn ich wollt - ein Redenschwingen
könnt mir an dieser Stelle nicht gelingen
bei so viel Farbenpracht und Blumenreigen
denn diese Wortkunst lässt die Herzen springen
will mich vor dem der dieses schrieb verneigen
die Augen schließen und nur schweigen

TT
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LottaManguetti antwortete darauf am 19.02.2019:
Dies gelingt nur mit vollem Herzen, TT. Ist das Dinglchen ratzekahl leer, ists auch Zeit abzudanken.
Freude am Leben ist noch immer die bessere Wahl.


Freut sich
Lotta
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (18.02.2019)
Das sind höchst lebendige Zeilen im engen Sestinen-Korsett, wie sie sonst kaum jemand hinbekommt. Auch die beschriebene Freude am Feudelschwingen imponiert mir sehr. Die habe ich noch nie so erlebt.
Schöne Grüße, Dirk
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LottaManguetti schrieb daraufhin am 19.02.2019:
Auch die beschriebene Freude am Feudelschwingen imponiert mir sehr. Die habe ich noch nie so erlebt.


Ich hörte in der Tat von solchen Leuten, denen ein frisch geputztes Fenster wahre Freudentaumel zu bescheren in der Lage ist. NATÜRLICH gehöre ich nicht dazu, aber ... Nein, glücklicherweise bleibe ich bis zum Hochsommer davon verschont, da gewisse Baupläne besagen: Lohnt erstmal noch nicht. Somit harke ich zunächst nur die Reste vom Herbst ausm Wald. ...oder auch nicht.
Ich grüße dich

Lotta

Antwort geändert am 19.02.2019 um 08:29 Uhr
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (18.02.2019)
Du und dein optimistischer Sch...
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LottaManguetti äußerte darauf am 19.02.2019:
Immer wieder gern, mein lieber Misanthrop.

Wann hüpfen wir eigentlich mal ums Lagerfeuer? Noch ist die Waldbrandstufe nicht zu hoch!



Lotta
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (18.02.2019)
Hallo Lotta, das sprengt ja meine Grenzen. Aber: ich arbeite dran!
Reimlos: bin bei 50%. Hier der Anfang:
„So manch ein Wunder blendet unsre Augen.
Und wir, wir lassen es vorüber gleiten.
Ist es des Lenzes zauberhaftes Sprießen,
dann wird uns das Erinnern leichter fallen.
Wir träumen, irgendwann davon zu fliegen,
und das vielleicht zum ersten Mal seit Jahren.“
Mein Ehrgeiz ist geweckt! Obwohl du einzigartig bist. LG von Gil.
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LottaManguetti ergänzte dazu am 19.02.2019:
Grenzüberschreitung ist mein zweiter Vorname, GastI.
Nicht immer erfährt diese derart positive Rückmeldungen.
Das freut mich natürlich besonders! Von dir solche Worte! Und ehrlich gemeinte sowieso, ...wo doch die Neider schon mit den abgebrochenen Fingernägeln scharren!
Ich drück dich

Lotta
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Kommentar von Trainee (71) (19.02.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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LottaManguetti meinte dazu am 19.02.2019:
Ja, Heidrun, manchmal klappts gleich, manchmal nur so "Hilfe, das muss ich nochmal machen!"
Sestinen entsprechen eher einem Empfang mit x-Gänge-Menü als einem Schnellrestaurant.
Deshalb wirken sie oft etwas schwerfällig. Ihnen diese Schwerfälligkeit zu nehmen, bedarf einer wirksamen Umarmung.

Herzlichst zurückgegrüßt
Lotta
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monalisa
Kommentar von monalisa (19.02.2019)
Liebe Lotta, da spring ich doch gerne mit
Von Behäbigkeit kann in deinen Sestinen nicht die Rede sein, da blühts behütet und spitzt und blitzt und springt und schwingt es nur so ...
Gern gelesen. Liebe Grüße
mona
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LottaManguetti meinte dazu am 19.02.2019:
Das freut mich, mona, lege ich doch ein großes Augenmerk auf die Wortwahl: nicht zu übertrieben, immer schön sachte, aber wirksam und verständlich.
Schaukeln soll helfen, kann ich dir sagen.

Lieben Dank und einen sonnigen Tag

wünscht Lotta
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LottaManguetti
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Veröffentlicht am 18.02.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.02.2019). Textlänge: 248 Wörter; dieser Text wurde bereits 172 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.08.2019.
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Sin, GastIltis.
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